Sonntag, 7. September 2014

wir kleben am fels

den weg auf unseren hausberg finden wir immer. beim abstieg jedoch wundern wir uns zuweilen, wo wir jetzt gelandet sind. ein verwirrender berg ist das. beim altschloßfelsen in der pfalz verhält es sich umgekehrt: runter kommen wir dort immer, die frage ist, ob wir jemals bei den felsen ankommen. damit wir heute nicht noch einmal daran vorbei stolpern, laden wir uns jede menge daten auf das gps-gerät (und wundern uns dann, dass wir vor lauter waypoints keine felsen mehr im display erkennen), aber im grunde genommen hätten wir auch die navis unserer kleinen fahrbaren untersätze programmieren können (lupe zum ablesen nicht vergessen!). jedenfalls kommen wir ohne ablenkung schnurstracks zu den felsen.


ganz schön schweißtreibend, dieser aufstieg. nein, nein, das liegt nicht an mangelnder kondition, das sind die ungewohnten sommerlichen temperaturen im september.

die felsen liegen vor uns und leuchten warm im sonnenlicht.


wir sind hier im grenzgebiet von deutschland und frankreich, nicht weit von uns entfernt liegt ein französischer truppenübungsplatz und nur ganz wenige (und äußerst kleine) straßen queren die grenzlinie. es ist absolut still im wald und im warmen sand können wir ausgiebig pausieren.


es gefällt uns so gut hier, dass wir beschließen, am nächsten tag noch einmal zurückzukehren, denn auch von französischer seite kommt man auf die felsen. die anreise dorthin ist ein echtes erlebnis, denn sie führt einige kilometer weit über schmalste sträßchen bis in den letzten französischen winkel. von da aus führt ein trockener sandweg (legal!) bis zu einem schönen plätzchen im wald, wo wir bequem im schatten parken können.


es ist einfach herrlich hier. dass wir uns im september noch so schön an der sonne wärmen können, hätten wir nicht gedacht. an den felsen ist heute eine menge los, wir begegnen einem spaziergänger-trüppchen nach dem anderen, da verziehen wir uns lieber etwas abseits.