ich habe mir ein neues spielzeug zugelegt, das nicht nur mit dem amerikanischen, sondern auch mit dem russischen satellitensystem arbeitet und das die position nicht nur blitzschnell ermitteln kann, sondern noch dazu äußerst genau. damit müsste ich nun nicht mehr ratlos um eine dose herumirren, weil mein gerät beim annähern an die ziellkoordination mit 6 metern abstand einfriert.
nachdem ich also während der letzten 2 tage jede freie minute dazu genutzt hatte, die unzähligen funktionen des neuen gps-geräts zu erkunden, sollte heute die generalprobe sein.
ich hätte besser wasserdichte socken angezogen.
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| ich wäre gerne noch zum wildseemoor gewandert, aber auf dem kaltenbronn mischte sich schnee in den regen. bibb. die nächste geocache-koordinate lag 40 km nördlich und etliche höhenmeter tiefer. nix wie hin. |
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| seit gestern nahm ich ein leichtes schlackern im unterboden wahr, wenn ich vom gas ging. bildete ich mir eine unwucht ein oder war wirklich etwas nicht in ordnung? radlager? ich nutzte eine dringend notwenige pause, um mir die radschrauben anzusehen: tatsächlich, da waren drei lose. puh! schnell das bordwerkzeug gezückt und das problem gelöst. endlich war wieder ruhe! |
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| wohin wohl führt ein solch sanft geschwungener und glatt asphaltierter weg mitten in einem wald, wenn er noch nicht einmal als kreisstraße gelistet ist? richtig: in eine militärische anlage. in diesem fall in ein längst verlassenes bundeswehr-depot. |
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| auf meinem neuen spielzeug war noch keine detaillierte karte installiert und ich orientierte mich mit dem maßstab 1 zu 100.000. es hatte frisch geregnet und in meiner neugierde folgte ich dem ersten abzweigenden waldweg, der mich nicht sofort bis über die knöchel in den weichen boden einsinken ließ. ich landete überall, nur nicht da, wo ich hin wollte: in einem herrlich gepflegten gartengelände mit traumhaft frischem grass. nassem frischen gras. mir blieb nichts anderes übrig, als mich quer durch den wald zu den zielkoordinaten zu schlagen. unter jungen buchen hindurch, die gerade ihre frischen grünen blätter entfalteten und nur allzu gern die daran haftenden regentropfen auf mich herabfallen liessen. ich wurde pitschnass. und dann sah ich dieses ding. vorsichtig näherte ich mich. man weiß ja nie, was da drin so alles entsorgt wird. |
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| dem geheimnis des wellblechloches ging ich nicht näher auf den grund. war es ein versteckter bunkereingang? unterhalb dieser werkzeughalle fand ich eine weitere vertiefung. sie war verfüllt mit alten autoreifen. |
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| dieses frische grün ist einfach wunderschön! |
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| die alten sandbleche. solche dinger hatte ich bereits einmal in einer geschleiften bunkeranlage südlich von frankfurt gesehen. |
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| breiter weg, breite flächen links und rechts. waren hier bunker gestanden? lagerhallen? |
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| mein blick wurde von diesem eigentümlichen stein angezogen. so etwas habe ich bisher noch nie gesehen. |
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| ich hatte meine runde durchs depotgelände vollendet und machte mich auf den rückweg zum auto. dort würde ich hoffentlich ganz schnell wieder trocken werden. |
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| kurz vor bruchsal zweigte ich noch einmal kurz von der bundesstraße ab. ah! ein paradies an kleinen feldsträßchen ohne verbotsschilder tat sich mir auf. ich hätte hier noch eine gute weile verbringen können, aber es zog mich nach hause. |
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| und mit diesem erinnerungsbild finde ich das sträßchenparadies auch garantiert wieder! |