vor einem jahr hatte das erste jeeptreffen in singhofen stattgefunden und damals hatte ich geplant, durchs jammertal und dann rüber ins mühlbachtal zu radeln. das hatte ich natürlich nicht geschafft, weil es viel zu warm gewesen war. heute war es zwar auch wieder warm, aber dieses jahr ließ ich mich nicht davon abhalten, endlich einmal durchs mühlbachtal zu streifen.
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| tja, so ein obstteller und der halbe liter tee zum frühstück, die wollen irgendwo hin ... an diesem fleckchen habe ich vor einem jahr auch bereits einmal eine kurze pause gemacht, nachmittags, um mich im schatten wieder ein wenig abzukühlen. ich glaube, der ausblick war der selbe. |
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| es war soweit: ich war im mühlbachtal. und damit ich mich nicht verlaufen konnte, hatte ich mir eine kleine serie mit geocaches aufs gps-gerät geladen. nix konnte schief gehen. |
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| eine dosenwächterin in ihrem netz. |
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| da freuen sich die kleinen zecken: in meinem sommerlichen übermut habe ich kurze hosen angezogen. das war zwar luftig, sollte sich später jedoch noch rächen. |
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| das war mir eine lehre gewesen vor vier wochen: mittlerweile habe ich mir eine kleine taschen-taschenlampe zugelegt und damit ich sie auch ja nicht vergesse, am jeepschlüssel befestigt. voila, hier war der erste einsatzort: in die höhle musste ich rein. |
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| wunderschön führte der weg oberhalb des mühlbaches entlang. |
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| wären die angler am gegenüberliegenden ufer nicht, ich wär jetzt gerne eine forelle: mich in den kühlen fluten zu erfrischen, das hätte mir gut gefallen. aber ich fand eine bank im schatten, das war auch prima. |
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| die dosen waren geborgen, aber mir stand der sinn noch nicht nach rückweg, ich wanderte einfach bis zum nächsten abzweig weiter ins tal hinein. |
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| ich hätte zurück gehen können, das wasser in meiner flasche war ohnehin knapp geworden, aber dann schaute ich auf dem gps-gerät, wohin der abzweigende pfad führte, er traf auf einen weiteren, auf noch einen weiteren, ich scrollte weiter und siehe da: die koordinaten des geparkten jeepchens kamen auf dem kleinen bildschirmchen in sicht. schnell hatte ich mich entschieden: über den berg gehts zurück, das wasser müsste ich mir halt ein bissel einteilen. |
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| anfangs führten mich die pfade, zuweilen ziemlich überwachsen, recht steil auf die höhe, aber als ich dann oben auf dem grat stand, fühlte ich mich richtig wohl: der höchste punkt war geschafft, ich durfte die wasserflasche fast bis zur neige leeren und da vorne, da lag ... |
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| ... eine schutzhütte und ein herrlich frischer wind wehte hindurch. |
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| ist das nicht ein blick? ich machte es mir in der hütte gemütlich und pflückte mir die zeckenviecher von den beinen. denen schien es zu gefallen bei mir. grummel. |
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| für diesen tief ausgefahrenen weg hätte ich wohl besser mal die ein-mann-seilwinde eingepackt, mein lieber schwan! ich wusste gar nicht so recht, wo ich gehen sollte: in der linken furche? in der rechten? in der mitte? zum glück war der boden schon etwas angetrocknet und ich sank nicht bis zu den knöcheln im matsch ein, wäre ich ein paar tage eher hier unterwegs gewesen ... au weia! |
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| ein kleiner fund am wegesrand. ein wasserstollen? |
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| mein rückweg wäre eigentlich viel direkter gewesen, aber dann war das letzte wegstück so was von überwuchert, da traute ich mich dann doch nicht rein mit meinen kurzen höschen, von zecken hatte ich für heute genug. also musste ich einen ordentlichen umweg machen. aber, hey, so ein ausblick, der entschädigt doch, oder? burg nassau, da oben war ich auch noch nie gewesen. |
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| geschafft! ich gönnte mir den übrig gebliebenen bodensatz aus meiner wasserflasche, zum glück war im kofferraum genügend nachschub. |
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| es war langsam zeit für den rückweg, aber ich ließ mich noch ein wenig von den kleinen strichelchen auf dem navi-gerät locken und bog mal hier ab und mal da. das dach hatte ich ganz weit geöffnet und die sonne wärmte mir ordentlich ein. |
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| ein letzter abzweig, dann ab nach nastätten - dort genoß ich im schatten noch eine megatüte eis und schließlich fuhr ich auf direktem weg nach hause. |
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