Sonntag, 15. März 2015

sonne und eis

das offen-fahren hat es mir wirklich angetan. von mir aus könnte der frühling ganz ganz schnell kommen. aber ich muss mich noch etwas gedulden, denn eine reise in den schwarzwald steht an und da liegt sie noch, die weiße pracht.

vor jahren habe ich in freiburg gearbeitet und mich jeden morgen durch den entnervend langen stau gequält. zwischenzeitlich gibt es einen tunnel, der die staus überflüssig macht. und schnee gibts da auch nicht:


im engen höllental schaffte es die sonne mittlerweile auch bis fast auf den talgrund.


bei einem kurzen halt traf ich meine entscheidung: trotz 6 grad aussentemperatur mache ich jetzt das verdeck auf - und wenn ich dafür nur noch im bummeltempo weiterfahren kann. die sonne schien mir so warm ins auto, dass ich meine entscheidung keine sekunde bereute.


dieses tal lag auch eindeutig auf der sonnenseite. aber mit jedem meter, den ich bergan kletterte, wurden die schneeflächen größer und höher ...


... bis ich schließlich sogar auf vereiste wege traf. das verdeck hatte ich längst wieder verschlossen und den warmluftstrom auf meine füsse gerichtet. erkältung? nein, danke!


ich fuhr durch ein tal. rechts von mir die hänge volller schnee. links von mir alles weggetaut. winterseite - sommerseite. mich zog es eindeutig auf die sommerseite ...

etliche höhenmeter tiefer war alles sommerseite und so setzte ich den blinker und folgte einem kleinen steilen weg bergan. auf gegenverkehr mochte ich gerne verzichten und auch die aussicht in die tiefen schluchten unter mir konnte ich nicht recht würdigen.


steiler und steiler wand sich der weg hinauf. als ich die schnee- und eisgrenze erreichte wendete ich. soeben war mir ein auto begegnet und wir kamen aneinander vorbei, weil ich mich richtung abgrund getastet hatte. solch ein manöver auf glattem untergrund? heute bitte nicht.

also zog ich zu fuß los ...


die sonne verabschiedete sich hinter den wolken. heute hatte sie bestimmt einige quadratmeter schnee wegtauen müssen.


auch ich verabschiedete mich von den schneebedeckten höhen ...


... um in der rheinebene etwas sonne zu tanken. welche in unterschied! dass so viele gegensätze in einen tag passen, ist schon schier unglaublich. zwar war auch hier der wind eisig, aber das hielt die ersten bienen nicht davon ab, auf futtersuche zu geben. geschützt unter büschen und trockenem gras leuchteten und dufteten veilchen.


wunderbar. ich freute mich noch viel mehr auf den frühling und machte mich auf den heimweg.