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Dienstag, 20. März 2018

besuch in einer kleinen hauptstadt

im winter hatte ich einen kulinarischen krimi als hörbuch gehört. und dieser krimi spielte in luxemburg. luxemburg - die beschreibungen der stadt, ihrer bewohner und natürlich ihrer kulinarischen einrichtungen hatten mir richtig lust auf einen besuch in dieser stadt gemacht. und da ich ohnehin noch ein wenig resturlaub abzubummeln hatte ...

vom saarland aus tingelte ich über kleinste sträßchen nach westen. natürlich stolperte ich da auch über alte grenzanlagen.

ich hatte bei der planung des ausflugs noch überlegt, den kleenen irgendwo ausserhalb an einem bahnhöfchen zu parken und ganz unkompliziert mit der regionalbahn direkt nach luxemburg in die stadt hinein zu fahren. aber dann fand ich auf der perfekt ausgebauten zufahrtsstraße keinen abzweig zum bahnhof. ganz zu schweigen zu einem anderen stillen örtchen.

ich folgte einem der ersten hinweisschilder in ein parkhaus und stand plötzlich mittendrin. prima!


hinter jeder ecke gab es etwas anderes zu entdecken. ich war begeistert.
was ich nicht erwartet hatte: luxemburg ist klitzeklein. im nu hatte ich (fast) alles gesehen. und nun? da der wind noch immer bitterkalt war, folgte ich einfach der sonne. und traf auf eine sehr interessante brücke: unter der fahrbahn für die autos konnten fussgänger und radler die schlucht queren.

jetzt gab es kein zurück mehr: mir war ein bissel wackelig zumute, links und rechts ging es ziemlich tief in die schlucht. und da war nur dieses drahtgeflecht ...
ich stieg in die schlucht hinab und wunderte mich über die vielen jogger-grüppchen. workout in der mittagspause? woher nehmen die leute nur die ganze energie?

die unterstadt war mindestens genau so interessant wie die oberstadt. aber langsam wurde ich müde.

es gibt einen aufzug zwischen ober- in die unterstadt. und natürlich hätte ich jetzt bequem nach oben schweben können, aber das wäre zu einfach gewesen. ich nahm den aufstieg zu fuss in angriff.
in der oberstadt hatte ich mich mit einem verpflegungspäckchen eingedeckt: eine flasche wasser. eine brezel. ein himbeertörtchen. auf halber strecke zwischen ober- und unterstadt stand ich plötzlich auf der sonnenseite. der richtige zeitpunkt für ein ausgedehntes picknick.

ich fuhr ins saarland zurück, am rande des hochwaldes hatte ich mein lager aufgeschlagen. und weil es so schön war, zog es mich noch einmal zu einem spaziergang hinaus.






Donnerstag, 25. August 2016

ab ins grüne

losheim am see habe ich schon fast seit 10 jahren im visier. dort sind eine ganze menge, traumhaft schöne, gut ausgeschilderte wanderwege entstanden und dann gibt es seit ein paar jahren noch dazu das hochwälder wohlfühlhotel ... und das brauhaus nebenan ... und so hatte ich für einige tage ein zimmer gebucht und machte mich am sonntag auf den weg.

direkt vom hotel konnte ich losgehen und ich machte sofort einen kleinen inspektionsspaziergang. und natürlich gabs zur einstimmung auch gleich noch ein döschen zu suchen.

eine see-umrundung war perfekt zur einstimmung und dafür, mir ordentlich appetit fürs abendessen im brauhaus zu verschaffen. und dann natürlich die biere dort, die biere ...
für den nächsten tourtag hatte ich mir den "hochwälder" ausgesucht. beim spaziergang am abend hatte ich diesen pfad bereits ein paar mal gestreift.

nachts und morgens hatte es geregnet, aber nach dem frühstück klarte es auf und ich konnte mich auf den weg machen. ein wunderschöner pfad führte mich am bach entlang.

durch diesen grünen tunnel verließ ich das tal und tauchte in den wald ein.

im wald war es wieder ganz still und bis jetzt waren mir noch keine handvoll anderer wanderer begegnet.

ich hatte mir ein paar dosen-koordinaten auf das gps-gerät geladen und verließ an einer wegkreuzung den markierten weg, um ein stück dem "bergener" zu folgen, auch so ein schöner wanderweg. mittlerweile war die sonne rausgekommen und es wurde zunehmend warm.
für meinen zweiten tourentag hatte ich mir den "lückner" ausgesucht, allerdings hatte dieser weg eine länge von knapp 17 km. die sonne hatte die luft auf über 30 grad aufgeheizt und ich entschied mich, die 17 km mit dem bike zu radeln - das dürfte ja ein klacks sein, oder?

mein lieber schwan! die ersten beiden kilometer trug und schob ich das bike mehr als dass ich es fuhr. es ging senkrecht den berg hoch. echt jetzt - sogar mit treppenstufen. dann endlich konnte ich es eine weile rollen lassen.

die anstrengung hatte sich wirklich gelohnt, der weg war ein traum!

da rollt es sich doch richtig gut!

wie konnte es anders sein? im lückner war einmal ein munitionsdepot untergebracht gewesen. allerdings gab es keinerlei spuren mehr davon, es wird wohl nicht so sehr befestigt gewesen sein. die ehemalige trasse der feldbahn zur versorgung des depots war der einzige verbliebene hinweis darauf.

bei jeder sich bietenden gelegenheit bog der wanderweg ab auf einen kleinen pfad und verlief teilweise parallel zum breiten hauptweg. einfach ein traum!

der letzte kilometer ... von wegen ein klacks, diese 17 km ... sogar auf den verwinkelten pfaden bergab schob ich ganz gern mal ab und an das bike, denn ich hatte mir eh schon die pins des plattformpedals ans schienbein geklatscht und auf weitere verletzungen konnte ich gerne verzichten.

gleich war es geschafft! das bier und das abendessen hatte ich mir mehr als verdient!
wow, war das heiß geworden! die wanderwege im heftchen sind nach mehreren kriterien klassifiiziert, unter anderem gab es auch "schattige" wege. das war meine erste wahl für meine dritte tour: der "schluchtenweg".

durch einen tiefen, alten hohlweg gelangte ich auf die höhe. heute war viel trinken angesagt, ich hatte noch einige höhenmeter vor mir.

der weg führte mich im grunde rund um das kleine dörfchen und ich hatte immer wieder wunderbare ausblicke.

ich tauchte nur allzu gern wieder in den schatten ein.

puh! hinter mir lag ein langer, steiler anstieg. eine abkühlung hätte ich jetzt dringend nötig.

tief steil ging es in diese schlucht hinab. sehr steil - und ich wusste genau: jeden meter, den ich hier hinab stieg, würde ich später wieder bergan gehen müssen. tja, so ist das halt auf sportlichen, schattigen wanderrunden.

die lianen links und rechts in den bäumen waren schier armdick. was sind das eigentlich für pflanzen, diese lianen? die grünen sprösslinge an den lianen sahen aus wie die waldreben bei uns im garten. konnte das sein?

beinahe hatte ich es geschafft! jetzt würde es nur noch bergab, zurück zum auto, gehen.

hm, in der schneeschmelze dürfte diese bachdurchquerung nicht so ganz so ein späßchen sein ...
losheim am see wird vom saar-hunsrück-steig berührt und so beschloss ich, meine rückreise nicht über die autobahn anzutreten, sondern ebenfalls über den hunsrück zu fahren. auf schmalen, hoffentlich schattigen sträßchen.

unterwegs hatte ich noch ein paar bunker-koordinaten mit dosen gespeichert. an diesem ort lag zwar schon lange keine dose mehr, aber im bunker war es angenehm kühl. aber auch ganz schön unheimlich. es zog mich bald weiter.

der suppenlaster machte sich im wald auch richtig gut :-)

baumholder. auf der anfahrt nach baumholder schweift der blick über die endlosen kasernenanlagen. und dann gibt es da noch diese straße, die nicht nur am rand des sperrgebiets entlang geht, nein, sie geht ein gutes stück hindurch. abbiegen streng verboten, pinkeln wahrscheinlich auch, ich traute mich noch nicht mal, zu fotografieren.

hammer!
so, ab heim, ich hatte in diesen tagen mehr als genug sonne und wärme getankt. aber abkühlung war noch eine ganze weile nicht in sicht ...

Sonntag, 18. Januar 2015

der arzt hat gesagt, ich soll viel trinken

wie schön das ist: ein samstag ohne arbeit. lange ausschlafen, gemütlich frühstücken und keine hetzerei. erst abends waren wir im saarland eingeladen bei freunden und so genossen wir ganz entspannt die fahrt in den abendhimmel.


am alten förderturm legten wir wieder eine kleine pause ein. er hatte uns immer angelockt, weil er so schön angeleuchtet gewesen ist, aber inzwischen leuchtete nichts mehr.


 im schneckentempo schlichen wir über das gelände und erkundeten jeden erfahrbaren winkel.


am nächsten morgen begrüßte uns strahlender sonnenschein. und weil der viez vom vorabend so herzerfrischend trocken gewesen war, quälten uns noch nicht einmal kopfschmerzen. gegen mittag machten wir uns auf den heimweg.


und was ist aus dem alten flugfeld bei kaiserslautern geworden? als wir das erste mal dort gewesen waren, war noch gut ersichtlich, was dort einmal los gewesen war. jetzt mussten wir schon genauer hinschauen, um zwischen den neuen gewerbeansiedlungen die alten spuren zu entdecken. umfunktionierte hangars, sogar hell und ordentlich gestrichen und schließlich der alte tower.


jetzt aber heim. es war doch eine arg kurze nacht gewesen ...

Dienstag, 21. Januar 2014

schienenfahrzeuge haben vorrang

endlich haben wir wieder gelegenheit, den fluchtwagen aus seinem zwangsaufenthalt in der garage zu befreien. die aufregenden themen, die uns zwei wochen lang anderweitig beschäftigt haben, kommen uns ohnehin so langsam zu den ohren raus und so lassen wir uns vom schnurrenden dieselmotörchen in der abenddämmerung ins saarland kutschieren.



als wir letztes jahr hier unterwegs waren, war es noch einen hauch aufregender, da lag nämlich eine menge schnee und darüber eine glasklare, beinahe 1 cm dicke schicht eisregen vom vorabend. da wurde selbst pinkeln im abseits zu einem richtigen abenteuer, einmal ganz abgesehen von der eisplatte, die sich auf dem heimweg allmählich auf unserer motorhaube bildete, aber das hatten wir zum glück erst zuhause in der garage gesehen ...
heute hingegen begrüßt uns herrlichster sonnenschein und eine grandiose aussicht.



wir schalten vom autobahn- in den schnüffelmodus und tuckern durch die alten grubengebäude. was es hier alles zu sehen gibt ... direkt neben uns verschwindet ein gigantischer schrägaufzug im dunkeln, in den loren wachsen kleine bäumchen und unterhalb des förderbandes klafft ein schwindelerregend tiefer abgrund. jetzt bloss nicht falsch parken ...



wir queren alte gleisanlagen und achten drauf, dass wir keiner lok zu nahe kommen. die biester wiegen ein paar tönnchen mehr als wir, da würden wir den kürzeren ziehen.


 jetzt noch ein paar schneeflöckchen und wir wären uneingeschränkt wunschlos glücklich.

aber das jahr hat ja erst begonnen.