die letzten tage hatte ich zunehmend entzugserscheinungen gespürt. schon auf dem weg zur arbeit hätte ich am liebsten den blinker gesetzt und wäre einfach meiner nase nach gefahren. ich wollte reisen, schmiedete reisepläne, träumte vom reisen. und heute war es endlich soweit: jeeptreffen. endlich war ich wieder unterwegs.
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| ich hatte mir den wecker extra eine stunde früher gestellt. sonntag hin, sonntag her. ich wollte zeit haben zum fahren und gucken und fahren und gucken und ... |
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| da stehen sie in reih und glied, all die schönen jeeps. |
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| ich hatte noch knapp eineinhalb stunden tageslicht zur verfügung und die wollte ich bis zur neige auskosten. zwar war ich keine 50 kilometer luftlinie von daheim entfernt, aber wie man relativ wenig strecke in relativ viel zeit steckt, darin hatte ich ordentlich erfahrung. |
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| nein, hier war ich garantiert noch nie gewesen. und ob ich nochmal herfinden würde? |
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| leider ist die landschaft gespickt mit verbotsschildern - und zwar sowas von konsequent. dieser weg war die ausnahme und selbst hier verzichtete ich darauf, zu schauen, wie weit ich legal fahren konnte. es waren schlicht zuviel jogger und hundeführer unterwegs. |
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| die dämmerung brach herein und ich fuhr ein vorletztes mal rechts ran. in meinem hörbuch-krimi war kommissar grauner gerade im begriff, den mord vom gletscher aufzulösen. |
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| für heute war ich vom reisefieber kuriert. zum abschluß grinste ich nochmal innerlich über das "schräg parken"-schild. männerparkplatz, oder was? :-D |
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