Montag, 24. April 2017

wie schön es doch vor der eigenen haustüre ist!

die temperaturen waren wieder gestiegen und das lange tageslicht machte ebenso lust auf eine kurze feierabendwanderung. also los ...

dieses frische grün!

dieses waldstück liegt ganz in der nähe und es ist durchzogen von kleinen pfaden. hier lässt sich wunderbar hin und her streifen.

wir waren einem pfad gefolgt, der sich mehr und mehr im niedrigen gestrüpp verlief, da lag auch schon der nächste pfad vor uns. einfach klasse!

auf dem rückweg tauchte eine dosenkoordinate im display des gps-gerätes auf. na, den kleinen umweg nahmen wir doch allzu gern in kauf.

wir hatten die dose gefunden und hatten uns auf den weg zurück zum auto gemacht, als wir im weitläufigen garten einer der villen diesen einbrecher entdeckten. wir starrten uns eine ganze weile an, bevor das reh um die ecke hüpfte. gerade so, dass wir es nicht mehr sehen konnten. wir blieben mucksmäuschenstill, da linste es wieder um die ecke.

Sonntag, 23. April 2017

tag des bieres. klasse!

bauernmarkt im hessenpark und noch dazu tag des bieres. da wird nicht nur gezeigt, wie bier gebraut wird, nein, alle zwei stunden wird noch dazu ein fässle unfiltiertes vollbier angestochen, gegen einen kleinen beitrag kauft man sich einen glaskrug und dann kann nach herzenslust gekostet werden. bis das fässle leer ist ...

die zeit zwischen zwei fassbieranstichen nutzten wir für einen spaziergang durchs gelände. dunkle wolken und die warme sonne wechselten sich ab.

bei unserem letzten besuch im hessenpark wurde an der synagoge noch gebaut, jetzt war sie fertig und wir konnten sie besichtigen.

so ein kleines vögelchen macht solch einen lärm ... dem war wohl auch zu kalt. wir machten uns auf den heimwag, das sofa rief.

Samstag, 22. April 2017

von allem etwas

"die auswahl der besten" lockte uns zum dressurreiten in den schafhof (die gelben stallfliesen dort haben es uns sowieso angetan ...), der blick vom schafhof auf den taunus schließlich lockte mich noch einmal in den wald. von allem etwas.

das ist eine garage! wie würde der dicke da drin aussehen? oder der neue kleine? würde sich gut machen, ganz bestimmt!

die gelben fliesen im stall! das sind sie! und das ist ein überaus neugieriges pferd.

der rasenmähroboter macht es wie ich: wenn ich mähe, dann geh ich alle paar quadratmeter zurück zur terrasse und lade meine batterien wieder auf: kurzes päuschen, vielleicht ein schlückchen erfrischungsgetränk - und schon bin ich bereit für die nächste runde mähen. von den dingern wuselten bestimmt fünf stück durch das ganze gelände, natürlich mucksmäuschenstill, damit die reiter nicht gestört werden.

vom schafhof aus hatte ich einen wunderbaren blick auf den taunus und spürte meine sehnsucht, wieder einmal im wald einzutauchen. trotz dem kalten wind packte ich flink meine wandersachen und fuhr in den taunus.

was für eine ruhe! nur der wind war in den bäumen zu hören und ich verließ bald den breiten waldweg und folgte alten überwachsenen holzabfuhrwegen und meiner nase.

vor mir lag der kleine feldberg, ein stück weiter der fuchstanz, aber ich wollte in die stille, ich wollte zum fuchsstein, einer felsformation, die nur über pfade zu erreichen und in keiner karte markiert ist. ich bog rechts ab und war gespannt, ob ich die felsen finden würde.

das sah gut aus! jetzt kannte ich mich wieder aus, das hier war der pfad zum fuchsstein. in den moosüberwachsenen steinen rechts im bild habe ich vor jahren einmal einen geocache gesucht (und gefunden!).


das frische grün leuchtete wunderbar im wald.

ich hatte den fuchsstein tatsächlich gefunden. ein wunderschöner ort. für ein kurzes päuschen machte ich es mir zwischen den felsen gemütlich und genoss die stille - und ein paar leckere schokokekse.

die inschrift "eichendorffstein 100 m" hatte ich schon oft gelesen, aber dem pfad dorthin war ich nur ein einziges mal gefolgt: bei einer nachtwanderung im neumond, da war nichts zu sehen vom stein. aber jetzt hatte ich zeit und tageslicht und endlich machte ich bekanntschaft mit dem stein.

ich kehrte zum jeepchen zurück, jetzt begleitete mich das geräusch der autos auf der nahen straßen. und der gesang der vögel, die sich für die nacht einrichteten. das war eine wunderbare kurze wanderung gewesen.

Sonntag, 16. April 2017

nochmal an der grenze lang

auch für den zweiten osterausflugstag hatten wir einen bunten strauß zusammengestellt ...

pinkeln mit aussicht :-)

schacht konrad bei salzgitter. hier soll schwach bis mittelbelasteter strahlenmüll endgelagert werden. also solche sachen wie werkzeuge, schutzanzuüge und so weiter. unvorstellbar. kommen da container mit gummihandschuhen rein? und dann?

wir fuhren einmal rund ums hütten- und stahlgelände von salzgitter herum. auf der einen seite industrieanlagen, auf der anderen seite idyllisches grün. das wasser im stichkanal ist ziemlich klar und der angler, der die nacht dort verbracht hatte, war bester dinge, er hatte einen guten fang gemacht.

wenn der raps in voller blüte steht, wird das noch viel schöner hier.

wohin führt die eisenbahnbrücke? links zum stahlwerk, rechts ins grüne land. uns führte die straße geradeaus, wir wollten übers land und wieder nach osten zur alten grenze.

gerade, als am horizont der kirchturm von wolfenbüttel auftauchte, meldete sich mein kaffeedurst. da kam die umleitung durch die innenstadt gerade recht. wir parkten, machten eine kleine kaffeepause und bummelten durch die stadt.

was für ein rathausplatz! mit rathausschenke. leider heute geschlossen.

sogar das pferd wirkte betrübt. hatte es auch bierdurst?

harbke, ot autobahn. was liegt in dem wald hinter dieser ruine noch alles verborgen?

und noch einmal die ehemalige grenzübergangsstelle marienborn. dieses mal nahmen wir uns mehr zeit zum schnüffeln.

wir waren rechtzeitig zur öffentlichen führung gekommen, eine große gruppe hatte sich zusammen gefunden und wir erfuhren eine menge über diesen bedrückenden ort.

hinter der glaswand brauste der autobahnverkehr richtung berlin.

das ist einer der lichtmasten, mit denen der grenzübergang "blend- und schattenfrei" taghell erleucht wurde. im inneren ist eine leiter, damit konnten wartungsarbeiten ausgeführt werden.

müde und erfüllt machten wir uns auf den rückweg. wir hatten so viel gesehen in den letzten tagen.

Samstag, 15. April 2017

grenzgänge

wir waren über ostern nach niedersachsen gereist, hatten warme sachen in die koffer gepackt und waren so gewappnet für das wechselhafte aprilwetter, das uns auf unseren ausflügen begleitete.

am südlichen rand des elms gibt es ein cafe mit tausenden von kaffeekannen: das kaffeekannen-museum. aber es hatte noch geschlossen, wir waren zu früh dran. also überbrückten wir die wartezeit mit einem kleinen ausflug. bibb.

kaum hatten wir den feldweg verlassen, verzogen sich die regenwolken und die sonne wärmte die luft. wir parkten den dicken und spazierten in den wald hinein. ein richtig wilder wald! die waldwege endeten in wendeschleifen und wir mussten unseren spaziergang über überwachsende abfuhrwege fortsetzen. dann war es zeit, zum cafe zurückzukehren, die ausgestellten kannen zu bewundern und die leckeren torten zu genießen. suchtgefahr :-) !

über die alte elmstraße gelangten wir nach schöningen. unser ziel war das braunkohleabbaugebiet, das bis an die ehemalige deutsch-deutsche grenze reichte.

am rande des abbaugebietes sind ausrangierte maschinen, wie dieser zug, ausgestellt. auch ein schaufelradbagger steht dort. im gegensatz zu den gigantischen maschinen, die wir in der lausitz gesehen hatten, ein zwergbagger.

dort gegenüber, oben am grünen hang, beginnt sachsen-anhalt.

die braunkohlegrube reicht beinahe bis an die alte deutsche grenze heran. hier trennte der eiserne vorhang ost und west. das grenzmuseum in hötensleben hat die bedrückenden grenzanlagen erhalten.

aus der ferne grübelten wir: rauchschwaden oder vernebeltes wasser? wir schlichten uns näher: es waren wassersprenkler auf stelzen. was besprenkeln sie? wir konnten das rätsel nicht lösen.

dafür warfen wir noch einmal einen blick in die braunkohlegrube.

ich wanderte ein stück am alten kolonnenweg entlang und bewunderte die üppige und blühende natur. sie schert sich nicht um geschichte. sie folgt einfach ihrem lauf.


nur wenige schritte vom kolonnenweg entfernt, den rücken zur alten grenze gewendet: eine idylle.

in der alten hundelaufanlage wucherte das gras. unfassbar, dass sich diese zaunanlagen einmal durch das gesamte land zogen.

ein letzter blick. wir kehrten zum auto zurück und kurvten kreuz und quer über die ehemalige grenze richtung norden.

ab und an bogen wir auf alte sträßchen ab.

einen besuch in der alten grenzübergangsstelle marienborn hoben wir uns für den kommenden tag auf. aber ein ortsschild mit dem namen "autobahn", das ist auch einmalig.

viel trinken ist wichtig für die gesundheit - und dafür, die gegend kennenzulernen. hier war der dicke in seinem element: tief ausgefahren, querrinnen, steine im weg. ein dringendes bedürfnis für mensch und maschine wird gestillt ;-)

was'n das? getreidesilo? ein ableger des henninger turms? oder etwa ... genau: eine horchanlage richtung osten. jetzt natürlich ist sie arbeitslos, nur die funkantennen ganz oben drauf arbeiten noch.