Sonntag, 3. Juli 2016

landpartie in nordhessen

die nacht war sehr kurz gewesen: nach dem elfmeter-drama zwischen deutschland und italien hielten mich die hupenden autokorsos noch mindestens eineinhalb stunden lang vom schlaf ab. manche verzichteten auch auf hupen und ließen statt dessen ihre motoren röhren. früh morgens weckte mich strahlender sonnenschein.

von den neun radlern waren nur noch drei übrig geblieben, die am sonntag noch eine tour drehen wollten. ich verabschiedete mich nach dem frühstück von den freunden und nahm kurs richtung südost, ich wollte zum hessischen braunkohleabbaugebiet bei borken. ich hatte das dach am jeepchen geöffnet und genoss die morgenluft, als mein blick auf ein kiefernwäldchen rechts der straße fiel. da lag sogar eine dose. ich parkte.

ein wunderschöner pfad schlängelte sich entlang eines steilen abhangs durch die kiefern. die dose lag noch 90 meter entfernt.

wunderschön! ich kam mir vor wie in einem knorrigen eichenwald in der provence. tief unten lag das helenental.

über kurvige und kleine sträßchen navigierte ich richtung südosten.

der abzweig nach oberurft sah sehr verlockend aus und ich zog die karte zu rate. ja, passt, es wäre ein kleiner umweg, aber er lohnte sich.

ich konnte sogar einen kurzen ausflug zur ruine löwenstein machen. ich näherte mich quasi durch die hintertür.

in diesem treppenaufgang hieß es "kopf einziehen", wollte ich mir keine schramme holen. die hohen stufen waren mühsam zu erklimmen, aber die aussicht vom turm war es wert.

das jeepchen war von der sonne mittlerweile gut aufgewärmt und ich wurde langsam müde. ich war gespannt auf das gebiet des ehemaligen tagebaus in borken, in meiner alten wanderkarte war es als helle fläche eingezeichnet. aber vor ort begrüßte mich ein wunderbarer see unter blauem himmel. leider hatte ich die kamera im auto gelassen und war viel zu faul, sie zu holen. zeit für den heimweg. ab aufs sofa.

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