wir waren über ostern nach niedersachsen gereist, hatten warme sachen in die koffer gepackt und waren so gewappnet für das wechselhafte aprilwetter, das uns auf unseren ausflügen begleitete.
 |
| am südlichen rand des elms gibt es ein cafe mit tausenden von kaffeekannen: das kaffeekannen-museum. aber es hatte noch geschlossen, wir waren zu früh dran. also überbrückten wir die wartezeit mit einem kleinen ausflug. bibb. |
 |
| kaum hatten wir den feldweg verlassen, verzogen sich die regenwolken und die sonne wärmte die luft. wir parkten den dicken und spazierten in den wald hinein. ein richtig wilder wald! die waldwege endeten in wendeschleifen und wir mussten unseren spaziergang über überwachsende abfuhrwege fortsetzen. dann war es zeit, zum cafe zurückzukehren, die ausgestellten kannen zu bewundern und die leckeren torten zu genießen. suchtgefahr :-) ! |
 |
| über die alte elmstraße gelangten wir nach schöningen. unser ziel war das braunkohleabbaugebiet, das bis an die ehemalige deutsch-deutsche grenze reichte. |
 |
| am rande des abbaugebietes sind ausrangierte maschinen, wie dieser zug, ausgestellt. auch ein schaufelradbagger steht dort. im gegensatz zu den gigantischen maschinen, die wir in der lausitz gesehen hatten, ein zwergbagger. |
 |
| dort gegenüber, oben am grünen hang, beginnt sachsen-anhalt. |
 |
| die braunkohlegrube reicht beinahe bis an die alte deutsche grenze heran. hier trennte der eiserne vorhang ost und west. das grenzmuseum in hötensleben hat die bedrückenden grenzanlagen erhalten. |
 |
| aus der ferne grübelten wir: rauchschwaden oder vernebeltes wasser? wir schlichten uns näher: es waren wassersprenkler auf stelzen. was besprenkeln sie? wir konnten das rätsel nicht lösen. |
 |
| dafür warfen wir noch einmal einen blick in die braunkohlegrube. |
 |
| ich wanderte ein stück am alten kolonnenweg entlang und bewunderte die üppige und blühende natur. sie schert sich nicht um geschichte. sie folgt einfach ihrem lauf. |
 |
| nur wenige schritte vom kolonnenweg entfernt, den rücken zur alten grenze gewendet: eine idylle. |
 |
| in der alten hundelaufanlage wucherte das gras. unfassbar, dass sich diese zaunanlagen einmal durch das gesamte land zogen. |
 |
| ein letzter blick. wir kehrten zum auto zurück und kurvten kreuz und quer über die ehemalige grenze richtung norden. |
 |
| ab und an bogen wir auf alte sträßchen ab. |
 |
| einen besuch in der alten grenzübergangsstelle marienborn hoben wir uns für den kommenden tag auf. aber ein ortsschild mit dem namen "autobahn", das ist auch einmalig. |
 |
| viel trinken ist wichtig für die gesundheit - und dafür, die gegend kennenzulernen. hier war der dicke in seinem element: tief ausgefahren, querrinnen, steine im weg. ein dringendes bedürfnis für mensch und maschine wird gestillt ;-) |
 |
| was'n das? getreidesilo? ein ableger des henninger turms? oder etwa ... genau: eine horchanlage richtung osten. jetzt natürlich ist sie arbeitslos, nur die funkantennen ganz oben drauf arbeiten noch. |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen