bei meinem letzten werkstattbesuch mit dem jeepchen habe ich mir neue wischerblätter montieren lassen, die ollen mussten sich bei regen erstmal warmlaufen, bis sie in der lage waren, die scheibe streifen- und quietschfrei zu wischen. bei nieselregen war das kein spaß, erst richtige regengüsse brachten das fertig. und jetzt hatte ich diese tollen neuen dinger drauf und es kam und kam kein regen. sollte ich jetzt etwa mit meiner mückenverkleckerten scheibe zum jeeptreffen fahren? natürlich nicht! manchmal hilft wünschen halt doch ...
zuerst saßen wir wieder gemütlich bei kaffee und frühstück (oder äußerst leckerer erdbeer-mascarpone-torte) zusammen, danach ging es nach kurzen benzingesprächen (die heute aufgrund des regens äußerst kurz ausfielen) im konvoi zum nahegelegenen feuerwehrfest auf ein würstel vom grill. mittlerweile kommen so viele jeeps zusammen, dass nur noch die panoramafunktion an der kamera hilft:
die regenschauer waren inzwischen in einen ordentlichen landregen übergegangen und ich nutzte das wetter, um ungestört ein paar dosen suchen zu gehen. ausserdem gab es noch etliche sträßchen in diesem wunderschönen nassauer land, die ich noch nicht kannte.
ich traf überraschend viel verkehr auf den straßen an, gemütlich bummeln war gar nicht so einfach und dann hatte ich im kofferraum vom feuerwehrbüffet auch noch zwei stück einer sahneroulade, die ich nicht waghalsigen ausweichmanövern aussetzen wollte. da war ich ganz froh, als ich am wegrand parken und loslaufen konnte.
vergeblich suchte ich nach der zweiten dose und ließ mich dabei nass regnen. training für london, wohin ich übernächste woche fahren wollte. irgendwann hatte ich genug und kehrte zum auto zurück. so langsam wurde es zeit für den heimweg und ich programmierte das navi. aber dann ignorierte ich doch die vorgeschlagene route, denn da war diese kreuzung mit dem kleinem sträßchen ...
was für eine glückliche entscheidung! ich kam an einem abzweig zu einem "schwimmbad" vorbei, sah, dass mein gps-gerät zwei dosen im tal anzeigte und folgte ihm. ich landete auf einem großen, ausgeschilderten parkplatz vor einem verlassenen gebäude.
das war mal wieder heimatkunde für fortgeschrittene pur. zuhause müsste ich erstmal wieder ermitteln: was war das hier? direkt neben dem unwirtlichen ort lag ein wunderschöner sauerbrunnen. ich verkniff es mir jedoch, das wasser zu verkosten.
der regen hatte nachgelassen und es gelang mir auf anhieb, eine dose zu bergen, deren hinweis sie als "magnetisch" auswies. mit dieser art von dosen stand ich üblicherweise ein wenig auf kriegsfuß, aber heute war mir das glück hold. ich warf einen letzten blick in die landschaft, dann machte ich mich ohne größere umwege endgültig auf den heimweg.