Sonntag, 1. November 2015

hat das jemand hierher gebeamt oder wie kommt das hier hin?

in einer geocaching-fotogalerie hatte ich vor wochen ein bild von fröhlich lachenden menschen vor der stahltüre eines bunkers gesehen, natürlich sofort den GC-code nachgeschaut und nicht schlecht gestaunt: das ding liegt quasi vor meiner haustüre. und noch dazu in einem gelände, von dem ich dachte, ich hätte dort schon alle geheimnisse gelüftet. die brennende frage, wie sich so etwas so lange vor mir verstecken konnte, ließ mich nicht mehr los. ich musste mir das ganz genau anschauen.

ich wusste ja, dass von der bundesstraße so einige wege zum alten standortübungsplatz abzweigen, aber dieses unscheinbare, mit einer schranke gesicherte "sträßchen" habe ich bisher noch nie beachtet.
das ist doch einfach nur ein traum, oder?
ich kriegte mich kaum noch ein: ein bunker! und wie bildschön! in der cachebeschreibung lautete die aufgabe, die bunker zu zählen, weil wir damit später die entfernung zum final ermitteln mussten. ich war mit einem cache-freund unterwegs, er machte brav eine strichliste, ich notierte mir im gps-gerät die jeweilige position. man weiß ja nie ...
genauestens inspizierten wir den einzigen bunker, dessen tore nicht zugeschweißt waren. der raum war nicht allzu groß und ordentlich ausgeräumt. in einem anderen bunker linsten wir durch einen spalt und erspähten große rollen mit maschendraht.
was passiert, wenn wir den schalter umlegen?
insgesamt kamen wir auf 20 bunker, die entlang einer asphaltstraße aufgereiht lagen. mir blieb unbegreiflich, warum mir bei meinen ausgiebigen satellitenfoto-auswertungen dieses gelände bisher nie aufgefallen war. weil es so schön eingewachsen ist? von tiefen taleinschnitten umgeben liegt? mein blick von den einrichtungen rundherum abgelenkt war?
wir hatten unsere aufgabe erfüllt, die dose gefunden und machten uns zufrieden auf den rückweg. ich schüttelte immer noch den kopf: "das gibts doch nicht. so viele bunker! und ich kannte die noch nicht!"
die schatten wurden schon deutlich länger, aber wir hatten noch eine dose im visier. ich parkte das jeepchen an den parkplatz-koordinaten, die etwa so beschrieben waren: "wem der unterbau seines autos wichtig ist, der parkt am besten hier." hm. eigentlich hätten wir das richtige cachemobil für einen drive-in dabei ... ;-)
na gut, hier hätte zwar der unterboden nicht gelitten, aber über den kleinen abhang da oben, da wär das jeepchen nur gekommen, wenn die spiegel nicht weiter als schulterbreit auseinander gestanden hätten ... und da kann der dieselpreis noch so sinken, das kriegen wir nicht hin.
was für ein schöner und spannender tag! für die kommende woche hatte ich noch einmal viel sonne und leuchtende herbstfarben gesammelt, denn wer weiß, wie lang der indian summer noch anhält. die ersten frostnächte stehen an und einige bäume werfen schon ihr laub.


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