Freitag, 27. März 2015

essen und trinken halten leib und seele zusammen - schnüffeln auch

was habe ich mich an weihnachten gegrämt, als ich arbeiten musste, anstatt mich den weihnachtsvor- und -nachbereitungen widmen zu können. aber jetzt hab ich schon die dritte woche jeweils den freitag frei genommen und mich am kommenden frühling erfreut, ich war wieder versöhnt. gut, ohne mütze und handschuhe geht halt noch nichts ...

diese woche stand ein besuch im spessart an.


in miltenberg, habe ich gelesen, soll es brauereien geben. dann gibt es bestimmt auch was leckeres zu essen in diesem schönen sehenswerten städtchen. sehr gut - und was bietet die umgebung? ich konnte mein glück kaum fassen: alte nato-hinterlassenschaften. nichts wie hin.


eisig fegte der wind über die freie hochebene. tief zog ich die mütze über meine ohren und trabte in den schützenden wald. auf zehenspitzen pirschte ich mich an die alten gebäude heran. willkommen war ich hier bestimmt nicht und auf ein überraschendes begrüßungskomittee mochte ich gern verzichten.


eine holzfirma hatte sich auf dem gelände eingerichtet, ich schlich zwischen waldmaschinen und holzstapeln hindurch und staunte über die alten spuren. in die wallanlagen war jeweils ein einziger bunker eingebaut und was in die engen türen führte, sah nach schienen aus.

da ich "hintenrum" aufs gelände gekommen war, stand ich natürlich auch vor verschlossenen toren. "betreten verboten" - was sonst?


ein paar meter weiter erreichte ich die alten mannschaftsunterkünfte und fahrzeughallen. hier konnte ich mich nicht durch die hintertür nähern, die zäune waren voll intakt, das gelände erstaunlich gepflegt. da schien jemand spaß am rasenmähen zu haben.


ich studierte das gps-gerät: der asphaltierte weg führte noch ein stück weiter, auf der karte war ein "schießplatz" vermerkt. hm. waren in den bunkern also noch andere dinge als nur dosenravioli gelagert worden?

heute wird der schießplatz vom örtlichen jagdverband genutzt und natürlich war auch hier zutritt mehr als verboten. ich wählte erneut den nebeneingang.


meine neugierde war endlich befriedigt und ich verspürte hunger. ich machte mich auf den rückweg. schließlich war ich wegen miltenberg hierher gekommen und nicht zum schnüffeln. oder?