Samstag, 2. Juli 2016

dosen suchen unter großen buchen

ich verbrachte das wochenende mit radsportfreunden in bad wildungen. während sie flott mit ihren rädern zum edersee radelten, schulterte ich meinen rucksack, schaltete das GPS-gerät ein und ging auf dem nahegelegenen homberg ein paar dosen suchen.

kaum hatte ich einen fuss vor die tür gesetzt, fing es zu nieseln an. zum glück hatte ich nicht nur den regenschirm eingepackt, sondern meine cachetour auch in den wald gelegt. unter buchen lässt sich gut regenschutz suchen.

staunend näherte ich mich der alten ruine. so eine romantische kapelle hätte ich hier nicht erwartet, sie war auch nicht in meiner wanderkarte eingezeichnet. kein wunder, denn es handelte sich ...

... um eine flakstellung aus dem 2. weltkrieg. da schau her.

ich freute mich richtig, dass ich durch diesen wunderschönen kiefern- und eichenwald laufen durfte. der wind nahm zu, es wurde empfindlich frisch.

dichter nieselregen setzte ein. ich machte es mir am fuß einer großen buche gemütlich, spannte den schirm auf, kuschelte mich in die fleecejacke und wartete. über mir kreiste mit schrillen rufen ein raubvogel. hoffentlich hatte ich mir nicht gerade den baum mit den nestlingen ausgesucht, mit den scharfen krallen wollte ich ungern bekanntschaft machen. der regen zog ab, ich konnte mich weiter auf den weg zur bergwacht-hütte auf der bismarckhöhe machen.

im schutz der hütte wartete ich einen weiteren regenschauer ab, verzehrte meinen proviant, dann wanderte ich zum aussichtsturm auf dem homberg und genoss den weiten blick übers land.

nach und nach verstaute ich meine fleecejacke und den regenschirm wieder im rucksack, die sonne kam raus. die wärme tat gut! und gerade, als ich mir im cafe ein sahnetörtchen bestellt hatte, rollten die radlerfreunde heran und wir liessen den tag gemeinsam ausklingen.

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