Samstag, 30. August 2014

autobahnidylle

wandern, biken oder mit dem jeepchen touren? letzteres fällt sofort raus, die bremsen geben wieder gräßliche geräusche von sich. haben sie den offroadfahrkurs nicht gut vertragen? eine sandallergie? na, wir werden schon noch dahinter kommen ... also: biken oder wandern? hauptsache raus.

unser lieber suppenlaster hat einen äußerst geräumigen kofferraum (zuverlässig ist er sowieso und dass er bremsen hat, merken wir lediglich an der entschleunigung und nicht im gehörgang - ja, wir geben es zu, wir sind einen hauch nachtragend, was die bremsen betrifft) und so schieben wir die entscheidung auf und packen sowohl bike- als auch wanderzeug hinein. klappe zu, ab die post. der westerwald ruft.


herborn scheint offenbar unter besuchermassen geradezu zu ächzen: sämtliche parkplätze sind entweder nur mit parkschein oder maximal 2 stunden zu belegen. die einzigen beiden freien stellen, die wir entdecken, befinden sich auf dem schotterbett direkt am bahngleis. diese hier auf dem foto ist schon recht abenteuerlich und tatsächlich legal zu erreichen, aber dennoch verzichten wir gerne auf eine begegnung mit der bundespolizei und fahren ein kleines stückchen weiter, wo wir ganz brav und ordentlich unseren berlingo abstellen können. wir konsultieren den wetterbericht und entscheiden uns fürs bike. damit sind wir im notfall ganz schnell wieder im trockenen.


boooaaaahhh ... ist das heute zäh zu fahren. haben die klebstoff auf die wege geschmiert oder ist das gummi in unseren beinen? als wär das nicht genug, entdecken wir den eingang zu dem weg, den wir immer schon erkunden wollten: direkt neben der autobahn führt ein gepflasteter weg in den wald bergan. gepflasterter weg in den wald? hm ... wohin gehts da?


"bergan" ist gut: diese strecke hat das zeug für ein bergzeitfahren. jetzt wissen wir auch, wohin der geheimnisvolle weg führt: schlichtweg nur auf die höhe. kein militärisches sperrgebiet, keine plutoniumaufbereitungsanlage - einfach nur bequem nach oben.

wir gönnen uns erst einmal eine kleine verschnaufpause.


wenn wir das gewusst hätten: nur wenige hundert meter von unserem idyllischen rastplatz befindet sich dieser romantische ort. direkt unter der bank braust der verkehr über die vielbefahrene A45.


die ersten regentropfen fallen und wir sind froh, dass wir uns für die bikes entschieden haben: in flottem tempo kurven wir am berg entlang und sausen ins tal. eine menge wilder freeridestrecken kreuzen unseren weg. ruckzuck sind wir wieder zurück und schauen uns das kleine städtchen etwas genauer an.
offroad geht schließlich auch in herborn:


wir verstauen die bikes im kofferraum und machen uns langsam wieder auf den heimweg. wir fahren auf schmalen, kurvigen straßen durch diese schöne landschaft und werfen einen blick auf greifenstein. die burg ist auf alle fälle nochmal einen besuch wert.