unsere fische könnten es sich so leicht machen: wird das wasser kühler als 10 grad, dann fahren sie in der regel ihren stoffwechsel runter, nehmen kaum noch futter an und bereiten sich so aufs überwintern vor. warum wir uns ende august schon sorgen um unsere fische im winter machen? weil wir jetzt schon frieren, während die jungs und mädels nicht die bohne daran denken, kein futter mehr aufzunehmen und statt dessen um jeden krümel einen tumult veranstalten, als hätte es seit wochen nichts mehr zu beißen gegeben. aber jeder fischratgeber rät: bleiben sie hart. füttern sie gefühlt zu wenig, dann ist es genau richtig. na dann ...
bevor wir aus versehen doch einmal zu viel zur fischfutterdose greifen, verziehen wir uns lieber in den wald, im garten ist es ohnehin zu nass und zu hause, naja, zu kalt.
seit der limes zum unesco-weltkulturerbe gehört, ist es unmöglich, hier tagsüber einen ordentlichen parkplatz zu bekommen. es ist einfach rappelvoll. aber uns genügt ein kurzer gang über die brücke auf die andere seite der bundesstraße und plötzlich ist alles ruhig. fast fühlen wir uns in einer anderen welt.
auf dem berg hier oben befinden sich reste einer ringwallanlage aus der hallstattzeit. vor jahren sind wir dem urigen kauz begegnet, der sich rein aus eigenem interesse um diese alten anlagen kümmert, eingangstore markiert, informationszettel auslegt, steine zu kreisen, türmchen und mauern schichtet. wir verlassen den ausgeschilderten wanderweg und machen eine kleine rast im inneren bezirk.
der kühle wind bringt dunkle wolken. höchste zeit, uns wieder auf den weg zu machen. wir kommen an einem herrlich gelegenen aussichtspavillion vorbei und lassen den blick weit über das land schweifen. von der ferne betrachtet, wirkt die skyline der bürotürme richtig nett. ob wir das morgen, wenn wir uns wieder den freuden unserer alltäglichen arbeit dort unten widmen, auch so empfinden?
wir beschleunigen unsere schritte, der regen setzt ein.



