Samstag, 25. April 2015

es blüht so grün

da brauchte es nur ein paar warme tage und alles wurde grün und blühte. und meine nase lief und lief, die augen tränten, ich musste am laufenden band niesen. ich litt mittlerweile also nicht mehr nur unter altersstarrsinn, auch altersheuschnupfen machte mir schwer zu schaffen. frische luft, so dachte ich mir, tut mir bestimmt gut.


tja, das war leider doch keine so gute idee, so schön es auch draußen ist. meine nase wurde nicht frei, das bizzeln immer heftiger.


aber ich hatte noch nicht genug, schlug mich quer durchs gebüsch, folgte überwachsenen wegen, scheuchte einen kapitalen hirsch auf und wunderte mich über altmetall mitten im wald.


hier wird doch nicht die "rote oktober" verbuddelt sein? hinter diesem wall könnte wasser gestaut worden sein. oder etwa nicht?


alles quatsch! wahrscheinlich war ich einfach nur über die belüftung eines wasserstollens gestolpert.


mittlerweile hatte ich wohl genug pollenstaub eingeatmet, dass es auch noch für ein paar niesattacken in den nächsten tage im büro reichen würde. ich machte mich auf den rückweg.


Sonntag, 19. April 2015

berlin, berlin, wir fahren nach berlin!

berlin. mal wieder nach berlin reisen. grüne weiße trinken, durch die stadt streifen, als ob sie ein wald wäre, den wir erkunden. mal hier abbiegen, mal da in eine ecke schnüffeln. berlin hat uns bei unserem ersten besuch, der schon jahrzehnte zurück liegt, fasziniert und tut es immer noch. irgendwie ist berlin auch ein stück heimat.


die autos durften in ihren garagen bleiben, wir nahmen die deutsche bahn. einsteigen, zurücklehnen, träumen, ankommen, aufwachen. genau in der reihenfolge, denn nach der stundenlangen fahrt fühlten wir uns dann doch ein wenig benommen. zum frischmachen schlenderten wir richtung osten.


im uhrzeigersinn umrundeten wir die stadt. im osten wird kräftig gebaut.


in kreuzberg ist zum bauen dagegen gar kein platz.


eine pause vom stadtwandern stand an. wohin würde uns die nächste u-bahn bringen? nachdem wir es genossen hatten, eine weile durchgeschaukelt zu werden, schauten wir auf den plan: hey, tempelhofer feld, der alte flughafen, da kann man jetzt drauf rum spazieren!


aber wo blieb die versprochene grüne weiße? wir hatten vorhin schon mal einen versuch gestartet. aber die grüne war eher gelb gewesen, dafür aber wahrscheinlich unglaublich gesünder als grüne chemiefarbe. egal. wat mutt dat mutt.

die kulturbrauerei erfüllte unsere sehnlichsten wünsche.


freitag machten wir uns frühmorgens wieder auf den weg. erst hoch zum bunkerberg und dosensuchen ...


... dann runter zur spree, nach treptow, richtung badeschiff.


ein eisiger wind blies uns entgegen und so war es auch nicht schlimm, dass wir unsere badesachen vergessen hatten, das badeschiff hatte noch geschlossen. wir wärmten uns mit einer frischen portion fish&chips in kreuzberg auf.


mittlerweile war die sonne wieder raus gekommen und wir wanderten weiter durch die straßen. oben in prenzlau und friedrichshain hatten wir von der s-bahn aus riesige plattenbauten und industriebrachen gesehen. wie ist es da?


aus einem teil der alten schlachthofanlage war eine schmucke wohnsiedlung geworden, mitten drin eine ruhige grünanlage, ein restaurierter wasserturm, in dem ein kleines cafe herrlich erfrischende zitronenlimonade serviert. eine kurze pause, prost!


am abend scheuchte uns kalter wind und leichter nieselregen durchs nikolaiviertel. wir trösteten uns: wir kommen wieder nach berlin, es gibt noch eine menge zu sehen.

samstag früh folgten wir der ehemaligen mauer durch berlin. irgendwie war sie noch immer gut zu sehen. entweder als pflastersteinreihe, als gegensatz (im westen alte häuser, im osten schmuck und neu) oder einfach als brache.


und dann standen wir plötzlich am checkpoint charlie. trubel pur! mittlerweile war die sonne raus gekommen und wärmte die schlangen rund um den reichstag. wir folgten der spree weiter bis zum hauptbahnhof, stärkten uns mit wurst und pommes und ließen uns erschöpft in die s-bahn sinken. einmal mit der ringbahn rund herum. na gut, eineinhalb mal, weil es so schön ist.

jede menge berlin in drei tagen. was für eine stadt!


Dienstag, 14. April 2015

früher war alles besser

autoradios können so grausam sein!

du hörst ein spannendes hörbuch, lässt dir nachdenklich die letzte CD der box auswerfen - und der classicsender jubiliert durch den raum. argh. das waren noch zeiten mit dem kassettenlaufwerk, da gabs beim auswurf höchstens herzhafte flüche: "verfl..., bandsalat!!!"

Sonntag, 12. April 2015

unter gleichgesinnten

schon eine ganze weile spielte ich mich dem gedanken: jeeptreffen in sankt augustin! na gut, das liegt nicht gerade um die ecke, ist aber auch nicht aus der welt. und endlich einmal hatte ich nichts anderes vor und sonnenschein war auch noch angesagt. ich stellte mir also den wecker für sonntag früh und fuhr hin.

nach und nach trudelten weitere jeeps ein. kernige reifenprofile und fahrwerke höhergelegt. das jeepchen sah recht mickrig aus dazwischen. und durchweg nette leute. da war ich bestimmt nicht zum letzten mal.

für den rückweg machte ich einen großen bogen um die autobahn und fuhr übers land.


durchs offene dach wärmte die helle sonne und ich kurvte in aller ruhe durch die gegend.


das ist eine art, zu reisen!

erst, als sich ein schlackernder zirkuswagen vor mich setzte und ganz offensichtlich das gleiche ziel hatte wie ich, verlor ich die geduld. mit 50 km/h zottelten wir über die straßen, überholen war wegen dem regen gegenverkehr schlicht unmöglich. egal, ich hatte so oder so einen schönen tag gehabt.



Freitag, 10. April 2015

über uns nichts als der weite himmel

mit einem mal sind die temperaturen beinahe bis 20 grad geklettert. vielleicht sogar schon drüber. zeit, um mal wieder durch die nacht zu wandern.


ganz langsam kam die dämmerung, erst auf dem letzten stück vor dem berg wurde es dunkel. oben auf dem plateau großer bahnhof: lagerfeuer, geplapper, feierstimmung. puh, dafür haben wir den aufstieg aber nicht auf uns genommen. für unsere gipfelrast suchten wir uns eine ruhige ecke mit blick auf das lichtermeer unten in der ebene.


über uns spannte sich der weite himmel und hell funkelten die sterne. wunderbar! wir wurden ganz still.


Montag, 6. April 2015

wo sind sie versteckt?

vier freie tage am stück und damit eigentlich mehr als genug zeit, um durch die gegend zu strolchen und ostereier zu suchen - aber seit letztem wochenende quälten mich heftige zahnschmerzen und so lag ich erstmal flach. als die antibiotika endlich anschlugen, raffte ich mich doch noch auf.


im nahegelegenen kleinen waldstück haben die waldarbeiter böse gewütet. die pfade, die sich durch das gelände ziehen, sind kaum begehbar, weil so viele bäume gefällt wurden und noch nicht weggeräumt sind. trotzdem kann ich alle dosen finden, die auf einer kleinen runde neu versteckt wurden. was will ich mehr? für ostereier bin ich mittlerweile ja doch zu alt ...