Sonntag, 29. November 2015

ne steife brise aus südwest

da hatten mein cachefreund und ich uns vielleicht etwas vorgenommen: ein multicache mit 13 stationen bis zum final. an jeder station hatten wir eine aufgabe zu lösen, damit wir an die koordination der nächsten station gelangen konnten. und die aufgaben hatten es durchaus in sich ... aus südwesten wehte eine ordentliche brise und brachte kurze, aber fiese regenschauer heran. wir legten wahrlich eine seebärenprüfung ab :-)

am samstag hatten wir uns auf den spuren der spionage in frankfurt beinahe die füsse abgefroren und selbst im pub wurden wir anschließend nicht mehr richtig warm. damit mir das bei der cachetour nicht noch einmal passieren konnte, legte ich mir noch am samstag abend die dicke warme wäsche bereit. tja, und jetzt können wir dreimal raten, wie die temperaturen dann am sonntag früh waren ... richtig: fast zweistellige temperaturen, was sonst?

meine kamera hatte alles andere als einen ruhigen tag. bei jeder station musste sie aufnahmen der anweisungen machen. ob im sturm, ob im regen - egal. hier zeige ich mal eine entspannende aufnahme vom weg zwischen station x und y (die angaben sind natürlich streng geheim!!!!).
der wind pfiff eisig übers feld und wir waren mehr als froh, als wir für eine weile in den schützenden wald tauchen konnten.



Sonntag, 22. November 2015

suppenwanderung, die 8.

die planungszeit für die diesjährige suppenwanderung war ein wenig knapp bemessen und so legten wir die route direkt vor unsere haustüre. wie kombinierten einfach die schönsten pfade, die wir kannten und ruckzuck stand die strecke. dann trudelten die anmeldungen ein: 20 leute, 30, schließlich 38. na, das wird was werden ... wir hatten die leise hoffnung, dass das regenwetter die zahl der mitwanderer nochmal kurzfristig reduzieren würde, aber nichts wars. strahlender sonnenschein weckte uns in der frühe und so machten wir uns frohgemut auf den weg.

wär ich nicht mit dabei, würd ich es nicht glauben. was für ein wetterchen!
beim vorwandern war das bunte laub noch in den bäumen gehangen, jetzt wirkte alles ganz anders. und die sonne wärmte richtig.

:-)
und die wetter-app hatte doch recht: schneeschauer wechseln sich ab mit sonne. egal. schirm aufgespannt und weiter. die kleinen schneekügelchen prasselten allerliebst auf den regenschirm.
einer meiner 15 lieblingspfade.
es wurde höchste zeit für eine pause. und pünktlich dazu kam die sonne wieder raus.
hier saßen wir schon so oft und haben während unseren nachtwanderungen rast gemacht, dass wir diesen ort den "schnapsplatz" getauft haben. prösterle! zwei drittel der tour waren geschafft und alle noch wohl auf. und damit das auch so bleibt, ließen wir schön die flachmänner kreisen.
der letzte anstieg. eigentlich der zweitletzte, aber die bande meuterte. gibts denn so was? die waren hungrig auf suppen und so gings schnurstracks zum suppenlaster zurück. dabei wäre der ausgelassene berg soooo schön gewesen ....

geschafft! alle waren wieder heile zurück! die suppen noch heiß und zuhause lockte die warme badewanne ... ein herrlicher tag.




Donnerstag, 19. November 2015

daheim isch's au schee

von wegen rallye und dosensuchen im alten depot : pünktlich zum wochenende lag ich platt und erkältet auf dem sofa und das jeepchen blieb in der garage. ein sabotageakt meines weckers, der keine lust auf samstagsarbeit hatte? muss ich mal ein ernstes wörtchen mit dem reden ...

Sonntag, 8. November 2015

eile mit weile

das war ja beinahe picknick-wetter beim jeeptreffen. ich konnte mit offenem dach fahren und saß in kurzen ärmeln in der warmen sonne auf der terrasse. allerdings musste ich nachmittags wieder zu hause sein und so kamen cruisen und schnüffeln ein wenig zu kurz.

im konvoi fuhren wir bei schon fast sommerlichen temperaturen richtung rheingau zu einer straußenfarm. wir konnten dort warm essen, allerdings statteten wir den straußen vorher einen besuch ab und waren hingerissen von den schönen augen ... die bedienung wunderte sich ein wenig, dass plötzliche so viele pommes-pur-portionen bestellt wurden :-D
im frühen nachmittag verabschiedete ich mich bereits und machte mich ziemlich direkt auf den weg nach hause.
mal kurz rechts ran, um ... naja ... und schon stand ich vor einem verdächtig eingezäunten gelände. eindeutig schnüffelwürdig, aber heute nicht. ich komm ja zum glück recht bald wieder.
es gelang mir einfach nicht, in einem rutsch durchzufahren. immer wieder setzte ich den blinker, hielt kurz an, schaute in die landschaft (oder auch mal unters auto), dann ging es wieder weiter. nächstes wochenende fahr ich in die eifel zur rallye, da hab ich ganz viel schnüffelzeit. schön.



Donnerstag, 5. November 2015

spuren der vergangenheit

in den letzten wochen habe ich mich insgeheim immer ein wenig geduckt, wenn mir ein silberblaues fahrzeug mit dachaufbau begegnete, wusste ich doch seit über einem jahr, dass jeepchens reifen nicht mehr allzu frisch waren. aber mit dieser bodenfreiheit nutzt ducken halt auch nichts, also  schob ich es nicht mehr länger auf und ließ mir neue reifen montieren. die wartezeit nutzte ich, um endlich einmal den verlassenen bahndamm zu erkunden, der zur alten, gesprengten hindenburgbrücke führt.

ich hatte mich auf einen gemütlichen spaziergang eingestellt und kam schon beim erklimmen der steilen böschung ins schwitzen. gespannt wartete ich darauf, dass mein gps-gerät die satelliten-signale laden und mir den abstand zur nächsten dose anzeigen würde. 20 meter. moment ... 20 meter? das ist doch da unten am fuss der böschung!? och nee ....
eine machete wäre keine schlechte begleiterin gewesen ... zum glück gibt es noch andere schnüffler und ich konnte einem schmalen, ausgetretenen pfad durch den dschungel folgen. ich erreichte die alte eisenbahnbrücke.
unter mir brauste der autoverkehr von wiesbaden nach rüdesheim und zurück. gab es für mich am ende des bahndamms die möglichkeit, wieder in die zivilisation zurück zu kehren oder musste ich den ganzen mühsamen weg wieder zurück kriechen? letzteres erschien mir zu anstrengend und so schluch ich mich weiter durchs gebüsch.
um überhaupt hier hin zu kommen, war ich durch ein großes loch in einem maschendrahtzaun geschlüpft und hatte eine alte stacheldrahtbarriere überwunden. DIESES FOTO DÜRFTE ALSO GAR NICHT EXISTIEREN!!! konnte ich es wagen, weiter zu gehen? das auto unter dem gewölbe, das fahrrad und die videokamera an der hauswand waren wir mich nicht geheuer ... ich entschied mich für einen geordneten rückzug.
durch eine lücke in der vegetation kletterte ich die steile böschung hinab und dann stand ich davor: den resten der hindenburgbrücke. und da oben, da hatte ich mich vorhin getummelt und hatte den landfrieden gebrochen. zum glück hatte ich mich nicht weiter getraut - wie auf dem präsentierteller wär ich da gestanden. was peinlicheres gibt es nicht für schnüffler.
das wäre ein bequemerer abgang gewesen, aber ich hatten den bolzenschneider nicht dabei gehabt ...
um unbemerkt von den abendlichen spaziergängern eine weitere dose zu bergen, machte ich einen auf fotokünstlerin. aber über diese trümmerlandschaft staune ich sowieso immer wieder. schließlich machte ich mich auf den rückweg zum auto und den neuen reifen. hm. dieser gummiduft!



Sonntag, 1. November 2015

hat das jemand hierher gebeamt oder wie kommt das hier hin?

in einer geocaching-fotogalerie hatte ich vor wochen ein bild von fröhlich lachenden menschen vor der stahltüre eines bunkers gesehen, natürlich sofort den GC-code nachgeschaut und nicht schlecht gestaunt: das ding liegt quasi vor meiner haustüre. und noch dazu in einem gelände, von dem ich dachte, ich hätte dort schon alle geheimnisse gelüftet. die brennende frage, wie sich so etwas so lange vor mir verstecken konnte, ließ mich nicht mehr los. ich musste mir das ganz genau anschauen.

ich wusste ja, dass von der bundesstraße so einige wege zum alten standortübungsplatz abzweigen, aber dieses unscheinbare, mit einer schranke gesicherte "sträßchen" habe ich bisher noch nie beachtet.
das ist doch einfach nur ein traum, oder?
ich kriegte mich kaum noch ein: ein bunker! und wie bildschön! in der cachebeschreibung lautete die aufgabe, die bunker zu zählen, weil wir damit später die entfernung zum final ermitteln mussten. ich war mit einem cache-freund unterwegs, er machte brav eine strichliste, ich notierte mir im gps-gerät die jeweilige position. man weiß ja nie ...
genauestens inspizierten wir den einzigen bunker, dessen tore nicht zugeschweißt waren. der raum war nicht allzu groß und ordentlich ausgeräumt. in einem anderen bunker linsten wir durch einen spalt und erspähten große rollen mit maschendraht.
was passiert, wenn wir den schalter umlegen?
insgesamt kamen wir auf 20 bunker, die entlang einer asphaltstraße aufgereiht lagen. mir blieb unbegreiflich, warum mir bei meinen ausgiebigen satellitenfoto-auswertungen dieses gelände bisher nie aufgefallen war. weil es so schön eingewachsen ist? von tiefen taleinschnitten umgeben liegt? mein blick von den einrichtungen rundherum abgelenkt war?
wir hatten unsere aufgabe erfüllt, die dose gefunden und machten uns zufrieden auf den rückweg. ich schüttelte immer noch den kopf: "das gibts doch nicht. so viele bunker! und ich kannte die noch nicht!"
die schatten wurden schon deutlich länger, aber wir hatten noch eine dose im visier. ich parkte das jeepchen an den parkplatz-koordinaten, die etwa so beschrieben waren: "wem der unterbau seines autos wichtig ist, der parkt am besten hier." hm. eigentlich hätten wir das richtige cachemobil für einen drive-in dabei ... ;-)
na gut, hier hätte zwar der unterboden nicht gelitten, aber über den kleinen abhang da oben, da wär das jeepchen nur gekommen, wenn die spiegel nicht weiter als schulterbreit auseinander gestanden hätten ... und da kann der dieselpreis noch so sinken, das kriegen wir nicht hin.
was für ein schöner und spannender tag! für die kommende woche hatte ich noch einmal viel sonne und leuchtende herbstfarben gesammelt, denn wer weiß, wie lang der indian summer noch anhält. die ersten frostnächte stehen an und einige bäume werfen schon ihr laub.