Sonntag, 28. Februar 2016

auch ein bunker macht winterschlaf

die idee war eigentlich brilliant: wir verbinden den besuch bei unseren freunden in der eifel mit einem abstecher im ahrtal, um dort erstens die weinvorräte aufzufüllen und zweitens endlich einmal den alten regierungsbunker zu besichtigen, der seit jahren auf unserer to-do-liste steht. ruckizucki war eine passende übernachtung gebucht, das wochenende rückte heran, wir machten uns an die feinplanung und wurden jäh ausgebremst: der bunker hat winterpause bis mitte märz.

und nun?

wenigstens eine kurze runde wollten wir durch ahrweiler drehen. wir quetschten das jeepchen durchs tor, parkten direkt neben dem marktplatz und spazierten staunend durchs alte städtchen: schön, schön, schön. und ein cafe neben dem anderen. und torten in den auslagen. und ...

allen öffnungszeiten zum trotz fuhren wir zum parkplatz des dokumentationszentrums hoch. wir hatten von der stadt aus die alten brückenpfeiler für das nie fertiggestellte eisenbahnviadukt gesehen und waren nun mehr als neugierig.

das passieren-lassen von gegenverkehr ist mehr als empfehlenswert.

ein eisiger wind pfiff über die höhe und wir zogen die mützchen tief über beide ohren. beim dokumentationszentrum erfuhren wir, dass es in der nähe noch den silberbergtunneleingang zu sehen gibt und wir machten uns auf den weg.

irgendwie krass. bereits jetzt hatte sich unser ausflug hierher gelohnt. winterruhe im bunker hin oder her.

gedenkstätte silberbergtunnel. so hatten sich die menschen aus dem tal den tunnel als luftschutzraum eingerichtet.

das westportal des silberbergtunnels. direkt hinter uns hätte die bahnlinie das adenbachtal auf dem viadukt gequert und wäre hier in den berg getaucht, kurz vor dem dokumentationszentrum wieder ans tageslicht gekommen, um sofort wieder im berg zu verschwinden ...

die torten in der ahrweiler cafe-auslage sind uns nicht mehr aus dem kopf gegangen und wir kehrten noch einmal in ahrweiler ein, um uns für den heimweg zu stärken. in burgbrohl bogen wir kurz von der bundesstraße ab und erkundeten die alten bahnanlagen. hier startet der vulkanexpress seine reise durchs brohltal. auch etwas, was schon lange auf der to-do-liste steht.

heute wäre tatsächlich fahrtag gewesen. aber um dampflokduft zu schnuppern waren wir viel zu spät dran. oder zu früh, der zug war wohl gerade oben am zielbahnhof und würde nicht vor fünf zurückkehren. zu der zeit wollten wir schon auf dem sofa sitzen.

genug gesehen, staufrei gings heim. und mit sitzheizung auf stufe 2 hatten auch die letzten schneefelder am straßenrand ihren schrecken verloren.

Sonntag, 21. Februar 2016

gibt es schöneres als dosensuchen?

frühmorgens wachte ich auf und staunte nicht schlecht: in der nacht hatte es so viel geschneit, dass sogar die straße unter einer geschlossenen schneedecke verschwunden war. hurra! ich war zum geocachen verabredet und hatte somit die perfekte ausrede, um das jeepchen aus der garage zu entlassen und ein wenig durch den schnee zu schnüffeln.

leider hatte ich mir mit meinem geocache-freund ein paar dosen im süden von frankfurt ausgesucht. und wie das mit dem süden halt so ist ... kein flöckchen schnee traute sich dort auf die straße, die regentropfen - ach was! regenschnüre! - dafür umso mehr.

nach der zweiten dose gaben wir durchnässt auf. vielleicht sollten wir uns fürs testen von schlechtwetterklamotten bewerben - bis jetzt hatten wir noch bei jeder cacheverabredung eine regen- oder sturmgarantie gehabt ;-)

Sonntag, 14. Februar 2016

weils so schön ist, steig ich nochmal in die fluten

mein erster blick beim aufwachen galt den dächern draußen: schnee? nix da, sonnenschein und heller himmel. und auf dem weg zur garage die nächste überraschung: schon beinahe offen-fahr-temperaturen. aber das kannte ich schon: spätestens auf der taunushöhenstraße würde das thermometer ins bodenlose fallen und ich bibbernd hinterm steuer sitzen. also blieb das dach zu. ab gings zum jeeptreffen!

ich hatte recht: 3 grad waren es oben auf der höhe. von schnee allerdings keine spur. gestern war rallye gewesen in miehlen. leider hatte ich es nicht dorthin geschafft, aber jetzt kam mir ein gespann nach dem anderen entgegen. konnte ich also doch noch rallyeautos gucken und das vom warmen jeepsitz aus ;-)

zur feier des valentinstages machten wir so etwas wie einen formationstanz beim jeeptreffen. es dauerte zwar eine weile, bis alle richtig an ihrem platz standen, aber dann war das "herz" fertig.

mittags verabschiedete ich mich, kurvte in ein paar kleine sträßchen und ließ das gps-gerät meine position bestimmen: wo liegen die nächsten dosen?

ich machte mich auf den weg zur depotanlage, die ich letzten november auf dem rückweg vom jeeptreffen gesehen hatte. natürlich orientierte ich mich wieder mit der 1:50.000 wanderkarte und erwischte kleine und noch kleinere sträßchen. an der pliese mühle lag eine dose und ich legte einen zwischenstop ein.

gummistiefel sind die mt-bereifung für den fußgänger. damit hält mich nichts auf. leider galt das auch für das logbuch. zack, lag es im wasser und wurde von den munteren fluten weggetragen. grrrrr .... nix wie hinterher. in einem nassen knäuel hatte es sich um einen stein gewickelt und zum glück konnte ich es noch bergen. wieder taperte ich zum jeep (erst hatte ich den stift zum loggen vergessen, jetzt musste ich das logbuch trocknen) und tauchte erneut unter die brücke. alles wieder verstauen, geschafft.

die depotanlage. sie ist nicht mehr in betrieb und diese hölzernen, überdachten schilderhalter hatte ich schon oft gesehen: im wald und an parkplätzen, wenn sie auf wanderwege hinweisen, aber auch in alten bunkeranlagen, dort leider ohne inhalt. zu gerne würde ich wissen, was dort einmal angezeigt gewesen war. in einer der hallen waren wohnmobile und -wagen abgestellt, am haupttor war ein schild eines gewerbebetriebes angebracht.

schön ordentlich, der zaun. und die kleinen gatterchen schön ordentlich abgeschlossen, schnüffeln ist nur von aussen möglich. für mich jedenfalls. die wildschweine hatten sich einfach ein paar löcher unter den zaun gegraben.

und was wird hier entlüftet?

der wind pfiff fies kalt über die offenen flächen und ich war froh, zurück zum jeep zu kommen, den letzten warmen tee in die tasse zu giessen und mich auf den heimweg zu machen.

ein letzter umweg, ein klitzekleiner. links neben mir brauste der verkehr über die bundesstraße, während ich hier in aller ruhe um schlaglöcher zirkelte. der jeep war wieder reif für die waschanlage.

Samstag, 13. Februar 2016

wintersportler haben ein schweres los

wie die meisten wintersportler muss auch ich mittlerweile dem schnee hinterherfahren. heute hatte ich glück. er lag auf dem hausberg. nix wie hin.

dass ich in dieser saison nochmal in den genuss komme, durch schnee zu schnüren ... in gedanken war ich jeden weg durchgegangen, auf dem schnee liegen könnte. und jetzt fuhr ich jeden dieser wege ab.
ganz oben wurde die sicht mehr als eingeschränkt. und das letzte stück hoch auf den feldberg, tatsächlich, da stand das "schneeketten-pflicht"-schild. na, wir hatten ja zum glück winterreifen und für den notfalls sogar noch allrad dabei ;-)
fotoshooting im schnee. oben auf dem parkplatz war eine große, tiefe, vereiste pfütze. wir wühlten uns durch. das jeepchen machte als eisbrecher durchaus eine gute figur und wir stellten uns vor, welch ein lärm ein echter eisbrecher machen würde. in der arktis oder antarktis. aber so weit wollten wir heute auch nimmer fahren ...