Mittwoch, 30. Dezember 2015

zum jahresausklang in die rhön

bevor ich mich in die vorbereitungen zur ultimativen silvesterparty stürzte (ein paar leckereien, eine ordentliche auswahl an alkoholischen erfrischungsgetränken, gemütliche sitz- und lümmelgelegenheiten, warme decken und vier folgen miss marple, natürlich mit margaret rutherford) fuhr ich noch einmal in die rhön, um durch die kaskadenschlucht zu wandern und abends in mellrichstadt ein leckeres abendessen zu genießen.

kalt war es in der rhön, aber wir hatten uns zuvor mit kaffee und apfelstrudel mit allem drum und dran (mmmmhhh, lecker!) gestärkt und stiegen frohgemut durch die kaskadenschlucht bergan.

wir hatten beinahe die höhe erreicht, nebel kroch durch die bäume.

das rote moor war komplett in nebel gehüllt. die perfekte stimmung für diesen ort.

der bohlenweg war höllisch glitschig und wir mussten ganz schön aufpassen, dass wir nicht ausrutschen. immer wieder tauchten aus dem nebel weitere wanderer auf.

wir machten uns auf den rückweg. das war die erste wanderung mit meinen mädels, auf der wir keinen gipfelschnaps tranken. ich glaube, es zog uns zurück ins warme ...

die letzte gelegenheit in diesem jahr, das jeepchen einzusauen. aber allzu lange hielt die pracht nicht. am nächsten morgen, nachdem ich noch über die zugefrorenen scheiben die stirn gerunzelt hatte, wusch ein eisregen alles wieder runter. zum glück war ich auf der piste, bevor der ganze jeep unter einer nahtlosen eisschicht verschwunden war ...

Sonntag, 27. Dezember 2015

wer hat denn jetzt die weihnachtsstimmung versteckt?

ich wachte früh morgens auf und freute mich: endlich urlaub! sommer, sonne, urlaub!
oder so ähnlich. denn eigentlich sollte weihnachten sein. kalt, schnee nicht unbedingt, nur auf den straßen, unter meinen reifen - das hätte mir ja gereicht. aber stattdessen schien hell die sonne. morgens. mittags. abends. meine weihnachtsvorfreude hielt sich schwer in grenzen. und dennoch genoß ich die freien tage im schwarzwald.


da musste meine kamera ganz schön die linsen zukneifen. das helle licht zur weihnachtszeit ist zwar hell, aber der lauf der sonne trotzdem noch ganz schön flach. der kürzeste tag im jahr ist schließlich gerade einmal ein paar tage her. ich machte einen kurzen abstecher in den wald.

wir waren auf dem weg zur baldenweger hütte. ein enges, rumpeliges sträßchen führt bis wenige kilometer vor die hütte, den rest gabs zu fuß. gegenverkehr war zum glück rar. die kauften wohl die letzten geschenke ein. oder packten "verstärkt" geschenke ein, wie der to-do-plan im weihnachtsratgeber riet.

oben am feldberg lagen noch vereinzelte schneefelder. der wind brachte kalte luft von dort herab. die fotosession fiel entsprechend kurz aus.

das ist eine aussicht! wir träumten davon, über schmale pfade zu wandern und hier, in der hütte, die nacht zu verbringen. abends in die dämmerung zu schauen, morgens das erste tageslicht erwarten. einen grog in der hand. oder ein alkoholfreies bier. dann weiter zu ziehen. aber das nächste jahr ist schon recht verplant. also übernächstes. vielleicht.

diese blicke sind es, die mich raus ziehen. immer wieder aufs neue.

da schau her! nicht nur mir war warm, auch der natur. die himmelsschlüssel mögen sich über die noch immer langen nächte etwas wundern ... was werden sie sagen, wenn dann irgendwann nochmal schnee fällt?

diesen weg fahre ich immer, wenn ich im schwarzwald bin. aber um diese jahreszeit ist er normalerweise zumindest vereist. oder ich blinzle durch schneeflocken. aber nicht in die strahlende sonne wie hier.

jedes jahr kommt ein weiteres stückchen zu meiner "straßen-die-du-gefahren-haben-musst"-sammlung dazu. das hier ist das wolfloch. wir dürften das eigentlich nicht fahren, denn es ist auf 1 meter 60 breite beschränkt. aber ist es soooo schön!

unterwegs genossen wir eine ausgedehnte pause in der sonne.

ja, das ist der vorteil, wenn man auf saisonkennzeichen verzichtet. ein ausritt mit dem mustang ist somit auch zur weihnachtszeit noch möglich. bei entsprechender witterung ist die richtige bereifung dann auch kein thema.

ein neuer weg in meiner sammlung (siehe oben). ich kannte ihn bisher nur von der bergseite aus und versuchte nun, den einstieg vom tal aus zu finden. natürlich verfuhr ich mich und lernte die umgebung nochmal ein stück weiter kennen. bis wir schließlich auf der richtigen spur waren, brach die dämmerung herein. was schnüffelfahrten auf schmalen wegen wesentlich einfacher macht, weil gegenverkehr durch die scheinwerfer viel besser zu erkennen ist. hoffentlich.

warten auf die maus.

die rückreise unterbrachen wir, um einen der zahlreichen westwallbunker zu suchen. der hier steht an einer bundesstraße und gab sich zunächst äußerst unauffällig. als wir dann davor standen, staunten wir nicht schlecht. irgendjemand hatte die anlage so gestaltet, als ob das bunkerchen nichts anderes als eine etwas ungewöhnliche gartenhütte wäre. steinstufen und rasenrandsteine inclusive. ein netter rasenmäher-überwinterungsort, nicht wahr?

Sonntag, 20. Dezember 2015

entspannt in die röhre gucken

weihnachtsstreß? für mich nicht mehr. zwei tage lang blieb ich auf dem sofa und ließ es ruhig angehen. hektik hatte ich die letzten wochen mehr als genug gehabt.

endlich ruhe.


Sonntag, 13. Dezember 2015

gegen reisefieber hilft nur eins

die letzten tage hatte ich zunehmend entzugserscheinungen gespürt. schon auf dem weg zur arbeit hätte ich am liebsten den blinker gesetzt und wäre einfach meiner nase nach gefahren. ich wollte reisen, schmiedete reisepläne, träumte vom reisen. und heute war es endlich soweit: jeeptreffen. endlich war ich wieder unterwegs.

ich hatte mir den wecker extra eine stunde früher gestellt. sonntag hin, sonntag her. ich wollte zeit haben zum fahren und gucken und fahren und gucken und ...


da stehen sie in reih und glied, all die schönen jeeps.

ich hatte noch knapp eineinhalb stunden tageslicht zur verfügung und die wollte ich bis zur neige auskosten. zwar war ich keine 50 kilometer luftlinie von daheim entfernt, aber wie man relativ wenig strecke in relativ viel zeit steckt, darin hatte ich ordentlich erfahrung.


nein, hier war ich garantiert noch nie gewesen. und ob ich nochmal herfinden würde?

leider ist die landschaft gespickt mit verbotsschildern - und zwar sowas von konsequent. dieser weg war die ausnahme und selbst hier verzichtete ich darauf, zu schauen, wie weit ich legal fahren konnte. es waren schlicht zuviel jogger und hundeführer unterwegs.

die dämmerung brach herein und ich fuhr ein vorletztes mal rechts ran. in meinem hörbuch-krimi war kommissar grauner gerade im begriff, den mord vom gletscher aufzulösen.

für heute war ich vom reisefieber kuriert. zum abschluß grinste ich nochmal innerlich über das "schräg parken"-schild. männerparkplatz, oder was? :-D

Samstag, 5. Dezember 2015

auf ein klitzekleines glühweinchen nach stuttgart ...

kinder, wie die zeit vergeht ... nächste woche ist schon das jahresabschlusstreffen mit den jeep-leuten, in der kühlkammer liegen die weihnachtsplätzchen zum "reifen" (o-ton: die müssen noch etwas liegen) und überhaupt ist alles ein wenig hektischer geworden in den letzten zwei wochen. höchste zeit also, wieder ein zugticket zu lösen und nach stuttgart auf den weihnachtsmarkt mit meiner freundin zu fahren.

was für ein wetterchen. wofür hatte ich eigentlich mütze und handschuhe eingepackt?

naja, so richtig verändert hat sich hier auch nichts, oder?

wir ließen es gemütlich angehen. zuerst einmal als beilage eine handvoll belgische pralinen kaufen, dann ins cafe und gemütlich einen milchkaffee (mit pralinen!) genießen und zum abschluss beim udo snack mit einem leckeren cheeseburger die grundlage für den glühwein legen. wir waren gerüstet! es konnte los gehen!

nicht wirklich glühwein-wetter, aber egal. ein nikolausi (glühwein mit amaretto und sahne) und ein blonder engel (eierpunsch mit sahne) mussten sein. einer? auf einem bein steht sich's schlecht ...

wir hatten genug vom gedränge und machten uns auf den rückweg zum bahnhof. noch kurz am schaumkuss-stand vorbei und eine frau bestaunen, die einen kinderwagen schob: sie hatte das handy am ohr und das kleinkind im wagen das handy in der hand, den blick gebannt darauf gerichtet. noch nicht laufen können, aber das handy halten ... sachen gibts.

mit dem ec aus klagenfurt ging es wieder heim. kaum hatte ich das abteil ganz für mich allein, schaltete ich das licht aus und schaute in die nacht.