Sonntag, 1. Mai 2016

1. mai mal ganz anders

der 1. mai ohne mich am mammolshainer berg? das mammolshainer apfelblütenfest ohne mich an der kuchentheke? ja, dieses jahr sprang ich über meinen schatten, stand um kurz nach sieben in der früh auf, packte das wander- und cachezeug zusammen und sah zu, dass ich noch vor den straßensperrungen unterwegs war. tolle idee, dachte ich, als es bereits zu spät war: nix wärs mit wandern, cachen und anschließend aufs sofa fläzen, denn vor vier käme ich auch nimmer heim.

vor schreck fuhr ich erstmal in die falsche himmelsrichtung. nach nordwest statt nach nordost. unterhalb des feldbergs rutschte das thermometer unter 5 grad. oh je! ich warf einen blick auf das gps-gerät: ah, da lag eine kleine dose in einem bunker auf der strecke, dann passt das doch. ich parkte und näherte mich den koordinaten, schlüpfte unter einen weißdornbusch. und wo lag jetzt die dose? etwa da unten?

da unten!

ich erreichte bei schönsten sonnenwetter mein eigentliches ziel: den verlassenen bahndamm der solmstalbahn.

der alte bahndamm war für mich die beste art, durch die gegend zu streifen, denn so vermied ich es, den grüppchen 1.-mai-wanderer zu begegnen, die zahlreich und schwatzend durch den herrlichen frühlingstag zogen. möglichst unauffällig überquerte ich das neu hergerichtete viadukt und tauchte ins gebüsch.

"team lockentoni" hatte hier eine dosenserie gelegt, die mich ein stück entlang der alten strecke führte.

am fuß des alten bahndamms rauschte die solms durch saftig grüne wiesen.

alle paar hundert meter gab es eine dose zu suchen. die biester waren teilweise gut versteckt und ich hatte alles andere als langeweile.

im frühen nachmittag war ich zurück am jeepchen. die sonne hatte mächtig eingeheizt und ich öffnete das dach. open air! jetzt ein stück kuchen oben in braunfels ... aber braunfels war rippelrappelvoll mit besuchern, kaffeetrinkern und autos. das wollte ich mir nicht antun. wenn ich in den rückweg ein paar umwege einbauen würde, dann käme ich gerade zur öffnung der streckensperrung vom radrennen wieder daheim an ...

ein paar umwege ist gut! ich kurvte ordentlich durch den hintertaunus, die sträßchen dort sind aber auch mehr als verlockend und schließlich gelangte ich auch noch an die bunkeranlage des ehemaligen warnamts, die ich nächsten samstag ganz offiziell besichtigen würde. auftrag erfüllt, heim!

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