im winter hatte ich einen kulinarischen krimi als hörbuch gehört. und dieser krimi spielte in luxemburg. luxemburg - die beschreibungen der stadt, ihrer bewohner und natürlich ihrer kulinarischen einrichtungen hatten mir richtig lust auf einen besuch in dieser stadt gemacht. und da ich ohnehin noch ein wenig resturlaub abzubummeln hatte ...
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| vom saarland aus tingelte ich über kleinste sträßchen nach westen. natürlich stolperte ich da auch über alte grenzanlagen. |
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ich hatte bei der planung des ausflugs noch überlegt, den kleenen irgendwo ausserhalb an einem bahnhöfchen zu parken und ganz unkompliziert mit der regionalbahn direkt nach luxemburg in die stadt hinein zu fahren. aber dann fand ich auf der perfekt ausgebauten zufahrtsstraße keinen abzweig zum bahnhof. ganz zu schweigen zu einem anderen stillen örtchen.
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| ich folgte einem der ersten hinweisschilder in ein parkhaus und stand plötzlich mittendrin. prima! |
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| hinter jeder ecke gab es etwas anderes zu entdecken. ich war begeistert. |
was ich nicht erwartet hatte: luxemburg ist klitzeklein. im nu hatte ich (fast) alles gesehen. und nun? da der wind noch immer bitterkalt war, folgte ich einfach der sonne. und traf auf eine sehr interessante brücke: unter der fahrbahn für die autos konnten fussgänger und radler die schlucht queren.
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| jetzt gab es kein zurück mehr: mir war ein bissel wackelig zumute, links und rechts ging es ziemlich tief in die schlucht. und da war nur dieses drahtgeflecht ... |
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| ich stieg in die schlucht hinab und wunderte mich über die vielen jogger-grüppchen. workout in der mittagspause? woher nehmen die leute nur die ganze energie? |
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| die unterstadt war mindestens genau so interessant wie die oberstadt. aber langsam wurde ich müde. |
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| es gibt einen aufzug zwischen ober- in die unterstadt. und natürlich hätte ich jetzt bequem nach oben schweben können, aber das wäre zu einfach gewesen. ich nahm den aufstieg zu fuss in angriff. |
in der oberstadt hatte ich mich mit einem verpflegungspäckchen eingedeckt: eine flasche wasser. eine brezel. ein himbeertörtchen. auf halber strecke zwischen ober- und unterstadt stand ich plötzlich auf der sonnenseite. der richtige zeitpunkt für ein ausgedehntes picknick.
ich fuhr ins saarland zurück, am rande des hochwaldes hatte ich mein lager aufgeschlagen. und weil es so schön war, zog es mich noch einmal zu einem spaziergang hinaus.