samstag sind wir in den musik-marathon gestartet: nach einem tag im garten samt rosenschneiden, rasenmähen (wir können es noch!), vertikutieren, rumgraben und in der sonne schmelzen wogen wir die alternativen zwischen häuslichem sofa und bier im rock-club ab. bier gewann haushoch. schon nach dem kurzen konzert mit den 5 jungs waren wir mehr als zufrieden, aber geschäftiges treiben um die bühne herum liess uns noch ein bier bestellen. tatsächlich: das war nur die vorgruppe gewesen, jetzt ging es erst richtig los. super!
montag machten wir in mannheim weiter: nils frahm kannten wir bisher nur als virtousen pianisten, der uns mit seiner musik tränen des glücks in die augen treibt, jetzt überraschte uns der äusserst sympathische junge mann mit allerhand elektronischem gerät und spacigen klängen, mit denen er unsere lieblingsstücke untermalte. sagenhaft gut! eine flucht mit den ohren sozusagen.
und jetzt, in köln, greifen wir richtig an: mogwai. laut wikipedia eine schottische postrock-band. keine ahnung, was postrock ist. was für alte knacker? egal. es ist grandios gut und grandios laut.
nach dem konzert melden die ohren lautstark ihr bedürfnis nach ruhe. also lassen wir uns zeit auf dem weg zurück ins hotel und chillen noch ein wenig am 23-stunden-kiosk mitten im gewerbegebiet. ein buntes völkchen versammelt sich hier und lässt den tag mit alkoholischen erfrischungsgetränken ausklingen. gegenüber wandert der mond in einer hauchdünnen sichel durch den nachthimmel.
am donnerstag morgen machen wir uns bei sommerlich warmen temperaturen auf und erkunden die etwas abgelegenen seiten der stadt. dieser parkplatz erscheint uns sehr skurril. könnten wir hier auch senkrecht parken? würde uns die berganfahrhilfe am fluchtwagen dabei helfen?
gegenüber vom schlachthaus ein wohnhaus neben dem anderen. es riecht streng. und haustierbesitzer laden glücklich große säcke in den kofferraum ihrer autos.
hinter den wohnhäusern liegt nochmal eine ganz eigene welt. kleine gewerbebetriebe haben sich dort angesiedelt. alte garagenhöfe verbergen den einen oder anderen fahrbaren schatz. gemütliche grüne oasen laden ein. mitten im geschäftigen treiben trennt eine mauer den trubel der straße auf der einen seite von der ruhe eines parks auf der anderen seite, in dem ein imposanter turm residiert.
kölner stadtansichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
wohin leuchtet der leuchtturm mitten im schienengewirr?
gestern hat uns, spät in der nacht, nach dem konzert blauer himmel begrüsst. dieses bild geht uns nicht mehr aus dem kopf. es passt so gut zu dem, was wir heute in köln sehen.
mitten in einer trostlosen brache, umrahmt von mehrstöckigen bordells und gleistrassen auf mehreren ebenen hat ein künstler sich einen ort eingerichtet, in dem er aus schrott skulpturen schafft und damit geschichten voller leben erzählt.
wir streifen durch ein stadtquartier mit kleinen sträßchen, treffen in einem atelier auf pure lebensfreude in 3d und trinken ganz entspannt in einem cafe, das vollgestopft ist mit bücherregalen, einen liebevoll selbstgekochten kakao. im blick haben wir dabei eine meterhohe mauer, auf der eine bahn nach der anderen vorbeirauscht.
wir fühlen uns pudelwohl.






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