kaum war die uhr umgestellt, kam die kälte zurück und mit ihr jede menge nieselregen. noch ungemütlicher geht es nicht. wir hätten uns auf das sofa zurückziehen können, ein warmes getränk in die hand nehmen, die kissen für ein entspanntes nickerchen locker aufschütteln, um dann mit einem buch in der hand vor uns hin zu dümpeln. aber darüber lässt sich ja nichts schreiben ... ausserdem hatten wir für den abend konzertkarten in mannheim. das jetztmusikfestival in seiner 2015er auflage versprach wieder ungewöhnlichen musikgenuss.
wir schalteten also die sitzheizung auf die höchste stufe, drehten die heizung auf angenehme 22 grad und zogen los.
nach mannheim kann man auf direktem weg fahren, man muss es aber nicht. wir entschieden uns für die variante mit jeder menge umwege. unser erster abstecher führten uns zur burg frankenstein. selbst dem monster war es dort oben viel zu kalt. nach einer leckeren und erwärmenden suppe zogen wir wieder weiter.
frei schnauze fuhren wir weiter und weiter in den odenwald hinein. irgendwann ließ die dichte der verbotsschilder nach. jetzt wurde nur noch gewarnt: sie befahren diesen weg auf eigene gefahr (aber gern doch) und landwirtschaftlicher verkehr hat vorrang (wenn es sonst nichts ist). blinker setzen und ab dafür.
schließlich landeten wir in hirschhorn am neckar. soll ein schönes städtchen sein, wenn nicht gerade wieder ein fieser regenschauer niedergeht. wir schoben hirschhorn in gedanken auf die must-see-liste beim nächsten odenwald-trip (irgendwann wird das wetter ja auch mal besser werden. oder etwa nicht?) und schlugen den weg richtung mannheim ein.
und dann gaben wir uns ganz dem genuss der musik hin ...



