die letzten abende sind empfindlich kühl geworden. wir wollen heute durch die nacht wandern und packen zum ersten mal seit langem wieder warme jacken in den rucksack. in der dämmerung laufen wir über die alten obstbaumwiesen bergan und freuen uns über die fledermäuse: ganz nah fliegen sie an uns vorbei. im tal unter uns ruft ein käuzchen.
ganz still tauchen wir in den mittlerweile stockdunklen wald ein. diese pfade sind wir schon oft mit den bikes gefahren, wir kennen jede wurzel und jeden stein, über die wir jetzt stolpern könnten. in gedanken zählen wir sie auf. auch, wenn wir den weg jetzt nicht mehr sehen können, vor unserem inneren auge ist er deutlich und klar.
bei einer kurzen rast regnet es und vom stillen waldrand aus beobachten wir ein feuerwerk in der ferne. im nächsten ort glänzt das kopfsteinpflaster im schein der alten laternen.
es ist herrlich, durch die nacht zu gehen.

