endlich haben wir wieder gelegenheit, den fluchtwagen aus seinem zwangsaufenthalt in der garage zu befreien. die aufregenden themen, die uns zwei wochen lang anderweitig beschäftigt haben, kommen uns ohnehin so langsam zu den ohren raus und so lassen wir uns vom schnurrenden dieselmotörchen in der abenddämmerung ins saarland kutschieren.
als wir letztes jahr hier unterwegs waren, war es noch einen hauch aufregender, da lag nämlich eine menge schnee und darüber eine glasklare, beinahe 1 cm dicke schicht eisregen vom vorabend. da wurde selbst pinkeln im abseits zu einem richtigen abenteuer, einmal ganz abgesehen von der eisplatte, die sich auf dem heimweg allmählich auf unserer motorhaube bildete, aber das hatten wir zum glück erst zuhause in der garage gesehen ...
heute hingegen begrüßt uns herrlichster sonnenschein und eine grandiose aussicht.
wir schalten vom autobahn- in den schnüffelmodus und tuckern durch die alten grubengebäude. was es hier alles zu sehen gibt ... direkt neben uns verschwindet ein gigantischer schrägaufzug im dunkeln, in den loren wachsen kleine bäumchen und unterhalb des förderbandes klafft ein schwindelerregend tiefer abgrund. jetzt bloss nicht falsch parken ...
wir queren alte gleisanlagen und achten drauf, dass wir keiner lok zu nahe kommen. die biester wiegen ein paar tönnchen mehr als wir, da würden wir den kürzeren ziehen.
jetzt noch ein paar schneeflöckchen und wir wären uneingeschränkt wunschlos glücklich.
aber das jahr hat ja erst begonnen.




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