Sonntag, 5. März 2017

stäffele nuf, stäffele nab

stuttgart. wieso ausgerechnet stuttgart? meine erinnerungen an die stadt sind äußerst zweispältig: im dezember bin ich immer einen tag dort auf dem weihnachtsmarkt. voll schön. vor allem der glühwein lecker hoch zehn und die leute entspannt. aber sonst ... ein missratenes vorstellungsgespräch in urgrauer zeit. später dann reisen mit der ente dorthin: erst sprang die zündkerze aus dem motorblock, dann versagte die bremse. noch nicht mal das auto wollte also nach stuttgart. und jetzt?

mitten im berühmten bohnenviertel. tagsüber war ich dort zu einem seminar gewesen, es hatte mir gut gefallen. nach dem abendessen machte ich mich noch einmal auf den weg. es war still im viertel. der himmel klar. alles war so lauschig und gemütlich. selbst dieser großzügige parkplatz.

ich wurde mutiger und wanderte weiter. dieses schöne gebäude ist die philharmonie. bissi kleiner als in hamburg, ja, aber auch etwas klassischer. direkt dahinter zeigte mir der stadtplan eine kleine fussgängerzone. ich zögerte: es war das rotlichtviertel. auch hier, wie bisher alles in dieser stadt: klein und ruhig.

auf dem weg zum schloss zurück verließ ich recht bald die königstrasse. dort war so viel los! hier war es wunderbar still. lauschig. und direkt am schlossplatz wartete der bus, der mich fast direkt bis zur jugendherberge bringen würde.

ich machte noch einen spaziergang über die uhlandshöhe und genoß den ausblick auf die riesige baustelle am bahnhof.

stuttgart liegt in einem kessel, die jugendherberge war steil oben am berg. noch steiler hinauf fuhr die ubahn. sogar eine zahnradbahn gibt es in stuttgart. und überall und zwischendrin treppen. stäffele, wie sie heißen. dieses stäffele brachte mich von der jugendherberge senkrecht den berg und über vier weitere stäffele bis fast zum bahnhof runter.

noch ein stäffele. an einem lost place, an den mich die dosen-koordinaten gelockt hatten.

viel zu schnell hieß es wieder abschied nehmen von stuttgart. ich gebs zu, die stadt hat mir sehr gut gefallen und ich will unbedingt wieder kommen. um durch die kleinen cafes, bistros und bars zu ziehen. und wieder bähnle zu fahren. und weitere stäffele zu entdecken.

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