im garten sind die ersten zwetschgen reif. sind sie dieses jahr früher dran oder haben wir noch nicht gemerkt, dass es richtung herbst geht? ein inspektionsgang soll aufschluss geben.
wie wir das gelernt haben, gehen wir den berg in der fall-linie an (wir vermeiden damit, dass wir seitlich umkippen - wie das zu fuß gehen soll, wissen wir zwar nicht, aber geländefahr-grundregel nummer zwei ist nun mal grundregel nummer zwei) und freuen uns schnaufend darauf, nachher das tourenprofil in der gps-aufzeichnung anzuschauen.
schon eine ganze weile, bevor wir das gipfelplateau erreichen, erkennen wir: es wird eindeutig herbst. die ersten blätter leuchten rötlich und auch die heidel- und preiselbeersträucher sind bereits bunt.
auf dem berg herrscht das übliche treiben: wanderer und mountainbiker gucken frierend aus der wäsche und kramen isolierende schichten aus ihren rucksäcken. wir suchen uns ein plätzchen in der warmen sonne und blinzeln zufrieden in diesen letzten augusttag.
die sonne verschwindet hinter den wolken, sofort ist es empfindlich kühl. bevor uns beim abstieg noch ein regenschauer erwischt, machen wir uns auf den rückweg.
es dauert eine weile, bis wir uns wieder warm gelaufen haben. eines ist klar: ab jetzt gehören mütze und handschuhe wieder zur standardausrüstung im rucksack.
Sonntag, 31. August 2014
Samstag, 30. August 2014
autobahnidylle
unser lieber suppenlaster hat einen äußerst geräumigen kofferraum (zuverlässig ist er sowieso und dass er bremsen hat, merken wir lediglich an der entschleunigung und nicht im gehörgang - ja, wir geben es zu, wir sind einen hauch nachtragend, was die bremsen betrifft) und so schieben wir die entscheidung auf und packen sowohl bike- als auch wanderzeug hinein. klappe zu, ab die post. der westerwald ruft.
herborn scheint offenbar unter besuchermassen geradezu zu ächzen: sämtliche parkplätze sind entweder nur mit parkschein oder maximal 2 stunden zu belegen. die einzigen beiden freien stellen, die wir entdecken, befinden sich auf dem schotterbett direkt am bahngleis. diese hier auf dem foto ist schon recht abenteuerlich und tatsächlich legal zu erreichen, aber dennoch verzichten wir gerne auf eine begegnung mit der bundespolizei und fahren ein kleines stückchen weiter, wo wir ganz brav und ordentlich unseren berlingo abstellen können. wir konsultieren den wetterbericht und entscheiden uns fürs bike. damit sind wir im notfall ganz schnell wieder im trockenen.
boooaaaahhh ... ist das heute zäh zu fahren. haben die klebstoff auf die wege geschmiert oder ist das gummi in unseren beinen? als wär das nicht genug, entdecken wir den eingang zu dem weg, den wir immer schon erkunden wollten: direkt neben der autobahn führt ein gepflasteter weg in den wald bergan. gepflasterter weg in den wald? hm ... wohin gehts da?
"bergan" ist gut: diese strecke hat das zeug für ein bergzeitfahren. jetzt wissen wir auch, wohin der geheimnisvolle weg führt: schlichtweg nur auf die höhe. kein militärisches sperrgebiet, keine plutoniumaufbereitungsanlage - einfach nur bequem nach oben.
wir gönnen uns erst einmal eine kleine verschnaufpause.
wenn wir das gewusst hätten: nur wenige hundert meter von unserem idyllischen rastplatz befindet sich dieser romantische ort. direkt unter der bank braust der verkehr über die vielbefahrene A45.
die ersten regentropfen fallen und wir sind froh, dass wir uns für die bikes entschieden haben: in flottem tempo kurven wir am berg entlang und sausen ins tal. eine menge wilder freeridestrecken kreuzen unseren weg. ruckzuck sind wir wieder zurück und schauen uns das kleine städtchen etwas genauer an.
offroad geht schließlich auch in herborn:
wir verstauen die bikes im kofferraum und machen uns langsam wieder auf den heimweg. wir fahren auf schmalen, kurvigen straßen durch diese schöne landschaft und werfen einen blick auf greifenstein. die burg ist auf alle fälle nochmal einen besuch wert.
Dienstag, 26. August 2014
Sonntag, 24. August 2014
von der ferne betrachtet
unsere fische könnten es sich so leicht machen: wird das wasser kühler als 10 grad, dann fahren sie in der regel ihren stoffwechsel runter, nehmen kaum noch futter an und bereiten sich so aufs überwintern vor. warum wir uns ende august schon sorgen um unsere fische im winter machen? weil wir jetzt schon frieren, während die jungs und mädels nicht die bohne daran denken, kein futter mehr aufzunehmen und statt dessen um jeden krümel einen tumult veranstalten, als hätte es seit wochen nichts mehr zu beißen gegeben. aber jeder fischratgeber rät: bleiben sie hart. füttern sie gefühlt zu wenig, dann ist es genau richtig. na dann ...
bevor wir aus versehen doch einmal zu viel zur fischfutterdose greifen, verziehen wir uns lieber in den wald, im garten ist es ohnehin zu nass und zu hause, naja, zu kalt.
seit der limes zum unesco-weltkulturerbe gehört, ist es unmöglich, hier tagsüber einen ordentlichen parkplatz zu bekommen. es ist einfach rappelvoll. aber uns genügt ein kurzer gang über die brücke auf die andere seite der bundesstraße und plötzlich ist alles ruhig. fast fühlen wir uns in einer anderen welt.
auf dem berg hier oben befinden sich reste einer ringwallanlage aus der hallstattzeit. vor jahren sind wir dem urigen kauz begegnet, der sich rein aus eigenem interesse um diese alten anlagen kümmert, eingangstore markiert, informationszettel auslegt, steine zu kreisen, türmchen und mauern schichtet. wir verlassen den ausgeschilderten wanderweg und machen eine kleine rast im inneren bezirk.
der kühle wind bringt dunkle wolken. höchste zeit, uns wieder auf den weg zu machen. wir kommen an einem herrlich gelegenen aussichtspavillion vorbei und lassen den blick weit über das land schweifen. von der ferne betrachtet, wirkt die skyline der bürotürme richtig nett. ob wir das morgen, wenn wir uns wieder den freuden unserer alltäglichen arbeit dort unten widmen, auch so empfinden?
wir beschleunigen unsere schritte, der regen setzt ein.
bevor wir aus versehen doch einmal zu viel zur fischfutterdose greifen, verziehen wir uns lieber in den wald, im garten ist es ohnehin zu nass und zu hause, naja, zu kalt.
seit der limes zum unesco-weltkulturerbe gehört, ist es unmöglich, hier tagsüber einen ordentlichen parkplatz zu bekommen. es ist einfach rappelvoll. aber uns genügt ein kurzer gang über die brücke auf die andere seite der bundesstraße und plötzlich ist alles ruhig. fast fühlen wir uns in einer anderen welt.
auf dem berg hier oben befinden sich reste einer ringwallanlage aus der hallstattzeit. vor jahren sind wir dem urigen kauz begegnet, der sich rein aus eigenem interesse um diese alten anlagen kümmert, eingangstore markiert, informationszettel auslegt, steine zu kreisen, türmchen und mauern schichtet. wir verlassen den ausgeschilderten wanderweg und machen eine kleine rast im inneren bezirk.
der kühle wind bringt dunkle wolken. höchste zeit, uns wieder auf den weg zu machen. wir kommen an einem herrlich gelegenen aussichtspavillion vorbei und lassen den blick weit über das land schweifen. von der ferne betrachtet, wirkt die skyline der bürotürme richtig nett. ob wir das morgen, wenn wir uns wieder den freuden unserer alltäglichen arbeit dort unten widmen, auch so empfinden?
wir beschleunigen unsere schritte, der regen setzt ein.
Samstag, 23. August 2014
nachts draußen
die letzten abende sind empfindlich kühl geworden. wir wollen heute durch die nacht wandern und packen zum ersten mal seit langem wieder warme jacken in den rucksack. in der dämmerung laufen wir über die alten obstbaumwiesen bergan und freuen uns über die fledermäuse: ganz nah fliegen sie an uns vorbei. im tal unter uns ruft ein käuzchen.
ganz still tauchen wir in den mittlerweile stockdunklen wald ein. diese pfade sind wir schon oft mit den bikes gefahren, wir kennen jede wurzel und jeden stein, über die wir jetzt stolpern könnten. in gedanken zählen wir sie auf. auch, wenn wir den weg jetzt nicht mehr sehen können, vor unserem inneren auge ist er deutlich und klar.
bei einer kurzen rast regnet es und vom stillen waldrand aus beobachten wir ein feuerwerk in der ferne. im nächsten ort glänzt das kopfsteinpflaster im schein der alten laternen.
es ist herrlich, durch die nacht zu gehen.
ganz still tauchen wir in den mittlerweile stockdunklen wald ein. diese pfade sind wir schon oft mit den bikes gefahren, wir kennen jede wurzel und jeden stein, über die wir jetzt stolpern könnten. in gedanken zählen wir sie auf. auch, wenn wir den weg jetzt nicht mehr sehen können, vor unserem inneren auge ist er deutlich und klar.
bei einer kurzen rast regnet es und vom stillen waldrand aus beobachten wir ein feuerwerk in der ferne. im nächsten ort glänzt das kopfsteinpflaster im schein der alten laternen.
es ist herrlich, durch die nacht zu gehen.
Mittwoch, 20. August 2014
das gegenteil von frühlingsgefühlen?
ja, ist schon klar, es ist erst august. und ja, das obst an den bäumen ist auch noch nicht reif. trotzdem: ich rieche den herbst.
zumindest friere ich bereits wie im herbst ...
zumindest friere ich bereits wie im herbst ...
Sonntag, 17. August 2014
was sind schon 80 prozent?
wir wollen jetzt ganz genau wissen, wie das mit dem fahren im gelände geht. es kann ja nicht angehen, dass wir beim anblick harmloser matschlöcher, die nur mit uns spielen wollen, nervöse schweißausbrüche kriegen. wie es der zufall will, haben wir nicht nur ein übungsgelände ganz um die ecke, am sonntag ist dort auch noch ein offroad-fahrkurs. nichts wie hin.
zunächst machen wir uns jedoch auf zwei rädern warm. wie beim jeep sind da auch keine geländereifen drauf und die regenschauer der letzten tage dürften für einmalige trainingsbedingungen gesorgt haben.
es ist perfekt. die kleinen matschestellen sind schön rutschig und es fühlt sich mit dem mountainbike genau so besch... an, wenn die fuhre einfach der schwerkraft und nicht der vorwärtsbewegung folgt. aber die sonne wärmt und der wind rauscht in den blättern, bunte äpfel leuchten an den bäumen. wir genießen eine lange pause.
auch beim bergauffahren gilt: zu viel geschwindigkeit ist nix, zu wenig auch nicht. heute sind wir eher zu langsam unterwegs ... weil es halt so schön ist ...
so, ab ins übungsgelände für vier räder: steilauffahrt (und auch rückwärts wieder runter), steile abfahrt (immer schön auf die blickrichtung achten), schrägpassage (bei 32 grad neigung könnten wir aus dem auto raus blümchen pflücken), gefühlter freiflug im 80%-gefälle (wo ist der schnaps?), verschränkungspassage (urgs - nicht unsere paradedisziplin), holzstoß überklettern (die felsen lassen wir mit rücksicht auf jeepchens bauch aus), baumstammbrücke (ja, da gehts tief runter - links, rechts und in der mitte auch!), verschränkung bergab (da sehen wir besser aus), wasserdurchfahrt. und dazwischen immer wieder matsch, matsch, matsch. aber jetzt wissen wir, der beißt nicht, da fahren wir einfach durch.
wir sind so mit fahren beschäftigt, dass wir gerade ein einziges foto zustande bringen:
viktor, der instruktor, leitet uns gut und geduldig an, hat viele tipps auf lager und mit der gesamten truppe gibt es beim kurs viel zu lachen. es macht riesig spaß!
zunächst machen wir uns jedoch auf zwei rädern warm. wie beim jeep sind da auch keine geländereifen drauf und die regenschauer der letzten tage dürften für einmalige trainingsbedingungen gesorgt haben.
es ist perfekt. die kleinen matschestellen sind schön rutschig und es fühlt sich mit dem mountainbike genau so besch... an, wenn die fuhre einfach der schwerkraft und nicht der vorwärtsbewegung folgt. aber die sonne wärmt und der wind rauscht in den blättern, bunte äpfel leuchten an den bäumen. wir genießen eine lange pause.
auch beim bergauffahren gilt: zu viel geschwindigkeit ist nix, zu wenig auch nicht. heute sind wir eher zu langsam unterwegs ... weil es halt so schön ist ...
so, ab ins übungsgelände für vier räder: steilauffahrt (und auch rückwärts wieder runter), steile abfahrt (immer schön auf die blickrichtung achten), schrägpassage (bei 32 grad neigung könnten wir aus dem auto raus blümchen pflücken), gefühlter freiflug im 80%-gefälle (wo ist der schnaps?), verschränkungspassage (urgs - nicht unsere paradedisziplin), holzstoß überklettern (die felsen lassen wir mit rücksicht auf jeepchens bauch aus), baumstammbrücke (ja, da gehts tief runter - links, rechts und in der mitte auch!), verschränkung bergab (da sehen wir besser aus), wasserdurchfahrt. und dazwischen immer wieder matsch, matsch, matsch. aber jetzt wissen wir, der beißt nicht, da fahren wir einfach durch.
wir sind so mit fahren beschäftigt, dass wir gerade ein einziges foto zustande bringen:
viktor, der instruktor, leitet uns gut und geduldig an, hat viele tipps auf lager und mit der gesamten truppe gibt es beim kurs viel zu lachen. es macht riesig spaß!
Sonntag, 10. August 2014
lecker pommes
schon beinahe minütlich prüfen wir die vorhersagen in der wetterapp. die eine verspricht gewitter und regen, die andere sagt, es bleibt trocken. also das mittel daraus? wir werden nur halb nass ... wir halten uns an den alten spruch: wer nicht wagt, der nicht gewinnt und ziehen los. heute steht ein besuch bei den deutschen meisterschaften im supermoto auf dem programm. und da wir letztes wochenende so viel gesessen sind, wählen wir heute die bikes, um durch den wald zu schnüren.
die route haben wir uns vom internet vorschlagen lassen (einmal quer durch, bitte) und obwohl es in diesem gebiet nur so vor radfern- und -nahwegen wimmelt, lotst uns das gps über wege und pfade, die wir auf den ersten blick nicht als solche erkannt hätten. sagenhaft! immer wieder erinnern wir uns an letztes wochenende. unser guide hätte genau solch einen weg beim greenlaning eingeschlagen ...
aufheulende motoren begrüßen uns, als wir beim odenwaldring eintreffen. wir haben keine rechte vorstellung, was supermoto ist, aber nachdem uns versichert wurde, dass dort on- und offroad gefahren wird, war unsere neugierde mehr als geweckt. und wir werden nicht enttäuscht. auf kleinstem raum sausen die motos um enge kurven, hüpfen über einen sprunghügel und versuchen sich am wallride. dazu gibt es feinsten abgasduft. da schmecken die pommes doppelt so gut.
die route haben wir uns vom internet vorschlagen lassen (einmal quer durch, bitte) und obwohl es in diesem gebiet nur so vor radfern- und -nahwegen wimmelt, lotst uns das gps über wege und pfade, die wir auf den ersten blick nicht als solche erkannt hätten. sagenhaft! immer wieder erinnern wir uns an letztes wochenende. unser guide hätte genau solch einen weg beim greenlaning eingeschlagen ...
aufheulende motoren begrüßen uns, als wir beim odenwaldring eintreffen. wir haben keine rechte vorstellung, was supermoto ist, aber nachdem uns versichert wurde, dass dort on- und offroad gefahren wird, war unsere neugierde mehr als geweckt. und wir werden nicht enttäuscht. auf kleinstem raum sausen die motos um enge kurven, hüpfen über einen sprunghügel und versuchen sich am wallride. dazu gibt es feinsten abgasduft. da schmecken die pommes doppelt so gut.
Freitag, 8. August 2014
Sonntag, 3. August 2014
im holländischen kräuterbett
als wir unsere englandreise geplant hatten, haben wir einmal nach "greenlaning" gegoogelt und was wir da gefunden haben, hätte uns warnen sollen: die wege, die zu "greenlaning" und "england" in youtube zu bewundern waren, die wären wir noch nicht mal mit dem mountainbike gefahren. schon gar nicht bei englandtypischem wetter. und jetzt sind wir zum greenlaning in holland. was erwartet uns?
die wagen unserer mitstreiter sind höhergelegt, mit kernigen geländereifen und seilwinden ausgestattet. dagegen wirkt unser jeepchen, das uns bisher immer als großes urviech vorkam, wie ein unschuldiges lamm. uns ist äußerst mulmig zumute.
aber erst einmal beginnt alles ganz harmlos: es hat eine ganze weile nicht mehr geregnet, die wege sind trocken und staubig und wir fahren herrliche "straßen" übers land, durch wälder und felder. das wetter ist unser großes glück: wäre es nass gewesen, wären die mengen von staub nichts anderes als schlamm und dann sähen wir mit unserer straßenbereifung richtig alt aus.
entlang einer stillgelegten bahnlinie geht es ganz vorsichtig durch unzählige tief ausgefahrene mulden in einen dicht bewachsenen waldweg. äste schrappen mit einem fiesem kratzen über unsere türen. im schneckentempo tasten wir uns vorwärts. hier also verstecken sich die kleinen gemeinen matschlöcher. wir nehmen all unseren mut zusammen und krauchen hindurch.
wir biegen in einen weg, der mannshoch mit brennesseln bewachsen ist. ein herrlicher kräuterduft breitet sich aus. ist greenlaning also doch wellness?
so langsam macht uns die sache richtig spaß. das jeepchen schlägt sich gut und auch die wenigen schlammlöcher, auf die wir doch noch treffen, haben ihren schrecken verloren. mulden, tiefer sand, wurzeln, waldpfade - zunehmend sicherer kurven wir durch die gegend.
immer wieder staunen wir, was hier alles gefahren werden darf: wir kommen aus einem der tief ausgefahrenen wege heraus und finden ein schild vor: ende der 60er zone. na, das ist aber gut zu wissen ...
nach zwei tagen touren durch holland sind wir müde hoch zehn. wir haben herrliche landschaften gesehen, sind wege gefahren, die wir für unfahrbar gehalten hätten und sind ganz schön stolz auf unser wägelchen, denn es hat sich super geschlagen: kein aufsitzen, kein räderdrehen, noch alles dran. ganz zu schweigen die einheimischen selbst, die uns äußert freundlich aufgenommen haben. als wir den campingplatz verlassen, bekommen wir eine regelrechte abschieds- und winkparade.
wir kommen wieder, das ist sicher.
die wagen unserer mitstreiter sind höhergelegt, mit kernigen geländereifen und seilwinden ausgestattet. dagegen wirkt unser jeepchen, das uns bisher immer als großes urviech vorkam, wie ein unschuldiges lamm. uns ist äußerst mulmig zumute.
aber erst einmal beginnt alles ganz harmlos: es hat eine ganze weile nicht mehr geregnet, die wege sind trocken und staubig und wir fahren herrliche "straßen" übers land, durch wälder und felder. das wetter ist unser großes glück: wäre es nass gewesen, wären die mengen von staub nichts anderes als schlamm und dann sähen wir mit unserer straßenbereifung richtig alt aus.
entlang einer stillgelegten bahnlinie geht es ganz vorsichtig durch unzählige tief ausgefahrene mulden in einen dicht bewachsenen waldweg. äste schrappen mit einem fiesem kratzen über unsere türen. im schneckentempo tasten wir uns vorwärts. hier also verstecken sich die kleinen gemeinen matschlöcher. wir nehmen all unseren mut zusammen und krauchen hindurch.
wir biegen in einen weg, der mannshoch mit brennesseln bewachsen ist. ein herrlicher kräuterduft breitet sich aus. ist greenlaning also doch wellness?
so langsam macht uns die sache richtig spaß. das jeepchen schlägt sich gut und auch die wenigen schlammlöcher, auf die wir doch noch treffen, haben ihren schrecken verloren. mulden, tiefer sand, wurzeln, waldpfade - zunehmend sicherer kurven wir durch die gegend.
immer wieder staunen wir, was hier alles gefahren werden darf: wir kommen aus einem der tief ausgefahrenen wege heraus und finden ein schild vor: ende der 60er zone. na, das ist aber gut zu wissen ...
nach zwei tagen touren durch holland sind wir müde hoch zehn. wir haben herrliche landschaften gesehen, sind wege gefahren, die wir für unfahrbar gehalten hätten und sind ganz schön stolz auf unser wägelchen, denn es hat sich super geschlagen: kein aufsitzen, kein räderdrehen, noch alles dran. ganz zu schweigen die einheimischen selbst, die uns äußert freundlich aufgenommen haben. als wir den campingplatz verlassen, bekommen wir eine regelrechte abschieds- und winkparade.
wir kommen wieder, das ist sicher.
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