losheim am see habe ich schon fast seit 10 jahren im visier. dort sind eine ganze menge, traumhaft schöne, gut ausgeschilderte wanderwege entstanden und dann gibt es seit ein paar jahren noch dazu das hochwälder wohlfühlhotel ... und das brauhaus nebenan ... und so hatte ich für einige tage ein zimmer gebucht und machte mich am sonntag auf den weg.
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| direkt vom hotel konnte ich losgehen und ich machte sofort einen kleinen inspektionsspaziergang. und natürlich gabs zur einstimmung auch gleich noch ein döschen zu suchen. |
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| eine see-umrundung war perfekt zur einstimmung und dafür, mir ordentlich appetit fürs abendessen im brauhaus zu verschaffen. und dann natürlich die biere dort, die biere ... |
für den nächsten tourtag hatte ich mir den "hochwälder" ausgesucht. beim spaziergang am abend hatte ich diesen pfad bereits ein paar mal gestreift.
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| nachts und morgens hatte es geregnet, aber nach dem frühstück klarte es auf und ich konnte mich auf den weg machen. ein wunderschöner pfad führte mich am bach entlang. |
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| durch diesen grünen tunnel verließ ich das tal und tauchte in den wald ein. |
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| im wald war es wieder ganz still und bis jetzt waren mir noch keine handvoll anderer wanderer begegnet. |
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| ich hatte mir ein paar dosen-koordinaten auf das gps-gerät geladen und verließ an einer wegkreuzung den markierten weg, um ein stück dem "bergener" zu folgen, auch so ein schöner wanderweg. mittlerweile war die sonne rausgekommen und es wurde zunehmend warm. |
für meinen zweiten tourentag hatte ich mir den "lückner" ausgesucht, allerdings hatte dieser weg eine länge von knapp 17 km. die sonne hatte die luft auf über 30 grad aufgeheizt und ich entschied mich, die 17 km mit dem bike zu radeln - das dürfte ja ein klacks sein, oder?
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| mein lieber schwan! die ersten beiden kilometer trug und schob ich das bike mehr als dass ich es fuhr. es ging senkrecht den berg hoch. echt jetzt - sogar mit treppenstufen. dann endlich konnte ich es eine weile rollen lassen. |
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| die anstrengung hatte sich wirklich gelohnt, der weg war ein traum! |
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| da rollt es sich doch richtig gut! |
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| wie konnte es anders sein? im lückner war einmal ein munitionsdepot untergebracht gewesen. allerdings gab es keinerlei spuren mehr davon, es wird wohl nicht so sehr befestigt gewesen sein. die ehemalige trasse der feldbahn zur versorgung des depots war der einzige verbliebene hinweis darauf. |
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| bei jeder sich bietenden gelegenheit bog der wanderweg ab auf einen kleinen pfad und verlief teilweise parallel zum breiten hauptweg. einfach ein traum! |
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| der letzte kilometer ... von wegen ein klacks, diese 17 km ... sogar auf den verwinkelten pfaden bergab schob ich ganz gern mal ab und an das bike, denn ich hatte mir eh schon die pins des plattformpedals ans schienbein geklatscht und auf weitere verletzungen konnte ich gerne verzichten. |
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| gleich war es geschafft! das bier und das abendessen hatte ich mir mehr als verdient! |
wow, war das heiß geworden! die wanderwege im heftchen sind nach mehreren kriterien klassifiiziert, unter anderem gab es auch "schattige" wege. das war meine erste wahl für meine dritte tour: der "schluchtenweg".
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| durch einen tiefen, alten hohlweg gelangte ich auf die höhe. heute war viel trinken angesagt, ich hatte noch einige höhenmeter vor mir. |
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| der weg führte mich im grunde rund um das kleine dörfchen und ich hatte immer wieder wunderbare ausblicke. |
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| ich tauchte nur allzu gern wieder in den schatten ein. |
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| puh! hinter mir lag ein langer, steiler anstieg. eine abkühlung hätte ich jetzt dringend nötig. |
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| tief steil ging es in diese schlucht hinab. sehr steil - und ich wusste genau: jeden meter, den ich hier hinab stieg, würde ich später wieder bergan gehen müssen. tja, so ist das halt auf sportlichen, schattigen wanderrunden. |
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| die lianen links und rechts in den bäumen waren schier armdick. was sind das eigentlich für pflanzen, diese lianen? die grünen sprösslinge an den lianen sahen aus wie die waldreben bei uns im garten. konnte das sein? |
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| beinahe hatte ich es geschafft! jetzt würde es nur noch bergab, zurück zum auto, gehen. |
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| hm, in der schneeschmelze dürfte diese bachdurchquerung nicht so ganz so ein späßchen sein ... |
losheim am see wird vom saar-hunsrück-steig berührt und so beschloss ich, meine rückreise nicht über die autobahn anzutreten, sondern ebenfalls über den hunsrück zu fahren. auf schmalen, hoffentlich schattigen sträßchen.
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| unterwegs hatte ich noch ein paar bunker-koordinaten mit dosen gespeichert. an diesem ort lag zwar schon lange keine dose mehr, aber im bunker war es angenehm kühl. aber auch ganz schön unheimlich. es zog mich bald weiter. |
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| der suppenlaster machte sich im wald auch richtig gut :-) |
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| baumholder. auf der anfahrt nach baumholder schweift der blick über die endlosen kasernenanlagen. und dann gibt es da noch diese straße, die nicht nur am rand des sperrgebiets entlang geht, nein, sie geht ein gutes stück hindurch. abbiegen streng verboten, pinkeln wahrscheinlich auch, ich traute mich noch nicht mal, zu fotografieren. |
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| hammer! |
so, ab heim, ich hatte in diesen tagen mehr als genug sonne und wärme getankt. aber abkühlung war noch eine ganze weile nicht in sicht ...