Sonntag, 29. Januar 2017

alabama und der taunus-yeti

wer weiß schon, wie lange der schnee noch im taunus liegen würde, fürs wochenende war tauwetter angesagt und so machten wir uns auf den weg, um die lage zu inspizieren. ausserdem hatten wir noch eine rechnung mit dem altkönig offen, nachdem wir es letzte woche nicht bis dorthin geschafft hatten ...

wir gingen gar kein risiko ein und parkten gleich kurz nach kronberg. dann würde zwar der anstieg zum altkönig weiter werden, aber wer weiß schon, was da unterwegs noch so alles lauerte.

es war gar nicht so einfach, zu wandern, vor allem die vielbegangenen wege und kreuzungen waren teilweise spiegelglatt. aber jetzt hatten wir es schon bis zur bürgelplatte geschafft und genossen die herrliche luft und die stille im wald.

ein paar mal links abbiegen und wieder rechts und dann folgten wir einem schmalen, im schnee ausgetretenen pfad, der immer steiler und steiler wurde und schließlich landeten wir an der himmelsleiter. rechts von uns, ganz da oben, im nebel kaum auszumachen, lag der altkönig, das ziel unserer sehnsüchte.

tapfer stapften wir bergan, als uns plötzlich der taunus-yeti zuwinkte. und nach einer herzlichen umarmung und einem bussi auf die kalte wange flüsterte er uns zu: auf dem altkönig ist es nass und kalt und neblig und überhaupt ist das noch sooooo steil bis dahin. wenn das einer weiß, dann er, der yeti. wir änderten sofort unsere pläne und machten uns gemütlich auf den rückweg.

für den abstieg wählten wir die wenig begangenen wegevarianten, um möglichst nicht ins schliddern zu kommen.

und dann wärmten wir uns bei einem käffchen, einem kuchen und einem schnäpchsen im bürgelstollen wieder auf und beobachteten das treiben an der tür gegenüber. eine familie trat ein, die zwei mädchen hatten ein dreihandbreit hohes hündchen an der leine und sie riefen fröhlich: alabama, hierher! wir waren schwer beeindruckt. alabama!

Freitag, 27. Januar 2017

in die nacht hinein

es wurde endlich wieder zeit, in die bewegung zu kommen nach der langen zeit im büro. also leutete ich das wochenende damit ein, dass ich vom büro durch die dämmerung einfach nach hause lief. ein traum!

ich fuhr ein kleines stück mit der sbahn richtung taunus und begab mich gegen 17 uhr auf den heimweg. die dämmerung war bereits zu ahnen.

nachdem ich zunächst durch ein wohngebiet gezirkelt war, fand ich einen kleinen pfad, der mich an einem schmalen bachlauf entlang durch eine kleingartenanlage führte. noch zweimal um die ecke und schon befand ich mich auf freiem feld.

ich schien die ganze landschaft für mich allein zu haben, nur ganz vereinzelt waren noch spaziergänger unterwegs. schließlich begegnete mir gar niemand mehr. es war ganz still in der blauen stunde.

ich fühlte mich in der weite des abendhimmels tief geborgen.

zu meiner linken lag frankfurt, dort war es schon ganz dunkel, nur die skyline leuchtete. rechts von mir lag das feldbergmassiv und die untergegangene sonne erhellte noch den himmel.

ich machte eine rast, baute mir auf einer bank wieder mein bewährtes winterwanderbuffet auf: tee, wasser, brezel, schokolade. es war herrlich, in der dunklen stille zu sitzen und zu genießen.

jetzt war ich tief im dunkel angelangt und beinahe zuhause. dieser heimweg war richtig klasse!

Sonntag, 22. Januar 2017

umwege sind immer noch die besten wege

ich hatte mal wieder einen stadtausflug nach wiesbaden gemacht. mit kultur und beglückendem tortengenuss im cafe. und damit das bäuchlein anschließend nicht gar so arg spannte, baute ich auf dem rückweg etliche umwege ein, eine verdauungstour quasi.

ich hatte den dicken geparkt und wollte nur ein paar unbeobachtete schritte in den wald tun. aber dann war das so schön da, dass daraus ein kleiner spaziergang wurde.

sagenhaft, dieses winterlicht!

einem kleinen pfad folgte ich in den wald.

die sonne stand schon tief und schickte ihre goldenen strahlen in den wald.

da wartete mein tourenbegleiter auf mich.

holiday on ice :-D

Samstag, 21. Januar 2017

winterzauber im taunus

ganz kurz entschlossen hatten wir uns verabredet, um im taunus auf den altkönig zu wandern und von dort die winterlandschaft zu geniessen. aber alle parkplatz waren rippelrappelvoll und wir fanden erst ein ordentliches stück vom altkönig entfernt ein parkplätzchen für den dicken. und nun?

es dauerte eine weile, bis ich mich auf dem gps-gerät zurechtfand und den feldberg anpeilen konnte. wir marschierten los. als wir die straße querten, trafen wir auf zwei frauen, die uns wärmstens den tilmannweg empfohlen. na dann. wir bereuten die entscheidung keinen moment.

vereinzelt waren spaziergänger unterwegs, aber längst nicht so viele, wie die dicht geparkten parkplätze befürchten ließen.

bevor der weg sich zum fuchstanz hinab senkte, schlugen wir den rückweg ein. wir hatten schließlich noch ein ordentliches stück wegstrecke vor uns.

unterwegs trafen wir auf den taunuswintergnom.

der schnee glitzerte in der sonne. ein wintertraum!

wir hatten die festgetretenen pfade verlassen und waren auf weniger begangenen wegen gelandet. das fortkommen war mühsam. aber wunderschön.

die tiefstehende sonne warf ihre goldenen strahlen zwischen den bäumen hindurch. einfach herrlich! diesen wunderbaren tag beschlossen mit einem wunderbaren abendessen in der landsteiner mühle. die ist nochmal einen besuch wert. am besten aber, wenn ich nicht gerade am steuer vom jeepchen sitze ...

Sonntag, 15. Januar 2017

winter. sonne. schnee. nix wie raus!

strahlend blauer himmel begrüsste uns früh morgens und keine einzige verabredung tummelte sich im kalender. das war DIE gelegenheit, endlich einmal durch den schnee zu spazieren.

auf dem feldberg und der wasserkuppe waren alle parkplätze belegt, sogar die straßen waren wegen überfüllung gesperrt worden. im hintertaunus war es dagegen schön entspannt und die sonne verzauberte die winterlandschaft.

unser ziel waren die echbacher klimmen im hintertaunus. still lagen sie im sonnenlicht.

die alpine seite des taunus.

das trockene gras leuchtete im sonnenlicht.

wir schlugen uns ein stück durch den nadelwald und gelangten auf die hochebene oberhalb der klippen. am waldrand entlang spazierten wir bis zum birkenhof. dort standen die pferde dösend in der wintersonne.

auf dem rückweg pfiff uns der wind eisig entgegen.

was für eine aussicht!

Samstag, 14. Januar 2017

ein verspäteter neujahrsspaziergang

im sommer war ich hier gewesen, habe dosen gesucht und einen traumhaften ort mitten in der sommersonne gefunden. heute war es zeit, nochmal hierher zu kommen und mir den winterwind um die ohren pfeifen zu lassen.

im geäst dieses alten kirschbaums ist eine große niströhre angebracht. wohnen da käuzchen? unten an den wurzeln befindet sich der eingang zu einer höhlenwohnung. ein schöner platz ist das hier.

bibb. der wind, der von den höhen herunter pfiff, war eisig kalt. aber der weite blick ist einfach grandios. jetzt aber zurück ins windgeschützte auto.

Sonntag, 8. Januar 2017

greenlaning geht auch an der lahn (heisst das deswegen so?)

ich hab die überlieferte regel, in den rauhnächten keine wäsche zu waschen, auf meine eigene weise befolgt und das jeepchen nach der tour im schwarzwald NICHT mehr gewaschen. und heute wollte ich damit zum jeeptreffen. au wei. das würde womöglich den einen oder anderen kommentar geben. aber jetzt war es zu spät. oder nicht?

in der nacht war ein wenig schnee gefallen, aber die straßen waren leider viel zu gut gesalzen. kurz vor heidenrod wusste ich aber einen kleinen umweg und da bot sich mir die lösung für mein problem: eine schneewaschstraße für den dicken :-) juhu, als ich vorne wieder raus kam, war das jeepchen schön pitschenass und sah sauber aus.

wir waren eine kleine gruppe und ich war wegen meinem umweg auch viel zu spät dran. wetterbedingt reduzierte sich die auto-begutacht-runde aufs verabschieden (der dicke wäre ungewaschen also gar nicht aufgefallen) und so machte ich mich recht bald auf den weg zu meiner schnüffeltour. ich wollte richtung lahn.

allzu weit kam ich nicht. ein schild mit "beschränkt für fahrzeuge bis 2,8 tonnen gewicht" lockte mich in ein nebental. was für ein tolles sträßchen!

K5 - nichts sonst - so ist die bezeichnung für das schmale sträßchen (das hier ist es aber nicht, das ist mal wieder einer meiner dringenden abstecher). ich sollte wirklich mal gucken, ob es nicht ein verzeichnis mit diesen K-straßen gibt, am liebsten die mit den einstelligen nummern ...

ein selfie! ganz ohne selfie-stick!

und was kommt nun? nach winden? nix mehr? da bin ich aber mal gespannt ...

ich komme mir vor wie am ende der welt.

ich suchte den weg zur ruine brunnenburg. vor jahren war ich hier gewesen und ich wusste noch, dass es nicht ganz einfach war, dorthin zu gelangen. ich nutzte den schutz des dichten nebels und schlich durch die felder.

ein blick auf die wanderkarte sagte mir, dass ich den nächsten talabschnitt rechts liegen lassen und richtung nordwest gehen müsste. ich parkte den dicken und machte mich zu fuß auf den weg.

die luft tat richtig gut.

ich fand die ruine nicht. dafür jede menge schadnager- und wildschweinfallen, schubberbäume für die letzteren und einen taleinschnitt nach dem anderen. welcher war es, den ich rechts liegen lassen sollte? der hier oder jener oder ...? na, in vier wochen würde ich es nochmal probieren, jetzt war es höchste zeit für das nächste tässchen kaffee und ein törtchen in diez.