Montag, 26. Dezember 2016

ordentlich auf abwegen

seit samstag war das jeepchen arbeitslos im hof gestanden, aber jetzt war die zeit für einen ausflug gekommen. und schließlich muss die geländeübersetzung auch ab und an mal wieder bewegt werden ...

jedes mal, wenn ich in den letzten zwei jahren da unten an der kirche ganz ordentlich auf der straße entlang gefahren war, hieß es: da oben am berg muss es irgendwo dieses neue denkmal geben. na gut, dachte ich heute, dann setze ich jetzt mal den blinker ...

da war kein verbotsschild weit und breit - und bei diesem rumpeligen, ausgefahrenen weg erschien das auch recht überflüssig. aber wir hatten ja den richtigen fahrbaren untersatz dabei ;-) das denkmal jedenfalls fanden wir oben auf dem bergkamm und endlich war die neugierde gestillt. auf dem rückweg schließlich kam der kriechgang zum einsatz und so hopselten wir in aller ruhe wieder ins tal und auf die anständige straße zurück.

allzulange hielt es uns nicht auf den anständigen straßen, denn die straßenschäden auf den nächsten 7 kilometern wollten wir uns auf keinen fall entgehen lassen.

der alte drachenbrunnen liegt am kirchweg kurz vor unterkirnach. ich habe ein foto, da bin ich als kleines kind an diesem brunnen zu sehen. der brunnen hat sich gut gehalten. und ich mich auch ;-) nur das jeepchen sieht etwas derangiert aus. ne waschstraße würde jetzt gut tun ...

Sonntag, 25. Dezember 2016

eine etwas größere wanderung

der nebel hatte sich gelegt und beinahe kam die sonne durch den diesigen himmel. wir packten die rucksäcke, schalteten das gps-gerät ein und machten uns auf den weg zu einer etwas größeren wanderung.

als erstes steuerten wir meine lieblingsbank am waldrand an. sonnenbaden war heute nicht möglich, aber kurz in die landschaft gucken geht immer.

ich glaube, diesen weg bin ich zuletzt als kind gegangen. mit einem heidelbeersammeleimerchen in der hand und in begleitung meiner oma. das ist eine große weile her, aber der ort ist noch immer schön. danke fürs zeigen, oma! und für alles andere auch.

jetzt kam das gps-gerät zum einsatz: die alten bergbauspuren hatten wir nicht gefunden, aber jetzt wollten wir das tal queren und auf den nächsten höhenrücken, den kolmen, gelangen. das gps-gerät hatte dazu einen abenteuerlichen weg auf lager.

auch so ein wegevorschlag vom gps-gerät: wir kamen uns vor wie hohen norden und tatsächlich hörte der weg an der stelle auf, an der die linie im gps-display endete. wir duckten uns unter die tännchen und gingen offroad weiter.

nein, wer hätte das gedacht!? ruppelige wegeverhältnisse im wald? wo gibts denn sowas?

Freitag, 23. Dezember 2016

weisse weihnachten ohne schnee?

und plötzlich stand weihnachten vor der tür. aber wo war das weihnachtswetter geblieben?

in aller ruhe hatten wir unser gepäck in den dicken gepackt und uns auf den weg in den schwarzwald gemacht.

nebel, so weit das auge reicht. ist das die diesjährige variante der weißen weihnacht?

die luft tat so gut!

eine wunderbare, ganz stille und geheimnisvolle stimmung trafen wir auch im wald an. kaum ein mensch unterwegs. waren die alle noch mit dem einpacken von geschenken beschäftigt?

Sonntag, 11. Dezember 2016

schnüffeln ist gesund

das jahr neigt sich dem ende zu und eine jahresabschlussfeier reiht sich hinter die andere. aber es gibt auch welche ganz ohne glühwein oder ähnliche schweinereien ...

die vom jeeptreffen nämlich. da trinkt höchstens derjenige ein bier, der ausnahmsweise nicht fahren darf ;-)

ich war mit absicht um einiges zu früh zur eisernen hand gefahren, weil ich letztes jahr schon sehnsüchtig auf die stillgelegten gleise geschaut hatte und dieses jahr endlich mal ein wenig schnüffeln wollte. jetzt passte auch das wetter und nichts konnte mich mehr aufhalten.

auf dem rückweg kurvte ich noch ein wenig durch die gegend und fand ein stilles plätzchen, an dem ich ungestört ... den dicken fotografieren konnte. es macht einfach jedesmal solch ein freude, unterwegs zu sein!

Sonntag, 4. Dezember 2016

winterspaziergang

den strahlend blauen himmel und die glasklare luft genossen wir bei einem spaziergang durch den hessenpark. hinter dem taunus reicht die wintersonne nicht ganz so weit, wasserflächen sind vereist und die schattenseiten dick mit rauhreif bedeckt.

machen die fische hier drin auch winterschlaf?

die kopfweiden scheinen nicht zu schlafen, sie leuchten im sonnenlicht.

einfach schön ist das hier!

Samstag, 3. Dezember 2016

advent, advent, der christbaum brennt

den ersten samstag im dezember habe ich gleich letztes jahr schon reserviert: da steht weihnachtsmarkt in stuttgart auf dem programm. und pünktlich zur reise gabs wieder sonne pur.

während ich die rauh bereiften wälder bewunderte und fotografierte, stand hinter mir ein mann, der nur noch darauf wartete, dass in darmstadt eine ganze sitzreihe frei wurde, die er in beschlag nehmen konnte: aus einer weißen serviette wickelte er ein weinglas, dann zog er aus der aktentasche eine flasche wein mit einem weißwein in einer kräftigen farbe. er schenkte sich ein - und bis stuttgart war die flasche so gut wie leer.

stuttgart mit seinen schön geschmückten marktbuden. hier gabs wildschweinwürschtel. aber uns zog es zum glühweinstand.

weihnachtsmarkt in stuttgart - das ist und bleibt einfach ein erlebnis. mit dem ec gings wieder heim. und den nächsten termin am ersten samstag im dezember hab ich im kalender gleich wieder reserviert. nur noch knapp 52 wochen bis dahin ...

Mittwoch, 30. November 2016

sonne und dosen machen den kopf frei

ich habe mir spontan einen freien tag genommen, um mal wieder in aller ruhe durch die natur zu streifen. wow, und dann haben mir die wetterfrösche diesen tollen, eisigkalten und sonnigen tag geschenkt. so machen streifzüge gleich doppelt spaß.

irgendwann ignorierte ich wieder die ansagen meiner navi-dame und folgte meiner nase. zu meiner linken erspähte ich einen interessanten, locker bewaldeten hang und gleich darauf ein legales sträßchen dahin. ich war im schnüffelmodus.

was ich da erspäht hatte, war der "traiser steinberg".

so ein schöner ort.

wie sich von hier aus wohl ein sonnenaufgang beobachten lässt? oder ein sonnenuntergang? oder der vollmond?

ich kehrte zum dickerchen zurück und machte mich auf den weg nach hungen. leider begegnete ich einer verführerischen abzweigung und ich bog auf ein asphaltsträßchen ein, das in einen gefrorenen grasweg mündete. das war ein schönes gehopsel. erst als ich vor einem frisch gepflügten feld stand, entschied ich mich für den geordneten rückzug. die navi-dame schwieg beleidigt, bis ich wieder zurück auf der kreisstraße war. sorry, sister.

mein ziel war die alte bahnlinie hungen-laubach. bis villingen (ja, sowas gibts auch in der wetterau) waren ein paar dosen versteckt.

für die erste dose brauchte ich beinahe eine stunde. hatte ich tomaten auf den augen oder war die so genial versteckt? als ich fröhliche kinderstimmen hörte, duckte ich mich unter die brücke im (zum glück trockenen) bachbett und wartete auf reine luft. und gerade, als ich auf den ersten fund des tages verzichten wollte, lag das dosenbiest plötzlich vor meinen füssen. endlich konnte ich den ehemaligen bahndamm entlang wandern.

ein kleines mittagsbuffet im sonnenschein.

am nördlichen rand des waldes kommt wahrscheinlich den ganzen tag kein sonnenstrahl mehr hin. bibb.

machen wildschweine eigentlich winterschlaf? heute hoffte ich das. der weg, der auf dem gps-gerät eingezeichnet war, entpuppte sich als wildschweinspielwiese. aber ich kam unbehelligt durch und konnte den tag bei einem stück torte im cafe beschließen.



Samstag, 19. November 2016

im landschafts-schnüffel-modus

ich liebe mein navigationssystem! es hat nicht nur eine escape-taste, es hat auch einen ganz tollen routenmodus. der nennt sich "ökonomische route", aber ich vermute schon seit langem, dass das eigentlich der landschaft-schnüffel-modus ist, denn er führt mich über routen und durch landschaften, die sind einfach nur schön! freu.

diesen ort kenne ich ja nun längst, aber heute war ich in der morgendämmerung unterwegs. das hat auch was, oder?

das ist eine dieser tollen routen, die mein navi auf lager hat. kreuz und quer die berge hoch und runter, durch bunte wälder, klasse!

und das passiert, wenn ich nicht aufs navi höre: ich muss wenden und zurück auf die strecke gelangen. die ist da vor mir. und das ist eine richtig tolle abkürzung dahin. juhu ;-)

Montag, 14. November 2016

schnell raus

bevor die wolken die sicht auf den supervollmond (der ist doch jeden monat super, oder nicht?) unmöglich machen würden, zogen wir uns schnell warm an und gingen raus.

einfach schön!

Sonntag, 13. November 2016

verdost und zugenäht

geocachen? wie ging das nochmal? ich war ein wenig aus der übung ...

ich war schon eine ganze weile nicht mehr in der mission "dosensuchen" unterwegs gewesen und nachdem ich mich im cafe gewärmt und gestärkt hatte, machte ich mich auf den weg. aber erstmal brauchte ich ganz dringend eine ungestörte ecke.

plötzlich hörte ich den ruf, auf den ich schon den ganzen herbst gewartet hatte: die kraniche!

ich fand den ort der dose, erspähte sie sogar, aber der zugriff war unmöglich: trotz eisiger luft herrschte reges treiben und ich hätte mich schon sehr auffällig anstellen müssen, um die dose zu erwischen. also grüßte ich dieses pferd und kehrte ins warme jeepchen zurück.

Samstag, 5. November 2016

herbststimmung

ich machte mich mit dem berlingo noch einmal auf den weg richtung stuttgart. bis heilbronn schüttete es ununterbrochen, dann wurde aus dem regen niesel, schließlich nur noch nebel. ein herrlicher herbsttag unterwegs!

pinkelpausen sind und bleiben einfach klasse: ich komme an die schönsten orte

Sonntag, 23. Oktober 2016

heim

hatten wir uns für die hinreise zwei tage zeit genommen, wollten wir heute eigentlich gerne in einem rutsch nach hause fahren. heute abend auf dem sofa sitzen, morgen im eigenen bett aufwachen - das hat was. also hatten wir in den letzten tagen schon immer die schilder beobachtet, die die befahrbarkeit der jochstraßen anzeigte: winterausrüstung am timmelsjoch. schnee bis auf 2080 meter. hm. wir probierten es.

ich war heilfroh, dass vor uns ein göppinger audi mit bikeausrüstung auf der stoßstange unterwegs war: der nebel wurde immer dichter und ich konnte mich an seinen rücklichtern orientieren. wir schraubten uns höher und höher und mir wurde beim blick aufs aussenthermometer zunehmend mulmiger: -4 grad. der audi war uns schon längst entkommen, da preschte von hinten ein roter porsche heran. na, wenn der das schafft, schaffen wir das auch. ich machte gerne platz und ließ ihn vorbei.

geschafft! vom geschäftigen treiben oben auf dem joch war nichts zu erkennen: dickste nebelsuppe. auf österreichischer seite klarte der himmel auf und ich folgte trotz -4 grad einem äußerst dringenden bedürfnis.

und jetzt ging es nur noch dem licht entgegen: da unten links riss der nebel auf und sonne pur begrüßte uns. und abends waren wir tatsächlich zurück auf unserem sofa :-)

Freitag, 21. Oktober 2016

in der schlucht

zum abschluss unserer wanderwoche nahmen wir uns den weg durch die passerschlucht vor. leider streikten ausgerechnet an diesem tag die busfahrer ab nachmittags und wir mussten ein wenig auf die tube drücken.

schon gleich am anfang des weges, kurz nach st. leonhard, bekamen wir einen eindruck von der kraft der passer: durch ein weit und geröllig ausgeschwemmtes flussbett schlängelte sich ein mittlerweile kleines bächlein. in der schneeschmelze dürfte hier dagegen die hölle los sein.

auf gut ausgebauten stegen ging es dahin.

richtung moos verengte sich die schlucht zusehends. rechts am hang klebte die timmelsjochstrasse, links führte der schluchtenweg entlang.

wow!

kurz vor moos lag diese mauer, die wohl in der schneeschmelze die gewaltigen fluten etwas zähmen sollte.

wir waren noch rechtzeitig unterwegs zur bushaltestelle und warfen einen letzten blick zurück auf die passer.


Donnerstag, 20. Oktober 2016

der winter kündigt sich an

vom berg blies ein eiskalter wind, auf dem timmelsjoch hatte es offenbar geschneit. ich gönnte mir noch einen weiteren knie-schontag und fuhr richtung hafling. da müsste es doch irgendwo diese schönen haflinger-pferde geben, oder nicht?

auf dem weg nach hafling folgte ich dem schild nach st. kathrein, der stammzuchtstätte der haflinger. aber ich fand nur einen reiterhof und eine menge mädels, die sich zum reitunterricht angemeldet hatten. nachdem ich eine weile zugeschaut hatte, stattete ich der alten kirche einen besuch ab und verschwand im wald. ich folgte den schildern mit der aufschrift "panoramaweg" und genoss die aussicht.

trotz der sonne war die luft eisig kalt.

lange sass ich hier in der sonne und genoss die wärme der strahlen und den ausblick. drüben, genau gegenüber von meinem aussichtspunkt lag der berg, auf dem wir vor kurzem beim knottnkino gewesen waren.

immer wieder zweigten kleine pfade vom weg ab und führten an bänke mit grandiosem panoramablick.

ich kehrte zum auto zurück und fuhr nach meran. dort lockte ein cafe mit einem biskuittörtchen, das ich am sonntag kurz beim vorbeigehen schon gesehen hatte. und tatsächlich: es gab noch genau ein törtchen. meins!