im garten sind die ersten zwetschgen reif. sind sie dieses jahr früher dran oder haben wir noch nicht gemerkt, dass es richtung herbst geht? ein inspektionsgang soll aufschluss geben.
wie wir das gelernt haben, gehen wir den berg in der fall-linie an (wir vermeiden damit, dass wir seitlich umkippen - wie das zu fuß gehen soll, wissen wir zwar nicht, aber geländefahr-grundregel nummer zwei ist nun mal grundregel nummer zwei) und freuen uns schnaufend darauf, nachher das tourenprofil in der gps-aufzeichnung anzuschauen.
schon eine ganze weile, bevor wir das gipfelplateau erreichen, erkennen wir: es wird eindeutig herbst. die ersten blätter leuchten rötlich und auch die heidel- und preiselbeersträucher sind bereits bunt.
auf dem berg herrscht das übliche treiben: wanderer und mountainbiker gucken frierend aus der wäsche und kramen isolierende schichten aus ihren rucksäcken. wir suchen uns ein plätzchen in der warmen sonne und blinzeln zufrieden in diesen letzten augusttag.
die sonne verschwindet hinter den wolken, sofort ist es empfindlich kühl. bevor uns beim abstieg noch ein regenschauer erwischt, machen wir uns auf den rückweg.
es dauert eine weile, bis wir uns wieder warm gelaufen haben. eines ist klar: ab jetzt gehören mütze und handschuhe wieder zur standardausrüstung im rucksack.



