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Sonntag, 22. September 2019

ein wunderschöner tag

im wispertal waren wir schon ein paar mal gewesen, aber heute wollte wir im oberen tal wandern, an der kleinen wisper entlang. kurz und gut: es war einfach wundervoll!

natürlich ging es nicht ohne schnüffeleien ab. über die riesenmühle hatten wir schon einiges gelesen, das war kein einladender ort.


im wispertal und rundherum ist einmal schiefer abgebaut worden. wohin führt nun dieser stollen?

die erde war feucht und weich, die luft kühl. und es roch noch kaltem stumpenrauch. wir zogen uns recht schnell wieder zurück.

und noch eine schnüffelecke. es ging nicht tief in die erde, aber die schieferschichten waren wunderbar zu sehen.






Sonntag, 10. Juli 2016

fehlt nur noch das jammertal

vor einem jahr hatte das erste jeeptreffen in singhofen stattgefunden und damals hatte ich geplant, durchs jammertal und dann rüber ins mühlbachtal zu radeln. das hatte ich natürlich nicht geschafft, weil es viel zu warm gewesen war. heute war es zwar auch wieder warm, aber dieses jahr ließ ich mich nicht davon abhalten, endlich einmal durchs mühlbachtal zu streifen.

tja, so ein obstteller und der halbe liter tee zum frühstück, die wollen irgendwo hin ... an diesem fleckchen habe ich vor einem jahr auch bereits einmal eine kurze pause gemacht, nachmittags, um mich im schatten wieder ein wenig abzukühlen. ich glaube, der ausblick war der selbe.

es war soweit: ich war im mühlbachtal. und damit ich mich nicht verlaufen konnte, hatte ich mir eine kleine serie mit geocaches aufs gps-gerät geladen. nix konnte schief gehen.

eine dosenwächterin in ihrem netz.

da freuen sich die kleinen zecken: in meinem sommerlichen übermut habe ich kurze hosen angezogen. das war zwar luftig, sollte sich später jedoch noch rächen.

das war mir eine lehre gewesen vor vier wochen: mittlerweile habe ich mir eine kleine taschen-taschenlampe zugelegt und damit ich sie auch ja nicht vergesse, am jeepschlüssel befestigt. voila, hier war der erste einsatzort: in die höhle musste ich rein.

wunderschön führte der weg oberhalb des mühlbaches entlang.

wären die angler am gegenüberliegenden ufer nicht, ich wär jetzt gerne eine forelle: mich in den kühlen fluten zu erfrischen, das hätte mir gut gefallen. aber ich fand eine bank im schatten, das war auch prima.

die dosen waren geborgen, aber mir stand der sinn noch nicht nach rückweg, ich wanderte einfach bis zum nächsten abzweig weiter ins tal hinein.

ich hätte zurück gehen können, das wasser in meiner flasche war ohnehin knapp geworden, aber dann schaute ich auf dem gps-gerät, wohin der abzweigende pfad führte, er traf auf einen weiteren, auf noch einen weiteren, ich scrollte weiter und siehe da: die koordinaten des geparkten jeepchens kamen auf dem kleinen bildschirmchen in sicht. schnell hatte ich mich entschieden: über den berg gehts zurück, das wasser müsste ich mir halt ein bissel einteilen.

anfangs führten mich die pfade, zuweilen ziemlich überwachsen, recht steil auf die höhe, aber als ich dann oben auf dem grat stand, fühlte ich mich richtig wohl: der höchste punkt war geschafft, ich durfte die wasserflasche fast bis zur neige leeren und da vorne, da lag ...

... eine schutzhütte und ein herrlich frischer wind wehte hindurch.

ist das nicht ein blick? ich machte es mir in der hütte gemütlich und pflückte mir die zeckenviecher von den beinen. denen schien es zu gefallen bei mir. grummel.
für diesen tief ausgefahrenen weg hätte ich wohl besser mal die ein-mann-seilwinde eingepackt, mein lieber schwan! ich wusste gar nicht so recht, wo ich gehen sollte: in der linken furche? in der rechten? in der mitte? zum glück war der boden schon etwas angetrocknet und ich sank nicht bis zu den knöcheln im matsch ein, wäre ich ein paar tage eher hier unterwegs gewesen ... au weia!

ein kleiner fund am wegesrand. ein wasserstollen?

mein rückweg wäre eigentlich viel direkter gewesen, aber dann war das letzte wegstück so was von überwuchert, da traute ich mich dann doch nicht rein mit meinen kurzen höschen, von zecken hatte ich für heute genug. also musste ich einen ordentlichen umweg machen. aber, hey, so ein ausblick, der entschädigt doch, oder? burg nassau, da oben war ich auch noch nie gewesen.

geschafft! ich gönnte mir den übrig gebliebenen bodensatz aus meiner wasserflasche, zum glück war im kofferraum genügend nachschub.

es war langsam zeit für den rückweg, aber ich ließ mich noch ein wenig von den kleinen strichelchen auf dem navi-gerät locken und bog mal hier ab und mal da. das dach hatte ich ganz weit geöffnet und die sonne wärmte mir ordentlich ein.

ein letzter abzweig, dann ab nach nastätten - dort genoß ich im schatten noch eine megatüte eis und schließlich fuhr ich auf direktem weg nach hause.

Samstag, 30. Mai 2015

schnüffeln am ring

bei der rallye im frühjahr, bei der wir so bitterlich gefroren hatten, habe ich das erste mal davon gehört: autocross mit nachtrennen in dauborn ende mai. das wollte ich mir auf keinen fall entgehen lassen.


waaaahnsinn! in drei vorläufen starteten jeweils 20 fahrer, die ersten 9 waren für den finallauf qualifiziert. da wurde es in den kehren manchmal ganz schön eng. feindkontakte waren nicht immer auszuschließen.


mit zunehmender dämmerung wurde es empfindlich kalt und auf den tribünen voll. mittlerweile hatte ich soviel abgasluft geschnuppert, dass ich vor kälte zitternd gern auf den nachtfinallauf verzichtete und vor der heimreise noch einen gang durchs fahrerlager machte.



Samstag, 22. November 2014

sonnenschein und rheingauer wein

sonne - wie schreibt man das nochmal? sohne? sone? oder mit scharfem "s"? schon lange nicht mehr gesehen, die liebe sonne, da kann man das schon mal vergessen. aber heute, ach was, gestern schon! heute ist die sonne da! und wir wandern im wispertal.


die wege sind gut aufgeweicht und tief ausgewaschen, der regen vom letzten wochenende (da lagen wir in der dunkelheit in der verlassenen stadt von hahn im kofferraum vom jeepchen und haben warm in den schlafsack eingekuschelt dem prasselnden regen zugehört - foto gibts keins, war ja dunkel) hat ganze arbeit geleistet. zum glück haben wir unsere gastwanderer nicht durchs wispertal geführt, schwimmflossen wären angemessen gewesen.


wir kommen an einer mineralquelle vorbei. bläschen blubbern im klaren wasser und damit das CO2 nicht entweichen kann, ist die quelle massiv eingefasst. trotzdem steigen wir kurz in die tiefe, unsere neugierde ist mal wieder größer als die warnung vor gesundheitlichen schäden.


wir wandern wieder aus dem tief eingeschnittenen tal hinaus, pausieren kurz in der wärme der sonne und lassen unseren blick über die wälder schweifen. einfach herrlich ist das.


müde sind wir. der eine lange anstieg hat uns geschlaucht. wir wünschen uns auf ein bequem gepolstertes sofa, zu einer lecker gebratenen wisperforelle, in die hand ein glas trockenen riesling.

aber wir haben noch den weg durch das alte lager vor uns. bedrückend ist das. so ganz genau wollen wir gar nicht wissen, was sich hier einmal abgespielt hat. wir entdecken noch ein intakt wirkendes haus ... unsere neugierde ist geschrumpft.