Montag, 8. August 2016

die pflicht ruft!



ich hatte den sonntag ganz faul im garten verbracht und zwar auf dem, schande über schande, ganz und gar überfälligen nicht gemähten rasen. was hätte ich auch tun sollen? es war sonntag, rasenmähen also verboten, und mein anspruchsvolles buch mehr als spannend, rasenmähen also nachrangig. aber nachdem ich sonntag abend die letzte seite gelesen hatte, gab es für montag keine ausreden mehr: ab aufs bike und in den garten! 


in der zeitung war berichtet worden, dass der weg an den alten gärten asphaltiert worden war. ich hatte noch gedacht: 'aber doch hoffentlich nicht der schöne schotterweg‘ und atmete auf: mein schöner weg war noch immer schön.


die sonne stand schon recht tief. die zeiten, dass ich einfach so bis zur schlafenszeit durch die gegend stromern konnte, waren definitv vorbei: ich musste wohl bald wieder das licht ans bike montieren.

die alte eiche faszinierte mich immer wieder aufs neue und mein traum ist es, einmal in ihre starken äste zu klettern und zuzuschauen, wie die sonne verschwindet und die nacht hereinbricht.

oder umgekehrt: wie würde der tag beginnen, wenn die nacht sich zurückzieht?

ich sage es ganz ehrlich: rasenmähen war schwerstarbeit. zwar war das gras einigermassen trocken, aber das moos …, das moos … den gedanken, die bikerunde noch ein wenig auszuweiten, verwarf ich ganz schnell. ebenso, den GESAMTEN rasen zu mähen. ich würde mir für einen der folgenden tage noch etwas übrig lassen.

kurz nach halb neun machte ich mich auf den rückweg. in den schattigen ecken war es bereits ganz schön dunkel geworden.

die untergehende sonne zauberte aus der frankfurter skyline eine leuchtende insel.

ich bog in den pfad ein, der oberhalb der alten obstwiesen über wurzeln und steine zum sportplatz führt. es ist einer meiner lieblingspfade.

jetzt durfte kein gegenverkehr kommen!

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