Dienstag, 31. Dezember 2013

mal wieder zu spät

ich bin mal wieder zu spät dran. der sommer war verregnet, halloween hab ich wegen arbeit bis zum abwinken verpasst, der adventskranz spendete schönes licht, aber die weihnachtsstimmung blieb aus, heiligabend bin ich mit allzu dünnen schühchen durch die gegend gehüpft und heute abend geht das jahr schon zu ende und ich hab weder einen jahresrückblick gemacht, noch das horoskop fürs nächstes jahr gelesen. ob das jetzt etwas wird?

guten rutsch und alles gute im neuen jahr!

es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird

guten rutsch

und alles gute im neuen jahr!


Donnerstag, 26. Dezember 2013

ein weihnachtswunsch geht in erfüllung

in den letzten tagen haben wir uns alle mühe gegeben: den teller leer gegessen, nicht geflucht und nicht gestritten ... kurzum: wir sind brav gewesen. und es hat sich gelohnt!

es begann zu schneien.


wir packen uns warm ein und erkunden die lage. wie tief ist der schnee? der untergrund, ist er gefroren? hält die weiße pracht bis morgen?


am nächsten morgen die gewissheit: das wägelchen sieht aus, als ob es sich im schnee gewälzt hat, das verspricht eine menge spaß.


mit einem nassen hintern lässt sich schlecht fahren, also schwingen wir besen und schaufel und befreien den fluchtwagen von seiner weißen hülle. allrad rein und nix wie ab.


vorgestern war hier alles noch grün und wir haben uns am feuchten, roten sand des weges ein wenig eingesaut, heute ist alles nur noch still und weiß und wunderbar.


der schnee ist oben auf der höhe nun gute 15 cm tief und das räumgerät schon eine ganz weile nicht mehr hier gewesen. es ist einfach herrlich, zu fahren.


inzwischen hat es die lüftung endlich geschafft, die scheibe beschlagfrei zu kriegen, wir haben warme sitzchen und ein dickes grinsen im gesicht. wir nehmen das letzte stück dieser schönen strecke in angriff.


im ersten gang kriechen wir die engen, steilen kurven hinab und landen doch viel zu schnell wieder auf der breiten bundesstraße. seufz, was war das schön!


Dienstag, 24. Dezember 2013

grüne weihnachten

für dieses jahr haben wir genug gearbeitet: endlich urlaub! wir packen unsere siebensachen zusammen, bestücken den wagen mit notfallschneeausrüstung (solch eine kinderschaufel hatte uns schon während unserer enten-karriere beste dienste geleistet) und ziehen los.


die ernüchterung folgt bald: schnee liegt noch in schattenecken oder auf winterseiten, aber nicht da, wo wir ihn uns gewünscht hätten: unter unseren rädern. immerhin glänzen hier und da ein paar eisplättchen und denen werden wir uns auch noch widmen.


zum beispiel hier: das betreten der eisflächen ist verboten, baden sowieso, und so wandern wir um diesen von einer einmaligen "gewölbereihenstaumauer" gestauten see herum, genießen die stille und bestaunen die spiegelung des waldes in der zuweilen wundersam strukturierten eisfläche.


die sonne wirft helle streifen zwischen die bäume, das moos leuchtet im licht und ohne schnee unter unseren füßen kommen wir gut vorwärts. hat doch was, so grüne weihnachten.


das denken wohl auch andere. wozu ein saisonkennzeichen beantragen, wenn es sich in der dunkelsten jahreszeit noch so unbeschwert durch den wald kurven lässt.

flundern-alarm an heiligabend



Dienstag, 17. Dezember 2013

im spessart sind die räuber oder: gut gans - eine bildergeschichte

den besten tag im dezember haben wir uns zum gänseessen im spessart ausgesucht. nicht, dass es woanders nicht auch gute gänse gäbe, aber die spessartgänse haben es uns angetan. ganz zu schweigen von den spessart-sträßchen ...


auf den schattigen seiten des tales ist es eisig kalt und unsere dringenden bedürfnisse schieben wir auf, bis wir wieder auf die sonnenseite wechseln. bibber ...



das sträßlein bietet uns schöne ausblicke in die landschaft und in die kleinen städtchen. im windschatten des vorausfahrenden lkw schnurren wir über den asphalt.


wir sind um jedes der PSlein unter unserer kleinen motorhaube froh, der bauch spannt doch ein wenig ...
die gans war wie erwartet köstlich hoch zehn und wir machen uns zu einem kleinen verdauungsspaziergängchen, ach nein, verdauungsschnüffeltourchen auf.


während das eine auge in die ferne schweift, tastet das andere die linien auf dem navi ab: da sind doch diese kleinen dünnen strichelchen, die sind doch ...


... hinweise auf schöne wege. wenigstens bis zum nächsten verbotsschild.


im schönen hafenlohrtal sind wir vor wenigen jahren einmal gewandert. es war nicht ganz so kalt damals, aber genauso schön.


wir staunen nicht schlecht, als wir dieses wildgatter passieren.


der tag neigt sich langsam dem ende zu. wir steuern den heimathafen an.


endlos scheinen wir durch die landschaft zu kurven. es ist eine wahre freude.


genug für heute. ab heim.


Freitag, 13. Dezember 2013

reiheralarm am eiswoog

wir haben die nase voll von diesem kalten winterwetter, setzen uns in den fluchtwagen und fahren nach süden. ausserdem wollen wir gut essen und dazu einen leckeren wein.
nach eineinhalb stunden fahrt setzen wir den blinker und verlassen die autobahn. wir sind in der pfalz angekommen.


wir haben hervorragend gewählt. das abendessen und die weine beglücken uns vollkommen, die angeleuchteten bäume spiegeln sich im nächtlichen see. und dann ist da noch die tortenauswahl ... natürlich haben wir ein hervorragendes dessert gehabt und natürlich sind wir mehr als satt. aber morgen ist auch noch tag ...

dieselgespräche unter cherokees
am nächsten morgen wandern wir direkt vom hotel los, wir wollen etwas bewegung und ein paar gut versteckte dosen bergen. die blauweiße markierung sollte uns direkt bis zu unserem ziel bringen ... nach ein paar kilometern hat sich die markierung allerdings in luft aufgelöst, vielleicht ist sie auch nach süden abgehauen, es ist doch empfindlich kalt heute morgen. aber egal: dank gps ist verlaufen schlicht unmöglich. denken wir uns so ...

romantisch ist's so im wald allein
die wege, die wir hier gehen, sind gut befahren, allerdings kaum begangen, unsere markierung unauffindbar. was soll es, wir wissen, wo wir hin wollen, den weg dahin werden wir schon irgendwie finden. wir peilen los.
und wie so oft, bewahrheitet es sich auch heute: wenn du dich verläufst, findest du ecken, die hättest du nie gefunden.

verlaufen ist schön

wir wissen, wir sind nahe der dose, denn die autobahn ist unüberhörbar. da müssen wir drunter durch, dann links, dann sinds noch ein paar hundert meter.

idyllisch im auge, autobahnlärm im ohr. hinter dem holzstapel da vorne braust der verkehr.
so nah sind wir der autobahn noch selten zu fuß gekommen und das törchen ist noch dazu nicht einmal abgeschlossen. ein wildschutzzaun. zum glück können wildschweine keine tore öffnen.


angekommen, dose geborgen, etwas proviant genascht, weiter geht es. ein paar meter noch begleitet uns die autobahn, dann schwenken wir nach süden und es wird wieder still im wald.


kiefernwald, soweit der blick reicht. wunderbar! kein mensch begegnet uns
(silberne flundern gibts hier: ein porsche auf abwegen)
und wir haben diese herrliche umgebung ganz für uns.


die zweite dose muss nicht gesucht werden, wir stolpern regelrecht drüber. und das, obwohl sie wirklich perfekt getarnt ist. aber wir haben mal wieder den weg verlassen und sind der gelben linie auf unserem gps-display gefolgt.
nun also, das tagewerk ist vollbracht, ein paar kalorien verbrannt, zeit, uns auf den rückweg zu machen, die torten warten!


ein würdiger abschluss! die törtchen halten, was sie gestern abend bereits versprochen haben und wir lassen nochmal den blick über den eiswoog schweifen.
der weisse fleck rechts von der mitte ist der schwan bei seinem mittagsnickerchen, heute morgen gesellte sich noch ein reiher dazu, der sich, zusammen mit einem weiteren reiherkumpan, jeden morgen ein fischlein aus den teichen holt. auch reiher wissen, was gut ist.


nach hause. aber nicht auf dem direkten weg.
ganz in der nähe ist ein wunderbares kleines örtchen mit einem alten kloster in der mitte, um das sich die straße herrlich windet, da wollen wir hin.


und dann führt die straße weiter nach südwest, durch täler und auf anhöhen, wird enger und ein wenig weniger belastbar, aber die 2,8-tonnen-marke knacken wir heute nicht, schließlich haben wir auf ein mittagessen verzichtet.


mehr und mehr schraubt sich die straße in die höhe, der nebel wird immer dichter, bis wir über einen schmalen grat fahren, gesäumt von rauhreif. auf unserem höhenmesser haben wir 0 grad längst erreicht.
ob heute auch gefahr von diesen blutsaugern droht?


irgendwie haben wir ja die stille hoffnung, dass irgendwann einmal die durchfahrt für anlieger, landwirte, einsatzfahrzeuge und so weiter auch einmal für "neugierige" oder "schnüffler" erlaubt wird, aber die rot-weiße barriere weist uns auch dieses mal wieder in die schranken. da hilft uns auch der grüne lack am fluchtwagen nicht weiter.


dann weiter in die nebelsuppe hinein. die straße ist zuweilen so eng, dass wir froh sind, dass uns keine weiteren autos begegnen. die sitzen bestimmt irgendwo gemütlich und wärmen sich an tee oder sonst was. uns hingegen kriecht langsam die kälte die beine hoch. eine große schwachstelle des fluchtwagen.
aber wofür gibt es lange unterhosen?


die zivilisation hat uns wieder. tempomat rein, ab nach hause. dieser ausflug war klasse!


Samstag, 7. Dezember 2013

wir empfehlen: spaziergänge an der frischen luft

jetzt ist sie da die jahreszeit, in der man sich am besten ordentlich warm anzieht, kuschelige decken auf dem sofa bereit hält und ein heißgetränk. aber wie schrieben die da dieser tage im erkältungsberater der fernsehzeitschrift? "spaziergänge an der frischen luft" - lässt sich schön schreiben vom warmen schreibtischchen aus, gell? schon mal raus geguckt? nebel, glätte, wind. lebensgefährlich ist das doch.

hilft aber alles nix, wir müssen raus. spätestens montag wieder ... und da hilft nur eins: ordentlich desinfizieren.

aber stilgerecht!





einsatzkommando im ländle

da sind wir doch ein wenig auf den geschmack gekommen bei unserem ausflug nach london. mitten durch die landschaft zu brausen, ohne auf ampeln rücksicht nehmen zu müssen und dann auch noch während voller fahrt ein bestimmtes örtchen aufzusuchen, das hat was.

welches gefährt wählen wir also heute für unsere reise ins ländle?


pünktlich gehts aus der bahnhofshalle, bei diesem zuggerät haben wir auch gar nichts anderes erwartet.
da fliegen sie dahin, die kleinen masten mit den drähten, leitungen und was-sonst-noch-alles.
keine ampel weit und breit.


bei der einfahrt in den stuttgarter bahnhof bleibt unser blick an den unzähligen gelben baukränen hängen. ein richtiger kranpark ist das. eine attraktion für männliche weihnachtsmarktbesucher, die keine lust mehr auf wärmenden glühwein haben? ein gigantischer männerspielplatz also? weit gefehlt. es ist der auftakt zu dem, was uns in der - können wir das wirklich so nennen? - bahnhofshalle erwartet. ein wenig erinnert uns der anblick an das berlin der frühen nachkriegsjahre.

nein, das ist kein lost place. oder vielleicht doch? es ist der hauptbahnhof der landeshauptstadt von ba-wü.
bei unserer reise in die berliner landeshauptstadt im letzten jahr haben wir nicht geprüft, ob es dort "berliner" zu kaufen und verzehren gibt. vermutlich heißen die dinger dort "kreppel" oder so. heute hingegen ist nicht nur der hauptbahnhof eine offenbarung, hier kann man auch "stuttgarter" verzehren.
äußerst lecker übrigens, die kerlchen.


dann mal auf ins getümmel. wir sind früh dran, das gedränge hält sich noch in grenzen und wir können die schön dekorierten weihnachtsbüdchen bestaunen.

unter diesem dach werden ganz hervorragend leckere alkoholische wärmungsgetränke ausgeschenkt
es gefällt uns richtig gut auf dem stuttgarter weihnachtsmarkt. selbst, wenn es an wenigen stellen mal eng wird, bleibt das publikum gelassen und der zugang zu den verpflegungsstellen ist immer frei. aus allen ecken erschnuppern wir die unterschiedlichsten gerüche wie stockfisch, früchte in schokolade, handgemachte seife, krautpfannen.

aber langsam wird es zeit, zurück zu fahren. nur: wie, verflixt nochmal, finden wir unser gleis?

das gleislabyrinth im stuttgarter bahnhof
unser züglein irrt wohl auch ein wenig durch die gegend, es hat nämlich 70 minuten verspätung. egal, dann können wir nochmal die weihnachtsdeko im bahnhofsgebäude bewundern.


in den zeiten von iphone und co. überzeugt uns nun auch das reservierungskonzept der deutschen bahn. hier kann nichts mehr schief gehen. wen interessiert jetzt noch ein stromausfall?


genug gestaunt. der zug fährt ein, wir nehmen das erste freie abteil, freuen uns über den schönen alt vertrauten zuggeruch und die ausklappbaren sitze, die uns an unsere jahrezehntelang zurück liegenden reisen erinnern, bei denen wir zu sechst, dicht gedrängt wie die sardinen, sanft schlummernd über ostdeutsche transitstrecken rumpelten. das waren zeiten!


nächstes jahr, das versprechen wir uns bereits heute schon, fahren wir wieder zum weihnachtsmarkt nach stuttgart. und vielleicht sogar noch weiter.