wer weiß schon, wie lange der schnee noch im taunus liegen würde, fürs wochenende war tauwetter angesagt und so machten wir uns auf den weg, um die lage zu inspizieren. ausserdem hatten wir noch eine rechnung mit dem altkönig offen, nachdem wir es letzte woche nicht bis dorthin geschafft hatten ...
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| wir gingen gar kein risiko ein und parkten gleich kurz nach kronberg. dann würde zwar der anstieg zum altkönig weiter werden, aber wer weiß schon, was da unterwegs noch so alles lauerte. |
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| es war gar nicht so einfach, zu wandern, vor allem die vielbegangenen wege und kreuzungen waren teilweise spiegelglatt. aber jetzt hatten wir es schon bis zur bürgelplatte geschafft und genossen die herrliche luft und die stille im wald. |
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| ein paar mal links abbiegen und wieder rechts und dann folgten wir einem schmalen, im schnee ausgetretenen pfad, der immer steiler und steiler wurde und schließlich landeten wir an der himmelsleiter. rechts von uns, ganz da oben, im nebel kaum auszumachen, lag der altkönig, das ziel unserer sehnsüchte. |
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| tapfer stapften wir bergan, als uns plötzlich der taunus-yeti zuwinkte. und nach einer herzlichen umarmung und einem bussi auf die kalte wange flüsterte er uns zu: auf dem altkönig ist es nass und kalt und neblig und überhaupt ist das noch sooooo steil bis dahin. wenn das einer weiß, dann er, der yeti. wir änderten sofort unsere pläne und machten uns gemütlich auf den rückweg. |
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| für den abstieg wählten wir die wenig begangenen wegevarianten, um möglichst nicht ins schliddern zu kommen. |
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| und dann wärmten wir uns bei einem käffchen, einem kuchen und einem schnäpchsen im bürgelstollen wieder auf und beobachteten das treiben an der tür gegenüber. eine familie trat ein, die zwei mädchen hatten ein dreihandbreit hohes hündchen an der leine und sie riefen fröhlich: alabama, hierher! wir waren schwer beeindruckt. alabama! |
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