Sonntag, 25. Mai 2014

die ruhe des landlebens

mit einem schlag wird es belebt im wasdale. was wir befürchtet hatten, erweist sich als wahr: es ist das wochenende des bankholiday. den stadtbesuch in durham streichen wir von unserer to-do-liste, dort ist kein einziges zimmer mehr zu kriegen. wir ziehen weiterhin aufs land.

im cycle cafe stammen die eier im kuchen garantiert von glücklichen hühnern
unsere wahl fällt auf ein kleines städtchen nordwestlich von barnard castle im teesdale. ein städtchen wie aus dem bilderbuch: im hotel nette zimmer, eine bar, nebenan das restaurant. ankündigungen für den farm-market und die handwerksmesse, die landfrauen verkaufen für gute zwecke köstliche selbstgebackene kuchen und torten. der trifle ist garantiert NICHT kalorienfrei und oberlecker.

ja, und dann gibt es da noch diese gassen, mit denen sich die stadt umrunden lässt. wir haben einfach zuviel barnaby-krimis gesehen: in diesen gassen geschieht dort meistens der mord. wir sind fasziniert.


über mangelnden regen können wir uns nicht mehr beschweren, ein schauer nach dem anderen zieht englandtypisch über die pennines und wir fangen an, dem kühlen nass wie die briten zu begegnen: gelassen. wird alles schon wieder trocknen.


der blick aus unserem hotelfenster fällt auf einen berg, der mit einer kleinen baumgruppe bewachsen ist. zunächst suchen wir diese stelle vergeblich auf unser karte, bis uns aufgeht, dass dieser hügel der ort ist, der auf der karte mit einem winzig kleinen grünen kringel markiert ist. dieser mini-kringel, das sind die bäume. ein wanderweg führt hinauf und wir machen uns auf den weg.


wir schrecken eine menge vögel auf und sie lärmen empört. die schafe schauen uns zunächst nur verwundert an. kurz bevor wir den gipfel erreichen, kommt bewegung in die herde: aufgeregtes blöken, schafe samt nachwuchs im dauerlauf, herrje, sehen wir so furchterregend aus? dann dringt das motorengeräusch an unser ohr. der farmer macht auf seinem quad eine schaf-inspektion. offenbar hat er etwas äußerst leckeres im fässchen auf seinem anhänger. die schafe sind ganz verrückt danach und rennen aufgeregt zu ihm hin. dass wir einfach über sein land laufen, stört ihn nicht im geringsten: ein kurzer gruß und er zieht weiter. 


nach barnard castle machen wir nur einen ganz kurzen abstecher. wir schaffen es gerade passend zum ende der öffnungszeiten zum bowes museum und können ungestört durch den park schlendern. auf dem heimweg haben wir plötzlich wieder eines dieser police-autos an der stoßstange. was haben wir jetzt wieder verbrochen? wir nehmen uns ein herz und fahren links ran, dankbar winkend fahren sie vorüber. offensichtlich waren wir nur ein lästiges verkehrshindernis.


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