25 jahre ist es her, dass die mauer in berlin gefallen ist. wir hatten damals gerade einmal seit 2 jahren den führerschein und bereits die einen oder anderen blechschäden ins auto gefahren. das waren zeiten ... sind wir wirklich schon so alt?
weil 25 so eine schöne zahl ist und mauernbauen so viel spaß macht, hat der rohbauer des jahres in den knast eingeladen. der wird nämlich auch abgerissen, um platz zu machen für ein paar hübsche wohnungen. riesige party mit bühne, dj, würstle vom grill und anderen leckereien.
wir lassen die reden aus und verziehen uns zwischenzeitlich nochmal kurz in den wald. es ist ja doch ein wenig kühl und die bewegung hält uns warm, ausserdem ist die luft dort nicht ganz so arg gesiebt.
als wir zurückkommen, können wir ungestört durch den knast stöbern. ganz schön bedrückend da drin. niedrige geländer, dass uns schwindelig wird.
die zellen sind so klein und dunkel, dass wir sie gerne schnell wieder verlassen. an den wänden sind strichlisten, sicherlich wurde hier nicht gezählt, wieviele mücken es in einer sommernacht erwischt hat. für die katzenwäsche steht nur kaltes wasser zur verfügung. brrr.
was an helligkeit in den zellen fehlt, ist im flur mehr als genug vorhanden. aber freiheit ist etwas anderes.
an jeder ecke gibt es ein kabäuschen, von dem aus das geschehen beobachtet werden kann. selbst im freizeitraum gibt es ein überwachungsfenster. so richtig gemütlich waren die adventsfeiern dort bestimmt nicht.
puh. eine erfahrung, die wir nicht brauchen. in zukunft werden wir schön acht geben beim falsch parken, zu schnell fahren und vor allem beim schnüffeln.





