Sonntag, 19. April 2015

berlin, berlin, wir fahren nach berlin!

berlin. mal wieder nach berlin reisen. grüne weiße trinken, durch die stadt streifen, als ob sie ein wald wäre, den wir erkunden. mal hier abbiegen, mal da in eine ecke schnüffeln. berlin hat uns bei unserem ersten besuch, der schon jahrzehnte zurück liegt, fasziniert und tut es immer noch. irgendwie ist berlin auch ein stück heimat.


die autos durften in ihren garagen bleiben, wir nahmen die deutsche bahn. einsteigen, zurücklehnen, träumen, ankommen, aufwachen. genau in der reihenfolge, denn nach der stundenlangen fahrt fühlten wir uns dann doch ein wenig benommen. zum frischmachen schlenderten wir richtung osten.


im uhrzeigersinn umrundeten wir die stadt. im osten wird kräftig gebaut.


in kreuzberg ist zum bauen dagegen gar kein platz.


eine pause vom stadtwandern stand an. wohin würde uns die nächste u-bahn bringen? nachdem wir es genossen hatten, eine weile durchgeschaukelt zu werden, schauten wir auf den plan: hey, tempelhofer feld, der alte flughafen, da kann man jetzt drauf rum spazieren!


aber wo blieb die versprochene grüne weiße? wir hatten vorhin schon mal einen versuch gestartet. aber die grüne war eher gelb gewesen, dafür aber wahrscheinlich unglaublich gesünder als grüne chemiefarbe. egal. wat mutt dat mutt.

die kulturbrauerei erfüllte unsere sehnlichsten wünsche.


freitag machten wir uns frühmorgens wieder auf den weg. erst hoch zum bunkerberg und dosensuchen ...


... dann runter zur spree, nach treptow, richtung badeschiff.


ein eisiger wind blies uns entgegen und so war es auch nicht schlimm, dass wir unsere badesachen vergessen hatten, das badeschiff hatte noch geschlossen. wir wärmten uns mit einer frischen portion fish&chips in kreuzberg auf.


mittlerweile war die sonne wieder raus gekommen und wir wanderten weiter durch die straßen. oben in prenzlau und friedrichshain hatten wir von der s-bahn aus riesige plattenbauten und industriebrachen gesehen. wie ist es da?


aus einem teil der alten schlachthofanlage war eine schmucke wohnsiedlung geworden, mitten drin eine ruhige grünanlage, ein restaurierter wasserturm, in dem ein kleines cafe herrlich erfrischende zitronenlimonade serviert. eine kurze pause, prost!


am abend scheuchte uns kalter wind und leichter nieselregen durchs nikolaiviertel. wir trösteten uns: wir kommen wieder nach berlin, es gibt noch eine menge zu sehen.

samstag früh folgten wir der ehemaligen mauer durch berlin. irgendwie war sie noch immer gut zu sehen. entweder als pflastersteinreihe, als gegensatz (im westen alte häuser, im osten schmuck und neu) oder einfach als brache.


und dann standen wir plötzlich am checkpoint charlie. trubel pur! mittlerweile war die sonne raus gekommen und wärmte die schlangen rund um den reichstag. wir folgten der spree weiter bis zum hauptbahnhof, stärkten uns mit wurst und pommes und ließen uns erschöpft in die s-bahn sinken. einmal mit der ringbahn rund herum. na gut, eineinhalb mal, weil es so schön ist.

jede menge berlin in drei tagen. was für eine stadt!