ich bekam einfach nicht genug von diesem frischen grün und so wanderte ich am freitag abend in die nacht hinein (es wurde dort dunkelgrün bis mittelschwarz), verbrachte den samstag zusammen mit dem rasenmäher im garten (und nahm eine grünkürzung vor) und machte am sonntag mit dem grünen ungetüm einen ausflug ins grüne.
ich hatte mir ganz grob ein ziel gesetzt und die route über bundesstraßen geplant. aber natürlich spähte ich trotzdem aufs navi und in die landschaft, im gegensatz zu mir hatten es die flotten sonntagsfahrer recht eilig und ich ließ sie gerne vorbei.
ab und an flüchtete ich mich in den wald, um ..., naja, ein wenig im schatten abzukühlen - schließlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich so einen bombensonnentag erleben würde und daher hatte ich die sonnenschutzausrüstung zuhause gelassen.
bei meiner reisevorbereitung hatte ich in der landkarte eine interessante formation im wald entdeckt, ein in einem groben oval abgegrenztes gebiet. meine schnüfflerinstinkte waren geweckt. jede wette, das ist ...
wette gewonnen! ein sauber eingekantetes betonplattensträßchen mit vermoostem 30er-schild. depot oder übungsgelände? am ende meiner träume dann die niegelnagelneue aufforderung, der ich gerne folgte. auf löchelchen im grünen blech war ich nicht allzu scharf.
ich zog mich zu einer kurzen beratschlagung mit meinem gps-gerät zurück. unter dem vorwand, eine in der nähe liegende dose zu bergen, würde ich einen entspannten spaziergang durch den wald machen, der mich rein zufällig an die rückseite des interessanten geländes brächte.
von hier war die aussicht auch viel besser.
wahrlich ein übungsgelände, allerdings wohl nicht für den hindernislauf.
zurück am auto öffnete ich alle fenster und ließ kühle luft hinein. ich machte mich wieder auf den weg.
schließlich erreichte ich mein ziel: die kurpromenade von bad ems. großer auflauf, zumeist schulterfrei. ungewohnter trubel. immerhin die fische schienen ihre ruhe zu haben.
zum kurstadtgenießer schien ich nicht zu taugen und so machte ich mich recht bald wieder auf den weg in die bewaldeten höhen. auf einen schönen abzweig brauchte ich auch nicht allzu lange zu warten.
der tag neigte sich seinem ende zu. ich ließ mir den kühlen wind um die nase wehen und machte mich dankbar auf den heimweg. ich hatte einen wunderbaren tag verbracht.










