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Samstag, 7. Dezember 2019

stuttgart - schnappschüsse

nach stuttgart an 2 samstagen hintereinander. mit etlichen zugholpereien. aber schönen ausblicken.

wunderschön: die kirche am feuersee

aufschlussreich: die anzeigen im hauptbahnhof

Sonntag, 5. März 2017

stäffele nuf, stäffele nab

stuttgart. wieso ausgerechnet stuttgart? meine erinnerungen an die stadt sind äußerst zweispältig: im dezember bin ich immer einen tag dort auf dem weihnachtsmarkt. voll schön. vor allem der glühwein lecker hoch zehn und die leute entspannt. aber sonst ... ein missratenes vorstellungsgespräch in urgrauer zeit. später dann reisen mit der ente dorthin: erst sprang die zündkerze aus dem motorblock, dann versagte die bremse. noch nicht mal das auto wollte also nach stuttgart. und jetzt?

mitten im berühmten bohnenviertel. tagsüber war ich dort zu einem seminar gewesen, es hatte mir gut gefallen. nach dem abendessen machte ich mich noch einmal auf den weg. es war still im viertel. der himmel klar. alles war so lauschig und gemütlich. selbst dieser großzügige parkplatz.

ich wurde mutiger und wanderte weiter. dieses schöne gebäude ist die philharmonie. bissi kleiner als in hamburg, ja, aber auch etwas klassischer. direkt dahinter zeigte mir der stadtplan eine kleine fussgängerzone. ich zögerte: es war das rotlichtviertel. auch hier, wie bisher alles in dieser stadt: klein und ruhig.

auf dem weg zum schloss zurück verließ ich recht bald die königstrasse. dort war so viel los! hier war es wunderbar still. lauschig. und direkt am schlossplatz wartete der bus, der mich fast direkt bis zur jugendherberge bringen würde.

ich machte noch einen spaziergang über die uhlandshöhe und genoß den ausblick auf die riesige baustelle am bahnhof.

stuttgart liegt in einem kessel, die jugendherberge war steil oben am berg. noch steiler hinauf fuhr die ubahn. sogar eine zahnradbahn gibt es in stuttgart. und überall und zwischendrin treppen. stäffele, wie sie heißen. dieses stäffele brachte mich von der jugendherberge senkrecht den berg und über vier weitere stäffele bis fast zum bahnhof runter.

noch ein stäffele. an einem lost place, an den mich die dosen-koordinaten gelockt hatten.

viel zu schnell hieß es wieder abschied nehmen von stuttgart. ich gebs zu, die stadt hat mir sehr gut gefallen und ich will unbedingt wieder kommen. um durch die kleinen cafes, bistros und bars zu ziehen. und wieder bähnle zu fahren. und weitere stäffele zu entdecken.

Samstag, 3. Dezember 2016

advent, advent, der christbaum brennt

den ersten samstag im dezember habe ich gleich letztes jahr schon reserviert: da steht weihnachtsmarkt in stuttgart auf dem programm. und pünktlich zur reise gabs wieder sonne pur.

während ich die rauh bereiften wälder bewunderte und fotografierte, stand hinter mir ein mann, der nur noch darauf wartete, dass in darmstadt eine ganze sitzreihe frei wurde, die er in beschlag nehmen konnte: aus einer weißen serviette wickelte er ein weinglas, dann zog er aus der aktentasche eine flasche wein mit einem weißwein in einer kräftigen farbe. er schenkte sich ein - und bis stuttgart war die flasche so gut wie leer.

stuttgart mit seinen schön geschmückten marktbuden. hier gabs wildschweinwürschtel. aber uns zog es zum glühweinstand.

weihnachtsmarkt in stuttgart - das ist und bleibt einfach ein erlebnis. mit dem ec gings wieder heim. und den nächsten termin am ersten samstag im dezember hab ich im kalender gleich wieder reserviert. nur noch knapp 52 wochen bis dahin ...

Samstag, 6. Dezember 2014

im süden nichts neues

so recht schmeckt uns der glühwein noch nicht, uns fehlt einfach der schnee im advent. heute schauen wir mal, wie das in stuttgart ist, da liegt der schnee ja wenigstens auf den glühweinbüdchen.

wir lassen uns von der deutschen bahn chauffieren.


ob sich am bahnhof viel getan hat? letztes jahr lag hier ja noch alles drunter und drüber, die baustellen standen voller krane, so dass wir uns schon wunderten, wie die das schaffen, sich nicht hoffnungslos miteinander zu verhakeln.

so schaut es heute aus:


beinahe ein vertrauter anblick. hing der lappen letztes jahr auch schon runter?

in der stadt ist es dicht gedrängt, aber sehr entspannt. wir wärmen uns am glühwein, bewundern wieder die kleine dampfeisenbahn und gehen dann mal schauen, was aus der großen kranbaustelle geworden ist.

mal ganz ehrlich: die krane haben uns besser gefallen. jetzt ist daraus ein riesiges einkaufszentrum geworden, alles unter einem dach: shoppen, schauen, essen, trinken. wenigstens ist es warm. gerne kehren wir dem tempel des konsums den rücken zu.


den rückweg timen wir so, dass wir wieder den eurocity aus österreich erwischen. heute ist er rappelvoll, denn er ist pünktlich. aber ab bensheim haben wir dann das dunkle, gemütliche abteil für uns ganz allein. wir machen uns breit und genießen die ruhe.


Samstag, 7. Dezember 2013

einsatzkommando im ländle

da sind wir doch ein wenig auf den geschmack gekommen bei unserem ausflug nach london. mitten durch die landschaft zu brausen, ohne auf ampeln rücksicht nehmen zu müssen und dann auch noch während voller fahrt ein bestimmtes örtchen aufzusuchen, das hat was.

welches gefährt wählen wir also heute für unsere reise ins ländle?


pünktlich gehts aus der bahnhofshalle, bei diesem zuggerät haben wir auch gar nichts anderes erwartet.
da fliegen sie dahin, die kleinen masten mit den drähten, leitungen und was-sonst-noch-alles.
keine ampel weit und breit.


bei der einfahrt in den stuttgarter bahnhof bleibt unser blick an den unzähligen gelben baukränen hängen. ein richtiger kranpark ist das. eine attraktion für männliche weihnachtsmarktbesucher, die keine lust mehr auf wärmenden glühwein haben? ein gigantischer männerspielplatz also? weit gefehlt. es ist der auftakt zu dem, was uns in der - können wir das wirklich so nennen? - bahnhofshalle erwartet. ein wenig erinnert uns der anblick an das berlin der frühen nachkriegsjahre.

nein, das ist kein lost place. oder vielleicht doch? es ist der hauptbahnhof der landeshauptstadt von ba-wü.
bei unserer reise in die berliner landeshauptstadt im letzten jahr haben wir nicht geprüft, ob es dort "berliner" zu kaufen und verzehren gibt. vermutlich heißen die dinger dort "kreppel" oder so. heute hingegen ist nicht nur der hauptbahnhof eine offenbarung, hier kann man auch "stuttgarter" verzehren.
äußerst lecker übrigens, die kerlchen.


dann mal auf ins getümmel. wir sind früh dran, das gedränge hält sich noch in grenzen und wir können die schön dekorierten weihnachtsbüdchen bestaunen.

unter diesem dach werden ganz hervorragend leckere alkoholische wärmungsgetränke ausgeschenkt
es gefällt uns richtig gut auf dem stuttgarter weihnachtsmarkt. selbst, wenn es an wenigen stellen mal eng wird, bleibt das publikum gelassen und der zugang zu den verpflegungsstellen ist immer frei. aus allen ecken erschnuppern wir die unterschiedlichsten gerüche wie stockfisch, früchte in schokolade, handgemachte seife, krautpfannen.

aber langsam wird es zeit, zurück zu fahren. nur: wie, verflixt nochmal, finden wir unser gleis?

das gleislabyrinth im stuttgarter bahnhof
unser züglein irrt wohl auch ein wenig durch die gegend, es hat nämlich 70 minuten verspätung. egal, dann können wir nochmal die weihnachtsdeko im bahnhofsgebäude bewundern.


in den zeiten von iphone und co. überzeugt uns nun auch das reservierungskonzept der deutschen bahn. hier kann nichts mehr schief gehen. wen interessiert jetzt noch ein stromausfall?


genug gestaunt. der zug fährt ein, wir nehmen das erste freie abteil, freuen uns über den schönen alt vertrauten zuggeruch und die ausklappbaren sitze, die uns an unsere jahrezehntelang zurück liegenden reisen erinnern, bei denen wir zu sechst, dicht gedrängt wie die sardinen, sanft schlummernd über ostdeutsche transitstrecken rumpelten. das waren zeiten!


nächstes jahr, das versprechen wir uns bereits heute schon, fahren wir wieder zum weihnachtsmarkt nach stuttgart. und vielleicht sogar noch weiter.