Samstag, 26. März 2016

die sonne weckt die pure lebenslust

wer hätte das gedacht? gestern regen, heute sonne. für den ausflug nach heidelberg konnte ich den dicken mantel, handschuhe, schal und mütze getrost daheim lassen. der frühling ist da!

damit das jeepchen keinen sonnenschlag kriegt, parkten wir es unter dem postplatz. ein meter achtzig durchfahrtshöhe. kein problem für uns erfahrene tiefstapler ;-)

bombenwetter! wir schlenderten durch die stadt und freuten uns des lebens.

bevor wir den aufstieg zum philosophenweg in angriff nahmen, stärkten wir uns mit einem kleinen trunk. gerade rechtzeitig ergatterten wir einen platz, die sonnenstrahlen krochen langsam über unseren tisch und wärmten uns. wir beobachteten das treiben auf der gasse und mit einem mal waren alle tische belegt. mittagszeit.


das mittagsbier war mit einem schlag verdaut. stufe für stufe, ganz gemächlich, schritten wir bergan. nicht, dass uns hier und jetzt ein hitzschlag ereilte, das ginge ja gar nicht.

was für ein blick! was für ein wetter! was für ein toller frühlingstag! die bäume blühten, die blumen in den gärten, es war die reine freude. endlich konnten wir uns auch wieder einmal auf eine bank setzen und einfach bleiben, ohne frieren. wie einfach und leicht alles auf einmal schien!

über die neckarschleuse gelangten wir wieder zurück in die stadt.

oben am schloss lag eine dose. eine echte herausforderung an einem tag wie heute. autos kamen und fuhren wieder, spaziergänger kamen und gingen, ich stand und wartete. ein pärchen näherte sich, den blick verdächtig auf ein handgerät gerichtet. ohne zaudern griffen sie zu. immerhin wusste ich jetzt, dass das dosenbiest wirklich da lag, wo ich es vermutet hatte. in einem ruhigen moment verewigte auch ich mich im logbuch, dann schlenderte ich weiter zum schloss.

ich verzichtete auf eine schlossbesichtigung, mir waren die menschenmassen auch so mehr als genug. ich staunte über die vielen quellen und wasserbecken hier oben rund um das schloss. aus dem berg heraus war früher die wasserversorgung der stadt erfolgt. eines der verteilerbecken hatte ich beim aufstieg bewundern können.

warum nur hatte ich das heidelberger schloss so selten besucht in den letzten jahren? es ist so ein schöner ort.

wasser tropfte von der decke und die matten zum schutz vor steinschlag glänzten in der abendlichen sonne. für einen moment hatte ich diesen blick ganz für mich.

einfach wunderschön.

ich beendete meine schlossbesichtigung der ganz-meiner-eigenen-art und kehrte in die stadt zurück. die sonne stand jetzt schon tief und blendete uns, als wir über die hauptstraße zurück zum postplatz und zum jeepchen gingen. ruckzuck waren wir auf der autobahn und zuhause. heidelberg ist auch nochmal einen besuch wert. mindestens noch einen.

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