Sonntag, 31. Mai 2015

abschlussarbeit

zum abschluss meines urlaubs fuhr ich kurzentschlossen in die wetterau. dort gibt es einen bunker, den ich schon lange einmal aufsuchen wollte.


auf dem weg zum ersten cache verfuhr ich mich mal wieder im wald ;-)

herrlich kleine und ruhige sträßchen gibt es in der wetterau. ich parkte an einem waldrand, ließ den wind durchs auto fluten und lauschte in die stille.


dann machte ich mich auf den weg zum bunker. von der ganzen anlage ist er der einzige, der nicht gesprengt worden war. warum auch immer.


ab nach hause. der urlaub war endgültig vorbei. schade.

Samstag, 30. Mai 2015

schnüffeln am ring

bei der rallye im frühjahr, bei der wir so bitterlich gefroren hatten, habe ich das erste mal davon gehört: autocross mit nachtrennen in dauborn ende mai. das wollte ich mir auf keinen fall entgehen lassen.


waaaahnsinn! in drei vorläufen starteten jeweils 20 fahrer, die ersten 9 waren für den finallauf qualifiziert. da wurde es in den kehren manchmal ganz schön eng. feindkontakte waren nicht immer auszuschließen.


mit zunehmender dämmerung wurde es empfindlich kalt und auf den tribünen voll. mittlerweile hatte ich soviel abgasluft geschnuppert, dass ich vor kälte zitternd gern auf den nachtfinallauf verzichtete und vor der heimreise noch einen gang durchs fahrerlager machte.



Freitag, 29. Mai 2015

urlaub daheim

ich hatte noch eine garnze woche urlaub und keine weitere reise geplant. schon lange einmal wollte ich zuhause bleiben, tagsüber durch die wälder streifen, dosen suchen, anschließend irgendwo einkehren und abends wieder zuhause ankommen. dinge, die ich schon lange einmal erledigen wollte, könnte ich wie nebenher erledigen.


im taunus waren ein paar neue dosen gelegt worden, andere hatte ich schon lange auf meiner to-do-liste. die luft war bewegt und kühl, nur ab und an wärmte die sonne. sofort duftete es würzig im wald.


ich ließ mir zeit und schlenderte in ruhe durch den wald, außer mir schien niemand unterwegs zu sein. auch das waldgasthaus, das ich bisher immer rappelvoll erlebt hatte, war angenehm leer. spargelzeit. mmmmh!


am nächsten morgen machte ich mich auf den weg in den rückwärtigen taunus. dort hatte ich vor jahren bereits festgestellt, dass die uhren ein wenig langsamer ticken, die leute zeit haben zum schwätzen und die caches mit richtig guten ideen versteckt sind.


und tatsächlich, es dauerte nicht lang und ich war mitten in einem gespräch über hunde und pferde, später über den limes und schließlich traf ich einen mann, der jeden tag äußerst flott durch den taunus wandert und deswegen, wie er sagte, gar nicht mehr wahrnimmt, wie schön es hier ist. ich fragte ihn, wie alt er ist und er antworte: 85! ich war sprachlos.


plötzlich sprang ein fuchs auf den weg und schnürte vor mir her. er nahm mich nicht wahr, der wind kam mir entgegen. ich hielt den atem an und beschleunigte schließlich meinen schritt. er hüpfte nach rechts, dort hatte sich wohl eine maus gerührt, dann schnüffelte er über den weg. er drehte sich um und kam auf mich zu. unglaublich. jahrelang hatte ich keine füchse gesehen, letzte woche gleich drei und jetzt hatte ich einen fuchs direkt vor meiner linse. dann bermerkte er mich und er verschwand mit einem großen satz im wald.


freitag zog es mich noch einmal in die gleiche gegend. die dosen waren einfach zu gut gemacht. da hatte jemand richtig gute ideen und spaß am basteln gehabt und ich war gespannt, was ich noch vorfinden würde.


ich wurde nicht enttäuscht. einfach genial!
endlich hatten sich regenwolken gebildet und ein ordentlicher landregen ging nieder. ich wurde patschnass.


schade, dass ich nächste woche schon wieder arbeiten muss. es gäbe noch ein paar schöne ecken daheim zu entdecken.

Montag, 25. Mai 2015

der umweg ist das ziel

ich wollte einmal keinen schnee im schwarzwald erleben und frieren wollte ich auch nicht, also fuhr ich über pfingsten dort hin. der schnee war tatsächlich nur noch unterhalb des feldbergs als kleine helle flecken zu erkennen und klugerweise hielt ich mich fern davon. gefroren hab ich trotzdem, ein kalter wind fegte über die höhen.


die bauern waren schwer damit beschäftigt, den ersten schnitt unter dach und fach zu bringen. es war äußerst interessant, das zu beobachten: mähen. wenden. zu reihen schichten. mit der maschine drüber fahren und rundballen ausspucken. die ballen in folie wickeln. ordentlich am waldrand ablegen. fertig. da holt sich keiner mehr stoppelige waden vom heutrampeln.


den horden von pfingstwanderern schien es zu kalt zu sein, ich genoß die ruhe im wald und ließ von versteckten bänkchen aus den blick schweifen.


auf dem heimweg fuhr ich einen umweg über stuttgart. ich kam vom süden und musste in ein kleines städtchen nördlich von stuttgart. ich grübelte am küchentisch über dem straßenatlas: wie würde ich fahren, wenn ich mein navi wär? ich ließ mich überraschen.


mein navi wählte die route, die ich als erstes ausgeschlossen hätte: mitten durch stuttgart. die breite bundesstraße war gespickt mit blitzern, so dass ich mein tempo fest im blick haben musste und kaum etwas von den schönheiten der stadt mitbekam.

nach einer ordentlichen stärkung im eiscafe machte ich mich endgültig auf den heimweg.


plötzlich war vor mir die straße nach norden gesperrt. was nun? ich bog nach westen ab und auf einmal war ich in bekannten gefilden. hier hatte ich doch letztes jahr das abenteuer mit ziege nr. 5 gehabt ... hier ist doch ...


... die furt!

ich finde straßensperrungen klasse!

Freitag, 22. Mai 2015

die nacht kommt ganz still

heute trafen wir uns etwas früher am abend und unternahmen eine kleine wanderung in die abenddämmerung.


ein reh stand unter den obstbäumen, äste und ließ sich nicht von uns stören. wir zogen weiter.


Donnerstag, 21. Mai 2015

in der rhön, da ist es schön

endlich hatte ich urlaub! zwei wochen lang kein büro, nur frische luft, sofern ich das wollte, denn der wetterbericht versprach mehr als durchwachsenes wetter. naja, hauptsache raus. ich fuhr in die rhön.


ich hatte mir vorgenommen, ein wenig durch die wälder zu wandern, dazu ein paar dosen zu suchen und abends lecker zu essen. müde dann ins bett zu fallen und morgens ohne wecker erfrischt von der erholsamen nacht aufzustehen.

das gps-gerät war mit 500 geocache-koordinaten bestückt und die alte rhön-wanderkarte im rucksack verstaut. jetzt hatte ich die qual der wahl.


es gab ein paar cache-serien, die ich auf einer rundwanderung anlaufen könnte und ich machte mich auf den weg zu den nächstgelegenen parkkoordinaten. aber natürlich verfuhr ich mich und entdeckte dabei, dass ich in der rhön noch dazu hervorragend greenlanen konnte. diesen kilometerlangen weg mitten durch den wald hätte ich mit 40 km/h befahren können. aber es war so staubtrocken, dass ich es freiwillig bei 10 km/h beließ. so hatte ich auch länger was vom vergnügen.


ich machte mich auf die suche nach den ersten dosen, die sonne hatte die luft erwärmt und ich war froh, als ich vom breiten weg auf einen kleinen überwachsenen, schattigen pfad abbiegen konnte.


es war genau das wetter, wie ich es liebte: in der sonne einen tick zu warm, im schatten so kühl, dass ich bald fröstelte. ich konnte mir in jeden moment aussuchen, was ich gerade brauchte.


ich kam an einer obstwiese mitten im wald vorbei. wie gut mussten die früchte von diesen bäumen schmecken, die in der stille des waldes reifen durften.


müde (und mit ein paar dosen mehr in der statistik) kehrte ich zum auto zurück. dach auf und frische luft hinein, zurück zum hotel, ich hatte durst auf ein kühles bier.

für den nächsten tag hatte ich mir wieder eine rundwanderung, gespickt mit geocaches, ausgesucht und vertrauensvoll folgte ich dem schild zum "wanderparkplatz".


die gps-koordinaten führten mich durch einen hohen kiefernwald, der boden dick mit heidelbeeren bewachsen. ich erinnerte mich an die heidelbeer-pflück-nachmittage mit meiner oma und fühlte mich sofort heimisch. die rehe waren allerdings gar nicht von mir begeistert. sie verbellten mich.


schon gut, schon gut, ich ziehe ja schon weiter!

für den rückweg hatte ich mir noch etwas besonderes aufgehoben. wenn ein geocache den namen "mal was anderes" trägt, dann war ich mehr als gespannt. auch der weg dorthin war vielversprechend.


und er war genial, der cache! mehr verrat ich hier nicht, das muss man einfach mit eigenen augen gesehen haben.

zurück zum hotel, das kühle bier winkte.

am nächsten morgen erwachte ich und fror. das thermometer meldete 3 grad. 3 grad! und da wollte ich mich einen ganzen tag lang durch die wälder der rhön schlagen? ich ließ es wieder gemütlich angehen.


dieser weg war so offiziell, dass mir nicht nur ein mütterchen in ihrem kleinen polo begegnete, sondern auch die stadtarbeiter auf dem weg zum grasschneiden. alle grüßten herzlich.

ich bog wieder rechts ab, fuhr etliche kilometer (wieder im schleichtempo, der regen war noch immer ausgeblieben) durch den wald und wunderte mich, wo ich landen würde. mein navi hatte längst kapituliert. in einem kleinen ort gelangte ich wieder auf asphaltierte straßen. ich war im letzten dorf vor der thüringischen grenze angekommen. ab nach drüben, der himmel zog sich zu.


oben auf dem hügel war einer der alten wachtürme erhalten geblieben. direkt daneben stand das weltfriedenskreuz. eine dose fand ich dort auch. und schließlich auch die ersten regentropfen.


in sichtweite des wachtturms war die alte grenzübergangsstelle henneberg. dort ist eine schauerliche sammlung von grenzsicherungsanlagen ausgestellt, die ich mir vor jahren schon einmal angeschaut hatte. heute zog es mich auf die burgruine, von dort oben würde ich eine wunderbare aussicht haben.


öffnungszeiten? fehlanzeige, hier konnte man immer rein und hoch auf den turm. die aussicht war wirklich grandios.


ich blieb auf thüringischer seite, wollte auf kleinsten sträßchen östlich der grenze entlang fahren. mitten in einödhausen (welche ein passender name für einen ort, der einmal am a.d.w. lag) ein abzweig in einen schotterweg, ortsende und entfernung zum nächsten ort angezeigt. greenlaning, hurra!


zu früh gefreut. nach wenigen hundert metern waren nur noch forstautos erlaubt. da ich meine kettensäge mal wieder nicht dabei hatte, suchte ich mir am waldrand einen platz für mein mittagspicknick. ein kräftiger regenguss ging nieder und ich saß geschützt unter bäumen und ließ meinen blick schweifen.


bei berka querte ich in strömenden regen wieder nach bayern. das bier rief.


abends lockte mich der herrliche himmel auf einen verdauungsspaziergang hinaus. junge füchse huschten ins gebüsch und das land deckte sich mit der dämmerung zu.


wie schnell waren diese herrlichen tage verflogen, es ging wieder nach hause. hier war ich bestimmt nicht zum letzten mal. es gab noch viele dosen zu bergen und jede menge wege, die ich noch fahren wollte.


Donnerstag, 14. Mai 2015

wir sind übern berg

ein paar jahre lang sind wir jeden herbst mit den mountainbikes quer über den taunus nach braunfels geradelt. die tour war nicht ohne, 60 bis 70 kilometer kamen da locker zusammen und 1.200 meter wollten erklommen werden. ausserdem hatten es die mitradler immer ordentlich eilig, man wollte sich ja nicht den schnitt versauen durch in die gegend-gucken.

aber die kondition für eine solche tour ist uns irgendwie und irgendwann abhanden gekommen und da wir uns zeit nehmen wollten, wählten wir dieses mal einen anderen fahrbaren untersatz.


natürlich nahmen wir nicht den direkten weg, das wäre ja langweilig und unsportlich gewesen. ein paar höhenmeter müssten wir ja schon zusammenkriegen. wir setzten also mal wieder den blinker und fuhren ab.


braunfels mag ja wegen seiner schönen lage und der herrlichen burg bekannt sein. wir erinnerten uns vornehmlich an die leckeren torten im cafe und die gemütliche bikerkneipe. beidem statteten wir einen ausführlichen besuch ab, bevor wir uns wieder in aller ruhe auf den heimweg machten.


wir sollten die jährliche braunfels-tradition wieder aufleben lassen. kondition hin oder her.

Sonntag, 10. Mai 2015

grün satt

ich bekam einfach nicht genug von diesem frischen grün und so wanderte ich am freitag abend in die nacht hinein (es wurde dort dunkelgrün bis mittelschwarz), verbrachte den samstag zusammen mit dem rasenmäher im garten (und nahm eine grünkürzung vor) und machte am sonntag mit dem grünen ungetüm einen ausflug ins grüne.


ich hatte mir ganz grob ein ziel gesetzt und die route über bundesstraßen geplant. aber natürlich spähte ich trotzdem aufs navi und in die landschaft, im gegensatz zu mir hatten es die flotten sonntagsfahrer recht eilig und ich ließ sie gerne vorbei.


ab und an flüchtete ich mich in den wald, um ..., naja, ein wenig im schatten abzukühlen - schließlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich so einen bombensonnentag erleben würde und daher hatte ich die sonnenschutzausrüstung zuhause gelassen.


bei meiner reisevorbereitung hatte ich in der landkarte eine interessante formation im wald entdeckt, ein in einem groben oval abgegrenztes gebiet. meine schnüfflerinstinkte waren geweckt. jede wette, das ist ...


wette gewonnen! ein sauber eingekantetes betonplattensträßchen mit vermoostem 30er-schild. depot oder übungsgelände? am ende meiner träume dann die niegelnagelneue aufforderung, der ich gerne folgte. auf löchelchen im grünen blech war ich nicht allzu scharf.


ich zog mich zu einer kurzen beratschlagung mit meinem gps-gerät zurück. unter dem vorwand, eine in der nähe liegende dose zu bergen, würde ich einen entspannten spaziergang durch den wald machen, der mich rein zufällig an die rückseite des interessanten geländes brächte.


von hier war die aussicht auch viel besser.


wahrlich ein übungsgelände, allerdings wohl nicht für den hindernislauf.

zurück am auto öffnete ich alle fenster und ließ kühle luft hinein. ich machte mich wieder auf den weg.


schließlich erreichte ich mein ziel: die kurpromenade von bad ems. großer auflauf, zumeist schulterfrei. ungewohnter trubel. immerhin die fische schienen ihre ruhe zu haben.


zum kurstadtgenießer schien ich nicht zu taugen und so machte ich mich recht bald wieder auf den weg in die bewaldeten höhen. auf einen schönen abzweig brauchte ich auch nicht allzu lange zu warten.


der tag neigte sich seinem ende zu. ich ließ mir den kühlen wind um die nase wehen und machte mich dankbar auf den heimweg. ich hatte einen wunderbaren tag verbracht.