Samstag, 22. November 2014

sonnenschein und rheingauer wein

sonne - wie schreibt man das nochmal? sohne? sone? oder mit scharfem "s"? schon lange nicht mehr gesehen, die liebe sonne, da kann man das schon mal vergessen. aber heute, ach was, gestern schon! heute ist die sonne da! und wir wandern im wispertal.


die wege sind gut aufgeweicht und tief ausgewaschen, der regen vom letzten wochenende (da lagen wir in der dunkelheit in der verlassenen stadt von hahn im kofferraum vom jeepchen und haben warm in den schlafsack eingekuschelt dem prasselnden regen zugehört - foto gibts keins, war ja dunkel) hat ganze arbeit geleistet. zum glück haben wir unsere gastwanderer nicht durchs wispertal geführt, schwimmflossen wären angemessen gewesen.


wir kommen an einer mineralquelle vorbei. bläschen blubbern im klaren wasser und damit das CO2 nicht entweichen kann, ist die quelle massiv eingefasst. trotzdem steigen wir kurz in die tiefe, unsere neugierde ist mal wieder größer als die warnung vor gesundheitlichen schäden.


wir wandern wieder aus dem tief eingeschnittenen tal hinaus, pausieren kurz in der wärme der sonne und lassen unseren blick über die wälder schweifen. einfach herrlich ist das.


müde sind wir. der eine lange anstieg hat uns geschlaucht. wir wünschen uns auf ein bequem gepolstertes sofa, zu einer lecker gebratenen wisperforelle, in die hand ein glas trockenen riesling.

aber wir haben noch den weg durch das alte lager vor uns. bedrückend ist das. so ganz genau wollen wir gar nicht wissen, was sich hier einmal abgespielt hat. wir entdecken noch ein intakt wirkendes haus ... unsere neugierde ist geschrumpft.