Mittwoch, 29. November 2017

schnee!

beinahe täglich erinnerten mich die warnmeldungen des deutschen wetterdienstes daran, dass winter war: leichter schneefall über 400 meter. es wurde also höchste zeit, einmal wieder durch den wald zu stromern.

den kleenen parkte ich am forellengut, heute wollte ich nochmal den bleibeskopf in angriff nehmen. hoffentlich ohne schiesserei ...

recht schnell kam ich wieder vom wege ab und genoss die stille im wald.

das kalte wasser. einer meiner lieblingsbäche im taunus!

wie oft waren wir diese wege mit den mountainbikes gefahren!

stille. stille. stille. es war der reine genuss, hier durch den wald zu streifen.


ich wunderte mich, wieviel grün im wald zu sehen ist. grün, so hatte ich vor kurzem gelesen, ist die farbe des lebens. ja, das ist es hier. lebendig.

und nass. das ist es hier auch.

sie haben ihr ziel erreicht! tatsächlich, ich war am bleibeskopf angekommen.

sonne und wolken wechselten sich ab.

für meine mittagspause richtete ich mich gemütlich ein und eröffnete das büffet. die ollen kekse, die ich dabei hatte, daran biss ich mir schier die zähne aus ...

die lange mittagsrast hatte mich ausgekühlt und ich wärmte mich auf, indem ich dem weg bergan folgte. und da fand ich ihn dann, den schnee.

immer wieder gingen schneeschauer nieder. ich fand es an der zeit, mich an den rückweg zu machen.

schleunigst zog ich mir das mützchen über die ohren. denn jetzt legte der schnee erst richtig los. bis ich am auto ankam, schien zwar die sonne wieder, aber ich hatte noch ein kleines häufchen schnee auf dem deckel des rucksacks liegen. jetzt heim, ab ins warme.

Freitag, 24. November 2017

und wieder wird geschossen

nach den ganzen ausflügen zog es mich in den taunus. ich packte rucksack, wanderschuhe und heisses wasser in die thermoskanne und los ging es.

ich fackelte nicht lange und schlug mich gleich nach dem parkplatz in die büsche.

anvisiert hatte ich den bleibeskopf. der lag ein gutes stück hinter dem lindenberg und genau den nahm ich gerade in angriff.

ganz ungeplant war ich auf wege gestoßen, die ich erst einmal, vom berg herab kommend, gegangen war.

zunächst hatte ich mich über das im wald abgestellte auto gewundert. ich hatte eindeutig zu viele krimis gelesen und gesehen in letzter zeit ... dann entdeckte ich den jäger auf seinem hochsitz im wald. ich winkte ihm zu. gerade, als ich mich zu einem mittagsimbiss niederlassen wollte, sah ich diese kühltasche. nanu? ich erinnerte mich wieder an meine krimis ... schüsse knallten im wald. ich warf mutig einen blick in die kühlbox. proviant. also war heute treibjagd. nur wo? auch darauf kam ich ziemlich schnell, denn als ich weiterging, geriet ich mitten hinein. ein älterer jäger winkte mich zu sich und lud mich ein, das ende der jagd bei ihm auf dem ansitz abzuwarten. eineinhalb stunden lang unterhielten wir uns, lachten, guckten in den wald. kein wild in sicht (wahrscheinlich hatten wir zu laut gelacht).

die treibjagd war beendet, ich konnte weiter. das war auch dringend nötig, denn mittlerweile war ich ordentlich durchgefroren. kaum hatte ich mich warmgelaufen, setzte regen ein. ich legte einen zahn zu. mein warmes, trockenes sofa rief laut nach mir.

Donnerstag, 23. November 2017

heute schießtag

kurz hinter aachen kurvten wir über schmale belgische sträßchen, froren im hohen venn und gerieten zum glück nicht unter beschuss.

aaahhh! diese endlose weite! die engen sträßchen! kreuzungen ohne wegweiser! stundenlang könnte ich hier herumkurven!

unvermittelt tauchen die drachenzähne auf.

ein kalter wind fegte über das hohe venn.

allzu lange hielten wir es nicht aus auf den bohlenwegen. zum wind gesellte sich regen, der zunehmend stärker wurde. rasch kehrten wir zum auto zurück.

nach einem leckeren mittagessen in monschau wollten wir noch einmal ins belgische rüber. aber, äh, schiesstag? rote ampel? nee, dann lieber doch nicht. wir trollten uns nach hause.

Mittwoch, 22. November 2017

erinnerungen an london

und weiter ging es mit den stadtbesichtigungen: aachen stand auf dem plan.

wir trafen im dom ein, als gerade eine ökumenische meditation stattfand. wunderschön!

brennt das am anfang oder am ende?

rund um den dom erinnerten mich die gassen und häuser an london.

hinter dem rathaus war eine kneipe an die aussenwand geklebt. auch das erinnerte mich an london, an die gemütlichen pubs. ich steckte die nase in den schankraum, es war alles andere als gemütlich drin.

Dienstag, 21. November 2017

eine altstadt, die neu entsteht

nachdem ich in der letzten zeit so viele schöne städte gesehen hatte, wollten wir uns heute einmal frankfurt aus einem neuen blickwinkel anschauen. wir bummelten durch die stadt, gingen ins architekturmuseum und warfen einen blick in die neue altstadt.

schön ordentlich wie sich das gehört, sassen die möwen am eisernen steg. warteten sie auf die eröffnung des weihnachtsmarktes? das dauert noch eine weile, jungs und mädels.

das sieht schon einmal richtig gut aus. noch waren die bauarbeiten in vollem gange, nächstes jahr gibt es wohl noch mehr zu sehen.

Montag, 20. November 2017

unglaubliche akustik

zum abschluss meiner zeit im teutoburger wald stattete ich paderborn noch einen besuch ab.

vorgestern sind wir am wegweiser nach "altenbeken" vorbei gefahren. altenbeken - da klingelte etwas. eisenbahnviadukt. europas größter kalksteinviadukt, wie mir die beschreibung zum geocache erklärte. im regen suchte ich das döslein und wartete, dass sich ein zug zeigte.

sehr beeindruckend.

in paderborn suchte ich erst einmal die regen- und windgeschützen räume des domes auf. ich staunte über die hinweisschilder zum "hasenfenster" und folgte den pfeilen. im kreuzgang war jedes fenster anders gestaltet. und das hier, das ist das hasenfenster. neben dem dom liegt eine unscheinbare kapelle, die bartholomäuskapelle. sie hat eine einzigartige akustik und ich hatte sie ganz allein für mich.

ich wollte in der innenstadt ein schönes cafe finden, aber ich fand nix. nur kohlrouladen in einer metzgerei. immerhin.

und hier, ganz in der nähe des domes, entspringt das flüsschen pader. jetzt aber schnell zurück ins warme und trockene auto - und heim.

Sonntag, 19. November 2017

eine stadt voller ratten

hameln interessierte uns, wir fuhren hin, parkten, gingen richtung touristinformation und trafen auf eine stadtführerin, der wir uns spontan anschlossen. toll!

die stadtführerung war sehr interessant! niemals hätten wir all das erfahren können, wenn wir einfach so durch die stadt gegangen wären.



das museums-cafe merkten wir uns für eine einkehr bei kaffee und torte vor. und zum aufwärmen!


auch im dom konnten wir uns aufwärmen. und in der krypta die wunderbare stille genießen.

kloster und schloss corvey lagen bereits im winterschlaf.

wir wanderten um die klostermauern herum und freuten uns über die warme und helle sonne. nur sekunden später duckten wir uns bereits wieder unter unseren regenschirmen.

ab, zurück ins trockene auto!




Samstag, 18. November 2017

besuch beim hermann

die sonne war einem scharfen wind gewichen, der immer wieder regenschauer mit sich brachte. heute wollten wir eine kleine tour durch den teutoburger wald machen: zu den externsteinen, zum hermannsdenkmal und zum aufwärmen nach detmold.

der kassenwart an den externsteinen winkte uns erst einmal durch. "zahlen sie beim rausgehen!" er wollte erst einmal ankommen und seinen kaffee trinken. recht hatte er. der wind war eisig kalt.

das alte kassenhäuschen bei hermann war hingegen gar nicht mehr besetzt.

schön feste das mützchen festhalten. nicht, dass es uns bei diesem blick unter hermanns gewand umgehauen hätte, aber der wind wehte hier oben in einer stärke, da flohen wir schnell wieder zurück zum auto.

von da kam der kalte wind. bibb.

in detmold wärmten wir uns erst einmal im cafe ordentlich auf. dann streiften wir durch die gässchen und am schloss vorbei.

eine schöne altstadt gibt es in detmold.

und ein gutes brauhaus samt gutem bier. wir liessen den tag ausklingen.

Freitag, 17. November 2017

auf spurensuche

für ein paar tage fuhr ich in den teutoburger wald. vor ein paar jahren war ich einmal an den externsteinen gewesen, aber ansonsten kannte ich dort nichts. also zog ich das gps-gerät zu rate und sah: ah, da gibt es etwas zu schnüffeln.

ich war auf dem weg in ein verlassenes depot, in dem munition gelagert worden war. aber sollte das die zufahrt sein?

das sah schon eher danach aus. abgesehen vom depot gab es hier auch noch etliche dosen zu finden und so war die wanderung recht kurzweilig.

jetzt gings ans eingemachte.

in der geocache-beschreibung war dieser ort als "stellplätze" benannt. was war hier abgestellt worden? heute badete in der schönen pfütze ein raubvogel, der schnell wegflog, als er mich kommen sah.

hm. wo waren die bunker, die ich erwartet hatte? dieses sträßchen war schon sehr lange nicht mehr benutzt worden, das passte schon, aber an der nächsten kreuzung wich der asphalt einem normal befestigten waldweg. und nun?

so war das also! auf dem gps hatte ich eine ebenmässige schleife gesehen, zwar ziemlich eng für eine bunkeranlage, aber man weiss ja nie ... jetzt war das rätsel gelöst: da waren sie, die bunker. zugeschüttet. die wildschweine freute es.

ein einziger bunker war noch zu sehen. ich linste in den offenen türspalt, wald-gerätschaften schienen darin gelagert zu sein. ich traute mich so ganz allein nicht rein, schließlich war ich nachmittags noch zum torte-essen verabredet.

der morgennebel war heller sonne gewichen.

auch hier verbargen sich noch döschen. die verstecke und dosen waren wirklich einfallsreich gemacht.

mit flottem schritt ging es zurück. die torten warteten.