die idee war eigentlich brilliant: wir verbinden den besuch bei unseren freunden in der eifel mit einem abstecher im ahrtal, um dort erstens die weinvorräte aufzufüllen und zweitens endlich einmal den alten regierungsbunker zu besichtigen, der seit jahren auf unserer to-do-liste steht. ruckizucki war eine passende übernachtung gebucht, das wochenende rückte heran, wir machten uns an die feinplanung und wurden jäh ausgebremst: der bunker hat winterpause bis mitte märz.
und nun?
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| wenigstens eine kurze runde wollten wir durch ahrweiler drehen. wir quetschten das jeepchen durchs tor, parkten direkt neben dem marktplatz und spazierten staunend durchs alte städtchen: schön, schön, schön. und ein cafe neben dem anderen. und torten in den auslagen. und ... |
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| allen öffnungszeiten zum trotz fuhren wir zum parkplatz des dokumentationszentrums hoch. wir hatten von der stadt aus die alten brückenpfeiler für das nie fertiggestellte eisenbahnviadukt gesehen und waren nun mehr als neugierig. |
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| das passieren-lassen von gegenverkehr ist mehr als empfehlenswert. |
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| ein eisiger wind pfiff über die höhe und wir zogen die mützchen tief über beide ohren. beim dokumentationszentrum erfuhren wir, dass es in der nähe noch den silberbergtunneleingang zu sehen gibt und wir machten uns auf den weg. |
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| irgendwie krass. bereits jetzt hatte sich unser ausflug hierher gelohnt. winterruhe im bunker hin oder her. |
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| gedenkstätte silberbergtunnel. so hatten sich die menschen aus dem tal den tunnel als luftschutzraum eingerichtet. |
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| das westportal des silberbergtunnels. direkt hinter uns hätte die bahnlinie das adenbachtal auf dem viadukt gequert und wäre hier in den berg getaucht, kurz vor dem dokumentationszentrum wieder ans tageslicht gekommen, um sofort wieder im berg zu verschwinden ... |
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| die torten in der ahrweiler cafe-auslage sind uns nicht mehr aus dem kopf gegangen und wir kehrten noch einmal in ahrweiler ein, um uns für den heimweg zu stärken. in burgbrohl bogen wir kurz von der bundesstraße ab und erkundeten die alten bahnanlagen. hier startet der vulkanexpress seine reise durchs brohltal. auch etwas, was schon lange auf der to-do-liste steht. |
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| heute wäre tatsächlich fahrtag gewesen. aber um dampflokduft zu schnuppern waren wir viel zu spät dran. oder zu früh, der zug war wohl gerade oben am zielbahnhof und würde nicht vor fünf zurückkehren. zu der zeit wollten wir schon auf dem sofa sitzen. |
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| genug gesehen, staufrei gings heim. und mit sitzheizung auf stufe 2 hatten auch die letzten schneefelder am straßenrand ihren schrecken verloren. |
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