das fällt uns heute vielleicht schwer: uns von unseren gepolsterten möbeln zu erheben. haben wir etwa ein fluchtsofa? scheint so. zu unserer entschuldigung sei gesagt, dass wir gestern fünf stunden lang rasen gemäht haben. na gut, die fünf stunden waren unterbrochen von zwei langen nickerchen, einer alten käsebemme, einem stück oberleckerem streuselkuchen und ungezählten momenten des stillen sinnierens. aber das ergebnis kann sich sehen lassen und allein das zählt.
heute scheinen wir nun fünf stunden zu brauchen, um in die pötte zu kommen. aber irgendwann ist es, wie gestern der rasen, geschafft und wir schnuppern die bewegte frühlingsluft. hinten überm berg dräuen dunkle wolken.
was hat sich in den letzten vier wochen alles verändert! wir sind um etliche graue haare reicher geworden, die langen unterhosen können getrost zu hause bleiben und die bäume stehen in vollem grün.
welch eine augenweide:
wir haben uns zu einem inspektionsgang in den garten aufgemacht. hat der regen von letzter nacht den teich aufgefüllt? ist unser jagdfisch wieder auf der pirsch? ist der rasen bereits nachgewachsen?
es ist alles in ordnung und wir machen uns wieder auf den rückweg.
statt auf der direkten route gehen wir über bunte wiesen mit alten, knorrigen obstbäumen. wir folgen gut ausgefahrenen graswegen und streifen immer wieder an versteckten gartengrundstücken vorbei. wir freuen uns, wie schön das hier ist und staunen darüber, dass es direkt vor unserer haustüre noch wege gibt, die wir bis jetzt noch nie gegangen sind.
in den alten bäumen haust bestimmt das eine oder andere käuzchen. hoffentlich finden wir diesen pfad bei der nächsten nachtwanderung wieder.



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