ich wollte einmal keinen schnee im schwarzwald erleben und frieren wollte ich auch nicht, also fuhr ich über pfingsten dort hin. der schnee war tatsächlich nur noch unterhalb des feldbergs als kleine helle flecken zu erkennen und klugerweise hielt ich mich fern davon. gefroren hab ich trotzdem, ein kalter wind fegte über die höhen.
die bauern waren schwer damit beschäftigt, den ersten schnitt unter dach und fach zu bringen. es war äußerst interessant, das zu beobachten: mähen. wenden. zu reihen schichten. mit der maschine drüber fahren und rundballen ausspucken. die ballen in folie wickeln. ordentlich am waldrand ablegen. fertig. da holt sich keiner mehr stoppelige waden vom heutrampeln.
den horden von pfingstwanderern schien es zu kalt zu sein, ich genoß die ruhe im wald und ließ von versteckten bänkchen aus den blick schweifen.
auf dem heimweg fuhr ich einen umweg über stuttgart. ich kam vom süden und musste in ein kleines städtchen nördlich von stuttgart. ich grübelte am küchentisch über dem straßenatlas: wie würde ich fahren, wenn ich mein navi wär? ich ließ mich überraschen.
mein navi wählte die route, die ich als erstes ausgeschlossen hätte: mitten durch stuttgart. die breite bundesstraße war gespickt mit blitzern, so dass ich mein tempo fest im blick haben musste und kaum etwas von den schönheiten der stadt mitbekam.
nach einer ordentlichen stärkung im eiscafe machte ich mich endgültig auf den heimweg.
plötzlich war vor mir die straße nach norden gesperrt. was nun? ich bog nach westen ab und auf einmal war ich in bekannten gefilden. hier hatte ich doch letztes jahr das abenteuer mit ziege nr. 5 gehabt ... hier ist doch ...
... die furt!
ich finde straßensperrungen klasse!





