Donnerstag, 22. Mai 2014

good morning, how are you?


wir hatten uns schon gefragt, wo das typische britische wetter bleibt. statt regenschirm benötigten wir sonnenmilch und –hut in den letzten tagen. aber endlich ist es soweit: es regnet, wir nutzen die chance und bewegen unser reisegefährt wieder einmal. wir wollen richtung küste. meer und brandung, danach steht uns der sinn. was wir jedoch bekommen, ist etwas ganz anderes: eine polizeipatrouille hält uns wegen spionage- und terrorismus-verdacht an, entlarvt uns als naive dummerchen und eskortiert uns schließlich an unseren gewünschten ort. peinlich hoch zehn. geläutert kehren wir in unser stilles tal zurück.

die geschichte geht so: auf der suche nach einer küstennahen straßenverbindung zwischen seascale und st bees biegen wir richtung calder ab. wir staunen noch über das hermetisch abgeriegelte gelände, hüpfen über fiese speed ramps, als wir das pförtnerhäuschen vor uns entdecken und beschließen, zu wenden. das hier sieht eher nach einem gefängnis aus, nicht nach strand. zurück auf der straße haben wir sofort die polizei hinter uns und als wir abbiegen wollen, halten sie uns an. es ist wie im film. nach freundlichem smalltalk kommt der officer schnell zur sache: wir wären diese und jene straße gefahren, was wir dort wollten. äh, wir wollen gern zur küste, am liebsten auf kleinsten sträßchen. aha, na, dann müssten wir so und so fahren. alles klar. und was, bitte, trauen wir uns zu fragen, verbirgt sich in calder? ein kraftwerk? well, it’s the most kept secret in britain, it’s …

der geneigte leser möge an dieser stelle bitte einmal „seascale“ auf google maps suchen und dort nach „river calder“ schauen. was verbirgt sich nördlich davon? es handelt sich um einen ort mit 10 buchstaben, beginnend mit „s“, endend mit „d“. sieht harmlos aus, ist es aber nicht. wikipedia tuts übrigens auch. einfach „seascale“ in der suchmaske erfassen.

wir lachen laut los. damit hätten wir nicht gerechnet, du meine güte! freundlich werden wir verabschiedet und in ein mickriges sträßchen (not suitable for HGVs) eskortiert, das uns schnurstracks nach st bees bringt. wir schätzen, die beiden officer in ihrem polizei-pajero haben noch eine weile herzlich über unsere blauäugigkeit gelacht: unbelievable, they never heard of ...


der weg nach st bees ist mit einigen unwägbarkeiten gespickt



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