| und im winter mit spikes? |
Sonntag, 6. April 2014
vorsorge ist besser als nachsicht
ich befürchte, diese ganzen stadtplaner und baufuzzis sind irgendwelche jungen, knackigen kerle, die während ihrer arbeitszeit nichts lieber tun, als schubkarrenbergläufe auszutragen. nichts gegen junge, knackige kerle, aber muss ich jetzt wirklich jeden monat ein paar hühner mehr in den sparstrumpf stopfen, damit ich mir den rollator mit 10 ps leisten kann? mit allrad sowieso, ist klar.
Samstag, 5. April 2014
ziege nr. 5 auf abwegen
diesmal scheint die sonne es ernst zu meinen mit dem frühling. seit tagen wärmt sie durch und durch und wir hocken im grauen büro und kriegen das gar nicht richtig mit. aber wofür gibt es wochenenden? und wofür fluchtwagen?
bewaffnet mit den neuesten cd-erwerbungen der letzten tage machen wir uns auf den weg ins schöne schwabenländle. dort erwartet uns die beste freundin, die aussicht auf ein leckeres mittagessen im burgrestaurant mit fernblick und ...
... eine waschechte furt!
ja, so etwas haben wir seit unserer reise in südengland vor zig jahren nicht mehr gesehen. in england allerdings führte die straße auf der anderen seite weiter, hier nicht. um weiterzukommen, müssen wir wenden und durch das wässerchen zurück. was für ein schweres los!
das mittagessen ist wie erwartet köstlich hoch zehn und die bäuche spannen etwas. wie wäre es mit einem kleinen verdauungsspaziergang? wir flanieren um den kleinen waldsee und erfreuen uns am frischen grün. vorhin ist uns ein schild aufgefallen: "schwäbisch fränkischer naturpark". es stand am abzweig zu einem kleinen sträßchen. ein äußerst einladendes kleines sträßchen. wir probieren es aus und kurven in ein zauberhaft schönes tal. dann fällt uns ein wegweiser zur burg waldenstein auf. burg ist immer gut. burg ist weit oben und bis da hoch ist es steil und eng und wunderbar. jetzt bitte keinen gegenverkehr.
und da begegnet uns ziege nummer 5. ziege nummer 5 ist ausgebüxt und wird neidisch von ihren ziegenschwestern bemeckert. das stört ziege nummer 5 aber genauso wenig wie wir sie stören. frisches gras. wen interessiert da schon ein dicker fluchtwagen?
zum glück reicht ziege nummer 5 nicht bis zum aussenspiegel. sie kann unbehelligt unter ihm durchschlüpfen und wir erleichtert weiterfahren.
das ist ein schönes fleckchen erde hier oben. um weiter zu kommen, müssen wir in einem 15-grad-winkel abbiegen. dazu müssen wir schön romantisch auf dem engen burghof wenden. wie haben die das früher mit ihren vierspännigen kutschen gemacht?
unser blick wandert in jeden abzweig hinein: erlaubt? nicht? vielleicht nur ein stückchen? die mountainbiker, die wir vorhin im schritttempo überholt haben, kommen uns entgegen und grinsen. denen sind verbotsschilder egal. aber unseren spaß haben wir heute auch. der eine oder andere feldweg ist nicht verboten. zumindest nicht von der seite aus, von der wir kommen. und da vorne in der senke ist eine rumpelige kurve. da wird sogar vor "straßenschäden" gewarnt. lach.
bewaffnet mit den neuesten cd-erwerbungen der letzten tage machen wir uns auf den weg ins schöne schwabenländle. dort erwartet uns die beste freundin, die aussicht auf ein leckeres mittagessen im burgrestaurant mit fernblick und ...
... eine waschechte furt!
ja, so etwas haben wir seit unserer reise in südengland vor zig jahren nicht mehr gesehen. in england allerdings führte die straße auf der anderen seite weiter, hier nicht. um weiterzukommen, müssen wir wenden und durch das wässerchen zurück. was für ein schweres los!
das mittagessen ist wie erwartet köstlich hoch zehn und die bäuche spannen etwas. wie wäre es mit einem kleinen verdauungsspaziergang? wir flanieren um den kleinen waldsee und erfreuen uns am frischen grün. vorhin ist uns ein schild aufgefallen: "schwäbisch fränkischer naturpark". es stand am abzweig zu einem kleinen sträßchen. ein äußerst einladendes kleines sträßchen. wir probieren es aus und kurven in ein zauberhaft schönes tal. dann fällt uns ein wegweiser zur burg waldenstein auf. burg ist immer gut. burg ist weit oben und bis da hoch ist es steil und eng und wunderbar. jetzt bitte keinen gegenverkehr.
und da begegnet uns ziege nummer 5. ziege nummer 5 ist ausgebüxt und wird neidisch von ihren ziegenschwestern bemeckert. das stört ziege nummer 5 aber genauso wenig wie wir sie stören. frisches gras. wen interessiert da schon ein dicker fluchtwagen?
zum glück reicht ziege nummer 5 nicht bis zum aussenspiegel. sie kann unbehelligt unter ihm durchschlüpfen und wir erleichtert weiterfahren.
das ist ein schönes fleckchen erde hier oben. um weiter zu kommen, müssen wir in einem 15-grad-winkel abbiegen. dazu müssen wir schön romantisch auf dem engen burghof wenden. wie haben die das früher mit ihren vierspännigen kutschen gemacht?
unser blick wandert in jeden abzweig hinein: erlaubt? nicht? vielleicht nur ein stückchen? die mountainbiker, die wir vorhin im schritttempo überholt haben, kommen uns entgegen und grinsen. denen sind verbotsschilder egal. aber unseren spaß haben wir heute auch. der eine oder andere feldweg ist nicht verboten. zumindest nicht von der seite aus, von der wir kommen. und da vorne in der senke ist eine rumpelige kurve. da wird sogar vor "straßenschäden" gewarnt. lach.
Donnerstag, 3. April 2014
es gibt was auf die ohren
samstag sind wir in den musik-marathon gestartet: nach einem tag im garten samt rosenschneiden, rasenmähen (wir können es noch!), vertikutieren, rumgraben und in der sonne schmelzen wogen wir die alternativen zwischen häuslichem sofa und bier im rock-club ab. bier gewann haushoch. schon nach dem kurzen konzert mit den 5 jungs waren wir mehr als zufrieden, aber geschäftiges treiben um die bühne herum liess uns noch ein bier bestellen. tatsächlich: das war nur die vorgruppe gewesen, jetzt ging es erst richtig los. super!
montag machten wir in mannheim weiter: nils frahm kannten wir bisher nur als virtousen pianisten, der uns mit seiner musik tränen des glücks in die augen treibt, jetzt überraschte uns der äusserst sympathische junge mann mit allerhand elektronischem gerät und spacigen klängen, mit denen er unsere lieblingsstücke untermalte. sagenhaft gut! eine flucht mit den ohren sozusagen.
und jetzt, in köln, greifen wir richtig an: mogwai. laut wikipedia eine schottische postrock-band. keine ahnung, was postrock ist. was für alte knacker? egal. es ist grandios gut und grandios laut.
nach dem konzert melden die ohren lautstark ihr bedürfnis nach ruhe. also lassen wir uns zeit auf dem weg zurück ins hotel und chillen noch ein wenig am 23-stunden-kiosk mitten im gewerbegebiet. ein buntes völkchen versammelt sich hier und lässt den tag mit alkoholischen erfrischungsgetränken ausklingen. gegenüber wandert der mond in einer hauchdünnen sichel durch den nachthimmel.
am donnerstag morgen machen wir uns bei sommerlich warmen temperaturen auf und erkunden die etwas abgelegenen seiten der stadt. dieser parkplatz erscheint uns sehr skurril. könnten wir hier auch senkrecht parken? würde uns die berganfahrhilfe am fluchtwagen dabei helfen?
gegenüber vom schlachthaus ein wohnhaus neben dem anderen. es riecht streng. und haustierbesitzer laden glücklich große säcke in den kofferraum ihrer autos.
hinter den wohnhäusern liegt nochmal eine ganz eigene welt. kleine gewerbebetriebe haben sich dort angesiedelt. alte garagenhöfe verbergen den einen oder anderen fahrbaren schatz. gemütliche grüne oasen laden ein. mitten im geschäftigen treiben trennt eine mauer den trubel der straße auf der einen seite von der ruhe eines parks auf der anderen seite, in dem ein imposanter turm residiert.
kölner stadtansichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
wohin leuchtet der leuchtturm mitten im schienengewirr?
gestern hat uns, spät in der nacht, nach dem konzert blauer himmel begrüsst. dieses bild geht uns nicht mehr aus dem kopf. es passt so gut zu dem, was wir heute in köln sehen.
mitten in einer trostlosen brache, umrahmt von mehrstöckigen bordells und gleistrassen auf mehreren ebenen hat ein künstler sich einen ort eingerichtet, in dem er aus schrott skulpturen schafft und damit geschichten voller leben erzählt.
wir streifen durch ein stadtquartier mit kleinen sträßchen, treffen in einem atelier auf pure lebensfreude in 3d und trinken ganz entspannt in einem cafe, das vollgestopft ist mit bücherregalen, einen liebevoll selbstgekochten kakao. im blick haben wir dabei eine meterhohe mauer, auf der eine bahn nach der anderen vorbeirauscht.
wir fühlen uns pudelwohl.
montag machten wir in mannheim weiter: nils frahm kannten wir bisher nur als virtousen pianisten, der uns mit seiner musik tränen des glücks in die augen treibt, jetzt überraschte uns der äusserst sympathische junge mann mit allerhand elektronischem gerät und spacigen klängen, mit denen er unsere lieblingsstücke untermalte. sagenhaft gut! eine flucht mit den ohren sozusagen.
und jetzt, in köln, greifen wir richtig an: mogwai. laut wikipedia eine schottische postrock-band. keine ahnung, was postrock ist. was für alte knacker? egal. es ist grandios gut und grandios laut.
nach dem konzert melden die ohren lautstark ihr bedürfnis nach ruhe. also lassen wir uns zeit auf dem weg zurück ins hotel und chillen noch ein wenig am 23-stunden-kiosk mitten im gewerbegebiet. ein buntes völkchen versammelt sich hier und lässt den tag mit alkoholischen erfrischungsgetränken ausklingen. gegenüber wandert der mond in einer hauchdünnen sichel durch den nachthimmel.
am donnerstag morgen machen wir uns bei sommerlich warmen temperaturen auf und erkunden die etwas abgelegenen seiten der stadt. dieser parkplatz erscheint uns sehr skurril. könnten wir hier auch senkrecht parken? würde uns die berganfahrhilfe am fluchtwagen dabei helfen?
gegenüber vom schlachthaus ein wohnhaus neben dem anderen. es riecht streng. und haustierbesitzer laden glücklich große säcke in den kofferraum ihrer autos.
hinter den wohnhäusern liegt nochmal eine ganz eigene welt. kleine gewerbebetriebe haben sich dort angesiedelt. alte garagenhöfe verbergen den einen oder anderen fahrbaren schatz. gemütliche grüne oasen laden ein. mitten im geschäftigen treiben trennt eine mauer den trubel der straße auf der einen seite von der ruhe eines parks auf der anderen seite, in dem ein imposanter turm residiert.
kölner stadtansichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
wohin leuchtet der leuchtturm mitten im schienengewirr?
gestern hat uns, spät in der nacht, nach dem konzert blauer himmel begrüsst. dieses bild geht uns nicht mehr aus dem kopf. es passt so gut zu dem, was wir heute in köln sehen.
mitten in einer trostlosen brache, umrahmt von mehrstöckigen bordells und gleistrassen auf mehreren ebenen hat ein künstler sich einen ort eingerichtet, in dem er aus schrott skulpturen schafft und damit geschichten voller leben erzählt.
wir streifen durch ein stadtquartier mit kleinen sträßchen, treffen in einem atelier auf pure lebensfreude in 3d und trinken ganz entspannt in einem cafe, das vollgestopft ist mit bücherregalen, einen liebevoll selbstgekochten kakao. im blick haben wir dabei eine meterhohe mauer, auf der eine bahn nach der anderen vorbeirauscht.
wir fühlen uns pudelwohl.
Montag, 24. März 2014
zu fuß geht es auch
zur not frisst der teufel fliegen. dieses sprichtwort geht uns nicht aus dem kopf, während wir über zahlen und texten, über zusammenhängen und widersprüchen brüten und die stunden, ach was, die tage, an uns vorbei fliegen. in uns reift ein plan: flüchten zu fuß. direkt vom büro weg. was braucht's dazu? den plan, die absicht, wanderstiefel und rucksack, käsebemme, eine kleine ausrede und keinen regen.
der regen schließlich scheint uns einen strich durch die rechnung machen zu wollen. im postfach piept eine wetterwarnung nach der anderen und wir sehen die gewitterwolken über den berg ziehen. auch eine nach der anderen. oder ist es eine große?
plan b? wir ziehen das ganze morgen durch. plan c? nächste woche. plan d? wenn wir in rente sind ... äh ...
gerade, als wir auf plan b umschwenken wollen, verzieht sich die wetterfront nach osten. da ist sie gut aufgehoben, wir springen in die wanderklamotten, verstauen die bürokluft im schrank und ab dafür.
besser hätten wir es nicht treffen können.
es ist noch empfindlich kalt im schatten und wir streifen brav die mützchen über. der heimweg heute ist ein echter genuss.
unterwegs entdecken wir ein verwunschenes schlosstürmchen samt ergrautem burgherrn. auf einer kuppe einen tümpel voller froschlaich. mitten im wald einen blühenden baum. direkt auf unserem weg ein döselchen. und dass es gut tut, die letzten 500 meter mit der s-bahn zurückzulegen.
hoffentlich schmecken dem teufel die fliegen auch so gut, wie uns diese flucht gut getan hat.
der regen schließlich scheint uns einen strich durch die rechnung machen zu wollen. im postfach piept eine wetterwarnung nach der anderen und wir sehen die gewitterwolken über den berg ziehen. auch eine nach der anderen. oder ist es eine große?
plan b? wir ziehen das ganze morgen durch. plan c? nächste woche. plan d? wenn wir in rente sind ... äh ...
gerade, als wir auf plan b umschwenken wollen, verzieht sich die wetterfront nach osten. da ist sie gut aufgehoben, wir springen in die wanderklamotten, verstauen die bürokluft im schrank und ab dafür.
besser hätten wir es nicht treffen können.
es ist noch empfindlich kalt im schatten und wir streifen brav die mützchen über. der heimweg heute ist ein echter genuss.
unterwegs entdecken wir ein verwunschenes schlosstürmchen samt ergrautem burgherrn. auf einer kuppe einen tümpel voller froschlaich. mitten im wald einen blühenden baum. direkt auf unserem weg ein döselchen. und dass es gut tut, die letzten 500 meter mit der s-bahn zurückzulegen.
hoffentlich schmecken dem teufel die fliegen auch so gut, wie uns diese flucht gut getan hat.
Sonntag, 16. März 2014
tauwetter
was haben wir uns den koffer vollgepackt mit neopren-gefütterten stiefeln, handschuhen, schals, mützen, skishirts und nicht zu vergessen den langen unterhosen! und dann das:
sonne, soweit das auge reicht und keinen sonnenschutzfaktor in greifbarer nähe. um also null risiko einzugehen, lassen wir das dach vom fluchtwagen zu und schlagen uns zu fuss durch die wälder.
in den schattigen ecken liegen noch vereinzelte schneefelder und der wind streicht eisig kalt darüber weg. wir können zuschauen, wie der schnee weniger wird und sich in unzähligen rinnsalen im nächsten bach verliert.
langsam geht der tag in den abend über. wir lehnen uns an das von der sonne gewärmte holz der hütte und genießen den blick in den klaren himmel. tauen wir auch langsam aus der winterstarre auf? wolken, kälte, regen und nebel hatten wir in den letzten monaten mehr als genug. graue bürowände sowieso.
sonne, soweit das auge reicht und keinen sonnenschutzfaktor in greifbarer nähe. um also null risiko einzugehen, lassen wir das dach vom fluchtwagen zu und schlagen uns zu fuss durch die wälder.
in den schattigen ecken liegen noch vereinzelte schneefelder und der wind streicht eisig kalt darüber weg. wir können zuschauen, wie der schnee weniger wird und sich in unzähligen rinnsalen im nächsten bach verliert.
langsam geht der tag in den abend über. wir lehnen uns an das von der sonne gewärmte holz der hütte und genießen den blick in den klaren himmel. tauen wir auch langsam aus der winterstarre auf? wolken, kälte, regen und nebel hatten wir in den letzten monaten mehr als genug. graue bürowände sowieso.
Samstag, 8. März 2014
staub statt matsch
so ein regenschauer hat schon etwas gutes: letzte woche hat er uns nach unserem belgienabenteuer die autowäsche erspart und bei einer rallye sorgt er dafür, dass es schöne drifts zu sehen gibt. heute ist in der pfalz rallye-time und wir freuen uns schon die ganze woche darauf. aber leider ist vorfreude auch bereits die schönste freude, denn von regen keine spur.
wir sind noch ein wenig im schnüffel-modus und machen eine kleine erkundung der alten kaserne. wäre heut nicht samstag, dann würden wir auch noch die wege rund um das stillgelegte gelände erforschen. aber es sind einfach schon zu viele leutchen mit ihren treckern in sachen holzwirtschaft unterwegs, um hier ungestört herumzukurven.
statt in gummistiefeln durch matsch zu staken, lassen wir uns von der herrlichen märzsonne aufwärmen. wir sind viel zu früh an der wertungsprüfung und können in aller ruhe beobachten, wie nach und nach die ersten fotografen, zuschauer und schließlich streckenposten eintrudeln und stellung beziehen. zwischendurch holen wir uns im rallyezentrum marschverpflegung: mettwurstbrötchen und brühwurst schmecken köstlich. mit einem mal ist es aus mit der beschaulichkeit und ein rallyeauto nach dem anderen saust an uns vorbei. lustig anzusehen sind die fotografen: nach jedem wagen drehen sie sich hurtig mitsamt ihrem equipment um 180 grad, decken schnellstens mit ihren händen ihre geräte ab. um die geschossenen bilder zu prüfen? von wegen: um sie vor der gigantischen staubwolke zu schützen!
wir haben zum gucken eine gute ecke erwischt: die autos starten hinter uns, röhren durch die felder, biegen rechts ab, nochmal rechts auf einen kleinen schotterweg - dort gibt es bereits die eine oder andere geräuschvolle berührung mit der armen scheune, die im kurvenausgang steht -, dann gehts vor allem für die weichgefederten rallyeexemplare rumpeldipumpel über einen bach und in einer leichten linkskurve hier zu diesem scharfen rechtsabzweig, an dem wir stehen. 90 autos sind am start und zweimal kommen sie an uns vorbei. die zeit vergeht im flug.
zum abschluss gehen wir noch eine dose suchen. "alter viadukt", das klingt vielversprechend. wie immer brauchen die koordinaten eine weile, bis sie uns finden und die zeit bis dahin vertreiben wir uns damit, eine stelle zum wenden zu finden. und was finden wir da?
kein verbotsschild weit und breit.
wir sind noch ein wenig im schnüffel-modus und machen eine kleine erkundung der alten kaserne. wäre heut nicht samstag, dann würden wir auch noch die wege rund um das stillgelegte gelände erforschen. aber es sind einfach schon zu viele leutchen mit ihren treckern in sachen holzwirtschaft unterwegs, um hier ungestört herumzukurven.
statt in gummistiefeln durch matsch zu staken, lassen wir uns von der herrlichen märzsonne aufwärmen. wir sind viel zu früh an der wertungsprüfung und können in aller ruhe beobachten, wie nach und nach die ersten fotografen, zuschauer und schließlich streckenposten eintrudeln und stellung beziehen. zwischendurch holen wir uns im rallyezentrum marschverpflegung: mettwurstbrötchen und brühwurst schmecken köstlich. mit einem mal ist es aus mit der beschaulichkeit und ein rallyeauto nach dem anderen saust an uns vorbei. lustig anzusehen sind die fotografen: nach jedem wagen drehen sie sich hurtig mitsamt ihrem equipment um 180 grad, decken schnellstens mit ihren händen ihre geräte ab. um die geschossenen bilder zu prüfen? von wegen: um sie vor der gigantischen staubwolke zu schützen!
wir haben zum gucken eine gute ecke erwischt: die autos starten hinter uns, röhren durch die felder, biegen rechts ab, nochmal rechts auf einen kleinen schotterweg - dort gibt es bereits die eine oder andere geräuschvolle berührung mit der armen scheune, die im kurvenausgang steht -, dann gehts vor allem für die weichgefederten rallyeexemplare rumpeldipumpel über einen bach und in einer leichten linkskurve hier zu diesem scharfen rechtsabzweig, an dem wir stehen. 90 autos sind am start und zweimal kommen sie an uns vorbei. die zeit vergeht im flug.
zum abschluss gehen wir noch eine dose suchen. "alter viadukt", das klingt vielversprechend. wie immer brauchen die koordinaten eine weile, bis sie uns finden und die zeit bis dahin vertreiben wir uns damit, eine stelle zum wenden zu finden. und was finden wir da?
kein verbotsschild weit und breit.
Samstag, 1. März 2014
rückwärts gehts wieder raus
gestern haben wir beim abendessen bereits grob die route für den heutigen tag geplant. wir wissen jetzt, dass wir uns um die kleinen befestigten wege keine sorge machen müssen, denn sie laufen uns früher oder später sowieso in unserem navi vor die füsse. wir bestellten noch ein dunkles bierchen und zeichneten so etwas wie ein kleines roadbook: da nach süden, dort kurz nach westen in die nächste gasse, anschließend richtung ... und so weiter. danach betteten wir uns bereits am frühen abend zur ruhe. abenteuer machen müde.
die orientierung nach unserem selbst skizzierten routenplaner klappt hervorragend: die kleinen blauen hinweisschilder geben uns das nächste örtchen vor, das navi zeigt uns mit seinen dünnen strichelchen an, wo sich ein umweg lohnt.
manchmal fahren wir auch in eine sackgasse hinein, wenn sie uns interessant erscheint. auf diesen weg macht uns ein verwitterter wegweiser aufmerksam, der waldweg scheint irgendwo an der autobahn zu enden. er ist holperig und wird zunehmend rutschiger, so dass wir sehnsüchtig auf eine gelegenheit zum wenden hoffen. zum glück kommt sie, bevor wir endgültig versumpfen.
dann führt ein äußerst rumpeliges asphaltsträßchen durch ein ausgedehntes waldgebiet. keiner der bisher gefahrenen schotterwege hat uns eine solche konzentration abverlangt wie diese achterbahn. wir hopsen an einem waldweg vorbei, schauen sehnsüchtig hinein, aber der gegenverkehr ist schneller als unser entschluss, also warten wir die nächste gelegenheit ab. da ist sie:
wie bereits gestern könnten wir hier noch stundenlang unsere zeit verbringen, aber wir wollen heute noch zum kloster orval, die ruinen besichtigen und klosterbier kaufen. ja, genau in dieser reihenfolge!
also legen wir einen zahn zu.
aber halt! was ist das? gerade erholen wir uns von einer anstrengenden treibjagd durch eines dieser elendig flotten belgischen autos, da erspähen wir das kleine strichelchen im navi, das links von unserer straße abzweigt, um wenige hundert meter weiter wieder darauf zu treffen. so ein kleiner abstecher wird ja wohl noch erlaubt sein ...
die ganze geschichte wächst sich zu einem wahren abenteuer aus. jetzt ist der kriechgang gefragt, denn durch diesen ozean wollen wir unbeschadet hindurchkommen. wir staunen nicht schlecht, als wir eine brücke mit schiedeeisernem geländer passieren. für ihre schotterwege lassen sich die belgier wirklich so einiges einfallen. kompliment!
jetzt bleibt uns aber wirklich der mund offen stehen. wo sind wir denn hier gelandet!?
bevor wir in den tiefen des berges verschwinden, entscheiden wir uns wieder für einen geordneten rückzug. kriechen im rückwärtsgang.
jetzt ist genug, wir lassen sogar den foret de herbeumont, der uns auf unserer belgien-karte so einladend anlacht, links liegen. ab nach orval.
der richtige ort, um ruhe zu finden.
und der richtige ort, um uns von belgien zu verabschieden. danke schön, wir hatten eine großartige zeit in diesem herrlichen land, wir kommen wieder!
spätestens, wenn das bier alle ist ...
die orientierung nach unserem selbst skizzierten routenplaner klappt hervorragend: die kleinen blauen hinweisschilder geben uns das nächste örtchen vor, das navi zeigt uns mit seinen dünnen strichelchen an, wo sich ein umweg lohnt.
manchmal fahren wir auch in eine sackgasse hinein, wenn sie uns interessant erscheint. auf diesen weg macht uns ein verwitterter wegweiser aufmerksam, der waldweg scheint irgendwo an der autobahn zu enden. er ist holperig und wird zunehmend rutschiger, so dass wir sehnsüchtig auf eine gelegenheit zum wenden hoffen. zum glück kommt sie, bevor wir endgültig versumpfen.
dann führt ein äußerst rumpeliges asphaltsträßchen durch ein ausgedehntes waldgebiet. keiner der bisher gefahrenen schotterwege hat uns eine solche konzentration abverlangt wie diese achterbahn. wir hopsen an einem waldweg vorbei, schauen sehnsüchtig hinein, aber der gegenverkehr ist schneller als unser entschluss, also warten wir die nächste gelegenheit ab. da ist sie:
wie bereits gestern könnten wir hier noch stundenlang unsere zeit verbringen, aber wir wollen heute noch zum kloster orval, die ruinen besichtigen und klosterbier kaufen. ja, genau in dieser reihenfolge!
also legen wir einen zahn zu.
aber halt! was ist das? gerade erholen wir uns von einer anstrengenden treibjagd durch eines dieser elendig flotten belgischen autos, da erspähen wir das kleine strichelchen im navi, das links von unserer straße abzweigt, um wenige hundert meter weiter wieder darauf zu treffen. so ein kleiner abstecher wird ja wohl noch erlaubt sein ...
die ganze geschichte wächst sich zu einem wahren abenteuer aus. jetzt ist der kriechgang gefragt, denn durch diesen ozean wollen wir unbeschadet hindurchkommen. wir staunen nicht schlecht, als wir eine brücke mit schiedeeisernem geländer passieren. für ihre schotterwege lassen sich die belgier wirklich so einiges einfallen. kompliment!
jetzt bleibt uns aber wirklich der mund offen stehen. wo sind wir denn hier gelandet!?
bevor wir in den tiefen des berges verschwinden, entscheiden wir uns wieder für einen geordneten rückzug. kriechen im rückwärtsgang.
jetzt ist genug, wir lassen sogar den foret de herbeumont, der uns auf unserer belgien-karte so einladend anlacht, links liegen. ab nach orval.
der richtige ort, um ruhe zu finden.
und der richtige ort, um uns von belgien zu verabschieden. danke schön, wir hatten eine großartige zeit in diesem herrlichen land, wir kommen wieder!
spätestens, wenn das bier alle ist ...
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