Sonntag, 27. März 2016

an der quelle

früh am ostermorgen zu einer quelle wandern, das hatte ich zuletzt vor zwei jahren gemacht. oder ist es schon drei her? aber welche quelle käme für mich in frage? hm. dann fiel mir die pernodquelle ein. die heißt nicht wirklich so. aber ein geocache, der dort liegt, heißt so. wofür dosensuchen nicht alles gut ist ...

es war ein wenig verwirrend: die uhr war in der nacht umgestellt worden. musste ich jetzt um sechs raus? um fünfe? egal, es passte schon und in der morgendämmerung waren wir unterwegs zur quelle.

der bertaborn. ein wunderbarer ort und so leicht zu erreichen.

durch das kleine tal stiegen wir wieder bergan. es war viel holz gefällt worden und das fortkommen war etwas mühsam, aber schließlich trafen wir auf einen kleinen bikerpfad und ganz bequem gelangten wir zurück zum auto. heim. frühstück. aufwärmen.

Samstag, 26. März 2016

die sonne weckt die pure lebenslust

wer hätte das gedacht? gestern regen, heute sonne. für den ausflug nach heidelberg konnte ich den dicken mantel, handschuhe, schal und mütze getrost daheim lassen. der frühling ist da!

damit das jeepchen keinen sonnenschlag kriegt, parkten wir es unter dem postplatz. ein meter achtzig durchfahrtshöhe. kein problem für uns erfahrene tiefstapler ;-)

bombenwetter! wir schlenderten durch die stadt und freuten uns des lebens.

bevor wir den aufstieg zum philosophenweg in angriff nahmen, stärkten wir uns mit einem kleinen trunk. gerade rechtzeitig ergatterten wir einen platz, die sonnenstrahlen krochen langsam über unseren tisch und wärmten uns. wir beobachteten das treiben auf der gasse und mit einem mal waren alle tische belegt. mittagszeit.


das mittagsbier war mit einem schlag verdaut. stufe für stufe, ganz gemächlich, schritten wir bergan. nicht, dass uns hier und jetzt ein hitzschlag ereilte, das ginge ja gar nicht.

was für ein blick! was für ein wetter! was für ein toller frühlingstag! die bäume blühten, die blumen in den gärten, es war die reine freude. endlich konnten wir uns auch wieder einmal auf eine bank setzen und einfach bleiben, ohne frieren. wie einfach und leicht alles auf einmal schien!

über die neckarschleuse gelangten wir wieder zurück in die stadt.

oben am schloss lag eine dose. eine echte herausforderung an einem tag wie heute. autos kamen und fuhren wieder, spaziergänger kamen und gingen, ich stand und wartete. ein pärchen näherte sich, den blick verdächtig auf ein handgerät gerichtet. ohne zaudern griffen sie zu. immerhin wusste ich jetzt, dass das dosenbiest wirklich da lag, wo ich es vermutet hatte. in einem ruhigen moment verewigte auch ich mich im logbuch, dann schlenderte ich weiter zum schloss.

ich verzichtete auf eine schlossbesichtigung, mir waren die menschenmassen auch so mehr als genug. ich staunte über die vielen quellen und wasserbecken hier oben rund um das schloss. aus dem berg heraus war früher die wasserversorgung der stadt erfolgt. eines der verteilerbecken hatte ich beim aufstieg bewundern können.

warum nur hatte ich das heidelberger schloss so selten besucht in den letzten jahren? es ist so ein schöner ort.

wasser tropfte von der decke und die matten zum schutz vor steinschlag glänzten in der abendlichen sonne. für einen moment hatte ich diesen blick ganz für mich.

einfach wunderschön.

ich beendete meine schlossbesichtigung der ganz-meiner-eigenen-art und kehrte in die stadt zurück. die sonne stand jetzt schon tief und blendete uns, als wir über die hauptstraße zurück zum postplatz und zum jeepchen gingen. ruckzuck waren wir auf der autobahn und zuhause. heidelberg ist auch nochmal einen besuch wert. mindestens noch einen.

Freitag, 25. März 2016

im spessart lässt sichs auch greenlanen :-)

ich hatte mich für karfreitag mit einer kollegin verabredet. was wollten wir unternehmen? irgendwo ein stück wandern? eine stadt erkunden? eine burg? schließlich fiel unsere wahl auf lohr am main zur karfreitagsprozession. das wetter passte zum tag. es war kalt und regnete.

für die prozession hatten wir uns ein geschütztes plätzchen unter einem vordach gesucht, aus den einzelnen tröpfchen war ein nieselregen geworden. bis auf die mark und bein durchdringenden trommelschläge war es mucksmäuschenstill, als die prozession durch die straße zog. anschließend machten wir einen erkundungsgang durchs schöne städtchen.

der wind fegte durch die engen gassen und wir hatten zuflucht in einem cafe gesucht. gestärkt mit kaffee und torte setzten wir unseren stadtbummel fort.

von diesem schloss aus, so geht die sage, flüchtete schneewittchen vor der bösen stiefmutter über sieben hohe berge hinweg. die stiefmutter machte es sich bequem und folgte durchs flache tal. ts, kein wunder, dass die sache für schneewittchen erstmal böse ausging.

ich war auf dem weg zum warmen und trockenen auto und warf einen letzten blick in eine der engen gassen. lohr ist auf alle fälle nochmal einen besuch wert, schließlich gibt es auch eine schöne brauerei hier. heute waren wir nicht eingekehrt, wir musste ja noch fahren.

ich hatte das jeepchen in der steilen straße zum valentiusberg geparkt und dachte mir: bevor ich hier jetzt mühsam umdrehe, fahre ich einfach den berg weiter hoch. vielleicht kommt dort eine großzüge wendeschleife oder ... eine gute entscheidung: es kam zwar keine wendeschleife, aber auch kein verbotsschild und ich folgte dem schotterweg weiter in den wald und auf den berg hinauf.

und genau dafür ist ein regentag gold wert: kein mensch unterwegs.
ich landete am ende des legal zu befahrenden weges und schaltete das gps-gerät ein. gibt es eine dose in der nähe? die wartezeit, bis die satelliten mein gerät geortet hatten, überbrückte ich mit einer kleinen, nassen fotosession.

na bitte, da gehts zur dose. und wieder gab es kein verbotsschild. ich konnte also einen drive-in wagen. wenn nicht sogar mehr.

laut rauschte das wasser über die kaskaden.

ich zog meine wanderkarte zu rate: wohin würde mich dieser weg in den wald führen? wie weit würde ich fahren können? auf alle fälle käme ich hoch auf den bergkamm. und dann? notfalls wieder den selben weg zurück. ich fuhr los. dass es hier mit rechten dingen zuging, merkte ich, dass an jedem abzweigenden weg ein verbotsschild stand, nicht jedoch an meinem weg.

das gelände wurde flacher, ich hatte den bergkamm erreicht. autos tauchten am wegrand auf. ups. eine hütte, davor eine feuerstelle, männer in tarnkleidung rundherum. ich hielt, kurbelte das fenster herunter und fragte, ob ich dem weg noch weiter folgen könne. wo ich denn hinwolle. egal, antwortete ich, hauptsache, es ist schön. sie winkten mich weiter. na dann. kurz, bevor ich die landstraße wieder erreichte, wurde es für 100 meter illegal: wegen holzarbeiten gesperrt. ich kniff beide augen zu. am karfreitag hatte keiner holz zu fällen und ich hoffentlich freie fahrt. ab dafür.
an der bayerischen schanz überschritt ich wieder die grenze nach hessen. mit einem mal war es aus mit dem legalen waldfahren. hessen ist streng mit seinen verbotsschildern. spielverderber!

und dann erwischte ich doch noch ein legales hessisches wiesenweglein. es führte mich einmal durchs tal, erst links der bieber, über ein brücklein und dann, mein navi, das mich nach hause lotsen wollte, ignorierend, rechts der bieber über einen weiteren wiesenweg zurück. fein. jetzt konnte ich heim. ich hatte einen tollen tag gehabt.


Sonntag, 13. März 2016

einmal um die ecke spazieren

das tageslicht ist etwas ungewohnt und ich zwicke die augen zusammen, als ich endlich wieder an die frische luft komme.

ein stückchen wildnis lässt sich überall finden, auch auf einem spaziergang durch mein kleines städtchen. direkt an den kleinen park mit dem froschteich (in stillen sommernächten können wir die viecher über all die häuser hinweg hören, die zwischen uns und dem teich stehen - und das sind viele und hohe häuser!), schließen sich am bach entlang schrebergärten an. tja, und hinter den schrebergärten, da isser, der wilde bach.

immer noch pfiff der wind eisig vom feldberg herunter. dort oben lag halt noch immer schnee.

ganz idyliisch hinter der wiese mit den alten apfelbäumen liegt das ungetüm von fernheizkraftwerk. kein grund zum meckern, das ding sorgt schließlich dafür, dass ich es auf dem sofa schön warm habe. also dann.

Sonntag, 6. März 2016

die dosis war zu klein. leider.

ich hätte noch einen weiteren honigschnaps nehmen sollen, als ich gestern oben auf den felsen saß. und vielleicht noch einen. und einen weiteren hinterher. dann hätte mich die erkältung vielleicht nicht nochmal erwischt.

beim nächsten mal bin ich hoffentlich klüger.

und danach blau.

das kalte wetter setzte mir ganz arg zu. der gedanke, hier auf dem tröhnchen zu sitzen, selbst wenn die hühner noch so allerliebst gackterten, er war mir unerträglich. ich gehörte schleunigst ins warme bett.

Samstag, 5. März 2016

gut vorbereitet ist halb gewandert

oben im taunus liegt noch schnee und ich hab die suppenwanderung schon fast durchgeplant. ich weiß, bis november ist noch soooo viel zeit, aber ich finde, es macht mehr sinn, eine planung unter realen bedingungen zu machen, im taunus liegt noch schnee, im november könnte es wieder schneien, also ... und ausserdem brauche ich die ganzen frühlings- und sommermonate zum rasenmähen, fürs feierabendbier, zum fischegucken und überhaupt.

da zogen wir ganz schnell die warmen mützchen über die ohren. oben auf der höhe, beim aufstieg zum atzelbergturm, pfiff ein eisiger wind vom berg herab. bibb.

ich hatte mir beim vorplanen auf der landkarte schon halb gedacht, dass die rückroute von der heimlichen wiese aus schön sein würde und dieser weg hier bestätigte meine vermutung.

dann tauchten moosüberwachsene felsen an den bewaldeten hängen auf. der auftakt für ...

... das absolute finale, die felsformation am dachsbau. toll! wir begossen unsere entdeckung mit einem wärmenden und desinfizierenden honigschnäpschen. nur ein klitzekleines, wir waren schließlich zum pfadfinden hier.

:-) so pausiert sichs gut.

wir konnten unseren blick weit übers land werfen. bis in die pfalz hinein, zum donnersberg. zufrieden kehrten wir zum auto zurück: mission erfüllt, die strecke stand.